Ich liege wach. Der Weg aus Stein zieht schwarz und schwer durch meine Nacht. Verblasste Stufen führen fort in deine ferne Ewigkeit.
Die Träume treiben ohne Ziel, sie kreisen durch dieselben Gänge. In jedem suche ich ein Haus, das mir noch Schutz vor dir gewährt.
Doch deine Nähe, fern und nah, liegt wie ein Druck auf meiner Brust. Ich spüre schon den tiefen Rand, an dem der Boden leise bricht.
Der Morgen tastet sich herauf, doch in mir bleibt es ohne Glanz. Das Dunkel wächst und füllt mich aus, und Stille schließt mir Mund und Herz.
Du gehst durch lange, schwarze Flure. Ein leiser Schnee bedeckt dein Grab. Ein Kreuz steht starr im weißen Feld. Die Zeit verweht. Der Weg ist fort.
©Sigrun Al-Badri/ 2026