Nächte mit schweren Flügeln streifen durch brüchige Zeit – Atem stockt.
Alte Hände tasten – nah, kaum fassbar. Schatten um Spuren des Einst.
Dichtestes Dunkel: Risse. Licht – zitternd, Tau auf müden Blättern, ein Hauch an geschlossenen Lippen.
Verirrtes Lachen, fehl am Platz, treibt durch graue Gassen – ein stilles Versprechen: Heben unter der Fläche.
Trotz allem. Trotz der Narben.
Und irgendwo, tiefer innen, im Wechsel von Vergehen und Werden, etwas Tragendes – beharrlich.
Ein Flüstern: Du wirst wahrgenommen. Du bist mehr.
©Sigrun Al-Badri/ 2026