Wo das Dunkel aufbricht

Gedicht zum Thema Diesseits/ Jenseits

von  Saira

Nächte mit schweren Flügeln
streifen
durch brüchige Zeit –
Atem stockt.

 

Alte Hände tasten –
nah, kaum fassbar.
Schatten
um Spuren des Einst.

 

Dichtestes Dunkel:
Risse.
Licht – zitternd,
Tau auf müden Blättern,
ein Hauch an geschlossenen Lippen.

 

Verirrtes Lachen,
fehl am Platz,
treibt durch graue Gassen –
ein stilles Versprechen:
Heben unter der Fläche.

 

Trotz allem.
Trotz der Narben.

 

Und irgendwo, tiefer innen,
im Wechsel von Vergehen und Werden,
etwas Tragendes –
beharrlich.

Ein Flüstern:
Du wirst wahrgenommen.
Du bist mehr.

 

 

 

©Sigrun Al-Badri/ 2026




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Kommentare zu diesem Text


 franky (28.03.26, 10:37)
Hi liebe Sigi,
 
Ein beeindruckendes großes Bild von Leben und Vergehen.
 
Herzliche Grüße von Franky
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