Fischtag

Erzählung zum Thema Gesundheit

von  Nuna



Freitags gabs in meiner Kindheit immer Fisch. Meine Mutter kaufte ihn vormittags vom Fischwagen der über die Dörfer fuhr.
Er parkte dann immer genau vor unserer Haustür weil meine Mutter die beste Abnehmerin in unserem Viertel war oder weil wir so zentral lagen?  Heute denke ich beides war ein Grund für ihn uns wöchentlich zu besuchen. Neben den Heringen die sie sauer einlegte und dem z.b.  Seelachs den es für uns 5 zu Mittag gab kaufte Sie gerne in Knoblauch eingelegte Riesengarneelen das Stück 1 DM. Wir nannten sie immer Markstücke wenn wir sie genüsslich verspeisten, jedesmal ein Running Gag.

Ich weiß, das klingt jetzt nach einer elitären unbescheidenen Familie die sich viel leisten kann und dies ist mir jetzt auch ein bisschen peinlich.


Tatsächlich waren wir eine durchschnittliche Mittelstandsfamilie in der die Eltern viel arbeiten mussten um uns 5en ein anspruchsvolles Leben bieten zu können. Zurückblickend dankbar für das sorglose Leben und traurig über die wenige Zeit die die Eltern für uns hatten.

Vorgestern las ich das Freitags Fisch essen auf einer christlichen Tradition beruht. Ja, die Christen wussten schon lange Zeit,  noch bevor Nahrungswissenschaftler die Thematik
berechneten, wie gesund,( wenn nicht blei-oder wurmhaltig ) Fisch für den Körper ist.
Heute esse ich 1-2 mal die Woche Fisch nicht nur wegen der Omega -3- Fettsäuren. Auch Selen, Vitamin D+A und B12 sind enthalten.






Anmerkung von Nuna:

8.März..auch wenn unterhalb der Weißwurst -Grenze  die Norddeutschen weiterhin "Fischköppe"
genannt werden empfinde ich dies keineswegs als Beleidigung. Nuna



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