Hoch oben im Norden, ganz nah an der Grenze zu Dänemark, gab es diese kleine Stadt, die ganz ähnlich wie viele andere kleine Gemeinden in der Nähe aussah. Gelegen am Meer, ob Ostsee oder Nordsee bleibt dahingestellt, wies sie die typischen Merkmale kleiner Hafenstädte auf. Ein kleiner Hafen, ein Strand und ein typisches Gängeviertel. Das bedeutete schmale Gassen, die geradezu direkt hin zum Meer führten und von einer dunkelrotbraunen Backsteinarchitektur geprägt waren. Oder auch manchmal dunkelschiefergrau geleckte Kopfsteinpflaster. Bei Dauer- und Nieselregen, wie es in diesen Breitengraden üblich war, erschienen die Gänge dunkelrot glänzend oder dunkelgrau und nassglitschig. Ein gewisses Unbehagen erfasste viele, die diese Gänge passieren mussten. Aber man war auch abgebrüht und abgehärtet in diesen Regionen. Touristen merkte meist nicht viel von den unheimlichen Gefühlen und Gedanken, die manche erfassten, wenn sie die Gänge entlang liefen. Die Gänge hießen zum Beispiel “Schnitters Gang”, “Töpfers Gang” oder “Pastorengang”, je nachdem, wer vorher dort einmal gelebt hatte.
Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.