Während die Welt stillstand
Gedicht zum Thema Denken und Fühlen
von AnneSeltmann
Kommentare zu diesem Text
Liebe Anne,
dein Gedicht ist eines dieser seltenen Gedichte, die nicht laut sein müssen, um tief unter die Haut zu gehen. Schon die ersten Zeilen tragen eine unglaubliche Nähe in sich. Dieses barfüßige Tanzen auf dem Dielenholz, das Telefonlicht wie „ein kleiner Mond am Boden“, die langsam atmenden Vorhänge.
Deine Sprache ist ruhig, weich und voller Zwischentöne. Gerade dadurch entsteht diese starke Intimität. Zeilen wie
oder
sind unglaublich schön, weil sie Berührung nicht nur körperlich zeigen, sondern emotional und erinnernd zugleich.
Auch das Bild vom Raum „aus Wasser“ finde ich wundervoll. Es verleiht allem etwas Schwebendes, fast Zeitloses. Überhaupt scheint in deinem Gedicht die Zeit langsam ihre Bedeutung zu verlieren. Die Außenwelt tritt immer weiter zurück, bis am Ende tatsächlich nur noch dieses gemeinsame Atmen bleibt.
Und genau das macht die letzte Zeile so stark:
Ein wunderschönes, atmosphärisch dichtes Gedicht voller Zärtlichkeit und feiner Beobachtungen. Es liest sich wie ein langsamer Tanz zwischen Gefühl und Erinnerung.
Liebe Grüße
Sigrun
dein Gedicht ist eines dieser seltenen Gedichte, die nicht laut sein müssen, um tief unter die Haut zu gehen. Schon die ersten Zeilen tragen eine unglaubliche Nähe in sich. Dieses barfüßige Tanzen auf dem Dielenholz, das Telefonlicht wie „ein kleiner Mond am Boden“, die langsam atmenden Vorhänge.
Deine Sprache ist ruhig, weich und voller Zwischentöne. Gerade dadurch entsteht diese starke Intimität. Zeilen wie
deine finger
zwischen schulter
und erinnerung
zwischen schulter
und erinnerung
als könnte man liebe
ertasten
wie eine verborgene schrift
ertasten
wie eine verborgene schrift
Auch das Bild vom Raum „aus Wasser“ finde ich wundervoll. Es verleiht allem etwas Schwebendes, fast Zeitloses. Überhaupt scheint in deinem Gedicht die Zeit langsam ihre Bedeutung zu verlieren. Die Außenwelt tritt immer weiter zurück, bis am Ende tatsächlich nur noch dieses gemeinsame Atmen bleibt.
Und genau das macht die letzte Zeile so stark:
während draußen
die welt
für einen augenblick
vergisst
weiterzulaufen
die welt
für einen augenblick
vergisst
weiterzulaufen
Liebe Grüße
Sigrun