Außer Gefecht.

Text zum Thema Abhängigkeit

von  franky

Was passiert, wenn das Leben wegen schlechtem Wetter abgesagt wird.

Dichter Bodennebel setzt Gegner außer Gefecht.

Der Status Quo wird von niemanden anerkannt. 

Ungeschlagene Schlachten schlagen sich als Misserfolg nieder.

 

Wenn sich graue Nebel wieder heben,

kann mancher seinen Durchblick schärfen.

Es rüttelt fahrig an den Nerven,

sieht die letzten Schritte als gegeben.

 

Kreuzweg im Tunnel der Gerechtigkeit,

Am Ende empfängt mich ein strahlendes Licht,

bin nach polternden Festen, nicht so erpicht.

Im Meinem Kopf dröhnende Müdigkeit.

 

Das Leben findet doch wieder statt,

weil man es so

so

verdammt gern hat.



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Kommentare zu diesem Text


 harzgebirgler (17.03.26, 12:35)
Hi lieber Franky,

"Schöner aber
Blühn Reisenden die Wege, wem
Aus Lebensliebe, messend immerhin,
Die Füße gehorchen, im Freien, wo das Land wechselt wie Korn."

(Hölderlin, Griechenland)

Grüße von Henning

 Saira (17.03.26, 14:38)
Lieber Franky,

dein Text fühlt sich für mich an wie ein Spaziergang durch dichten Nebel: Alles ist verschwommen, Unsicherheiten rütteln an den Nerven, und doch bewegt man sich weiter, Schritt für Schritt. Die Bilder von Gegnern, die außer Gefecht gesetzt werden, und grauem Dunst, der die Sicht vernebelt, fangen die Momente ein, in denen das Leben uns seine Regeln aufdrängt und wir nur reagieren können.

Ich mag besonders, wie du vom Tunnel der Gerechtigkeit zum strahlenden Licht führst – müde, polternd, aber immer noch mit diesem kleinen Funken Lebensfreude. Der Schluss, dass das Leben „doch wieder stattfindet, weil man es so verdammt gern hat“, wirkt wie ein befreiender Atemzug nach dem Nebel: zart, ehrlich und sehr menschlich.


Liebe Grüße
Sigi

 Alabanda (17.03.26, 17:03)
Das ist mal ein sehr erfreulicher Schlussvers :)
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