las sie mal wieder die alten tagebücher in blauer tinte fand den wieder der ich mal war den sitzenbleiber der nie eine freundin bekam den fünfenschreiber die trübe tasse der mit dem geringsten selbstbewusstsein auf diesem grauenvollen planeten dabei wurde ich so wütend dass ich kurzentschlossen die ganzen langen jahre zurück lief um zu zeigen was ich jetzt bin und was ich jetzt kann und alle waren sie noch da franky der leithammel und janne die klassenprinzessin und cheesy unser klassenclown öffnete erwartungsvoll die tür um zu zeigen dass ich jetzt der bin der ich immer sein wollte aber ich sah sofort in diesem raum war ich immer noch der der ich war und würde es auch immer bleiben: schlug die tür zu hörte schallendes gelächter durch flatternde jahrzehnte und eilte wie ein begossener hund durch die achtziger und neunziger bis ins heute überlegte hin und her: vielleicht mit sechzig noch einmal hinunterlaufen oder nie mehr und sich einreden dass sie es nicht besser verdienen was jedoch hieße: ein längst geschmacklos gekautes kaugummi bis zum lebensende im mund behalten zu müsssen: klappte einstweilen das pochende buch zu und legte es in die schublade: in die unterste
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Dieses Gedicht hinterlässt keinen lauten Schmerz, sondern eine stille Melancholie, die noch lange nachklingt. Es ist ehrlich, menschlich und erschreckend wahr.