Der Eremit

Gedicht zum Thema Wünsche

von  niemand



Er hat den Hals gestrichen voll,

von dieser Menge, dieser Brut.

Da wird ihm klar, es täte gut,

sich endlich auf den Weg zu machen -

schnürt sieben Sachen, packt den Mut

und zieht in einen Riesenwald.


Hier mach ich halt, will lang verweilen -

ich brauch nicht viel, nicht einmal Schuhe.

Will meine Einsamkeit und Ruhe,

mit keinem, nur der Eiche, teilen!


Bald geht zum Himmel ein Gebet:

Hab tausend Dank für diese Stätte!


Mein Sohn, ruft ihm der Herr, ich wette,

du wirst bald aus dem Forst enteilen!

Mein Herr, bin doch kein Horst, nicht dumm -

werd ich von dir hier nicht gelitten?


Da lacht der Herr: Schau dich mal um -

hier wimmelt es vor Eremiten!








Hinweis: Der Verfasser wünscht generell keine Kommentare von Reliwette, Tula, Saira und EVdR.

Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 DanceWith1Life (09.07.26, 19:09)
:D
Endlich ein Gedicht über den Alltag von Einsiedlern

 Moppel (09.07.26, 19:24)
:D :Ddas ist ja schin kafkaesk.Sehr amüsant, Irene...
lachgrüße von M.
Zur Zeit online: