1682 promovierte Johannes Richier bei dem Heidelberger Medizinprofessor Georg Franck von Franckenau mit der Abhandlung „De ovis paschalibus – von Oster-Eyern“
und diese gilt heute offiziell als der erste schriftliche Beleg für den Osterhasen.
Darin schildert er für Oberdeutschland, Pfalz, Elsass und angrenzende Gebiete sowie Westfalen einen Brauch, wonach ein Osterhase die Eier lege und im Gras und Gesträuch von Gärten verstecke, was Richier allerdings ausdrücklich als „eine Fabel, die man Einfältigen und Kindern aufbindet“ bezeichnet.
Dass ein Mediziner über Ostereier schreibt, hatte übrigens auch einen ernsten Hintergrund: Nach der Fastenzeit war der plötzliche Überverzehr von Eiern oft Ursache für Magen-Darm-Beschwerden...
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