Nachkriegskinder - (History)
Text zum Thema Kinder/ Kindheit
von Gabyi
Kommentare zu diesem Text
ja, Krieg macht hart und Traumata. Den beiden Generationen hat niemand geholfen...lG von M.
@Moppel
Das stimmt, wenn man das in den Vergleich setzt zu heutzutage. Da werden die Flüchtlinge mit Samthandschuhe angefasst. Früher wurden sie geächtet. Ich konnte das bei meinem Vater sehen. Da musste ich ihn noch trösten, dass er seine Heimat verloren hatte. Immer auf die Kleinen (mich)
und dankeschön auch für die Empfehlung :)
Finde ich gut wegen des Themas.
Das stimmt, wenn man das in den Vergleich setzt zu heutzutage. Da werden die Flüchtlinge mit Samthandschuhe angefasst. Früher wurden sie geächtet. Ich konnte das bei meinem Vater sehen. Da musste ich ihn noch trösten, dass er seine Heimat verloren hatte. Immer auf die Kleinen (mich)
und dankeschön auch für die Empfehlung :)
Finde ich gut wegen des Themas.
Antwort geändert am 04.08.2026 um 20:29 Uhr
Und weil die Flüchtlinge damals geächtet wurden, sollten sie auch heute geächtet werden. Gleichbehandlung!
Flüchtlinge? Das waren Vertriebene, die im eigenen Land untergebracht wurden.
Heutige Flüchtlinge sollen nicht geächtet werden. Es soll lediglich anerkannt werden, dass es keine unbegrenzten Möglichkeiten zur Aufnahme gibt, statt den Glauben eine solche Illusion einzufordern.
Heutige Flüchtlinge sollen nicht geächtet werden. Es soll lediglich anerkannt werden, dass es keine unbegrenzten Möglichkeiten zur Aufnahme gibt, statt den Glauben eine solche Illusion einzufordern.
@Juli
geflüchtet/vertrieben:
Meine Tanten mussten vor den Russen flüchten und waren auf diese Weise auch gleichzeitig vertrieben. Mein Vater kämpfte im Krieg und als der vorbei war, da war seine Heimat weg und er war ein Vertriebener.
geflüchtet/vertrieben:
Meine Tanten mussten vor den Russen flüchten und waren auf diese Weise auch gleichzeitig vertrieben. Mein Vater kämpfte im Krieg und als der vorbei war, da war seine Heimat weg und er war ein Vertriebener.
Meine Tante ist von Schlesien mit einem Handwagen und 3 keine kleinen Kindern geflüchtet. Sie hat meiner Mutter einmal erzählt, dass sie bei Vergewaltigungen durch russische Soldaten, die sie häufig erdulden musste nur darauf bedacht war ihre Jungen nicht loszulassen. Als ich damals dann erklärte, den Kriegsdienst zu verweigern und nicht zur Bundeswehr zu gehen, war sie ganz aufgebracht und fauchte mich an: „Was machst Du, wenn die Russen kommen“? Damals konnte ich die Frage nicht verstehen. Jetzt schon.
@gabyi
Das hatte ich auch so gemeint.
Das hatte ich auch so gemeint.
Ja, die Nachkiegszeit war knallhart. Vieles, was heute als hochkriminell gilt, wurde einfach verdrängt.
LG
Ekki
LG
Ekki
Mein Onkel bekam auch die gerechte Strafe. Sein Tod war tragisch, er wurde in seinem Badezimmer tot aufgefunden und sein Gebiss lag im Klo. Was für eine Schauergeschichte,
Danke, Ekkehard, für die Empfehlung
LG, Gabyi
Danke, Ekkehard, für die Empfehlung
LG, Gabyi
@Fridolin
danke für die Leseempfehlung
danke für die Leseempfehlung
Ich bin ein sekundäres Kriegskind. Mein Vater musste als 17-jähriger junger Mann in den Krieg ziehen und wurde sowohl schwer verwundet als auch schwer traumatisiert. Die körperlichen Wunden verheilten irgendwann; die seelischen hingegen nicht. Und darunter habe ich sehr gelitten, es aber gut überstanden. Bitte nicht falsch verstehen: Mein Vater war kein schlechter Mensch.
Kommentar geändert am 05.08.2026 um 12:56 Uhr
Kommentar geändert am 05.08.2026 um 12:56 Uhr
Ja, die Nachkiegszeit war knallhart. Vieles, was heute als hochkriminell gilt, wurde einfach verdrängt.
Ich habe die Nachkriegszeit nicht erlebt. Heute erscheint es mir aber fast umgekehrt: Einiges, was als normal gelten sollte, wird heutzutage kriminalisiert. Aber was ist schon normal?
Ich habe die Nachkriegszeit nicht erlebt. Heute erscheint es mir aber fast umgekehrt: Einiges, was als normal gelten sollte, wird heutzutage kriminalisiert. Aber was ist schon normal?
Antwort geändert am 05.08.2026 um 12:59 Uhr
@Quoth
"Und weil die Flüchtlinge damals geächtet wurden, sollten sie auch heute geächtet werden. Gleichbehandlung!"
Solche Gedanken kommen einem leicht. Und man darf sie noch nicht einmal denken, geschweige denn aussprechen.
Dass man früher die eigenen Landsleute ächtete, war niemals ein Thema damals. Ich sagte zu meinem Vater: Es war eure Schuld, dass ihr vertrieben wurdet. Was zettelt ihr auch einen Krieg an. Da war ich noch ziemlich jung.
"Und weil die Flüchtlinge damals geächtet wurden, sollten sie auch heute geächtet werden. Gleichbehandlung!"
Solche Gedanken kommen einem leicht. Und man darf sie noch nicht einmal denken, geschweige denn aussprechen.
Dass man früher die eigenen Landsleute ächtete, war niemals ein Thema damals. Ich sagte zu meinem Vater: Es war eure Schuld, dass ihr vertrieben wurdet. Was zettelt ihr auch einen Krieg an. Da war ich noch ziemlich jung.
Wir waren Kinder von schweigenden Vätern. Natürlich waren Schuldzuweisungen einfach zu machen. Ich kann mich nicht erinnern, meinem Vater jemals solche Vorwürfe gemacht zu haben. Er war erst 17. Er hat sich aber in seinen letzten Lebensjahren nach und nach geöffnet und auch über seine Kriegserfahrungen gesprochen. Das hat uns einander sehr nahegebracht. Viele von uns haben sich doch nach dem Tod der Eltern (speziell der Väter) mehr mit ihnen gesprochen zu haben wie es das Lied von BAP »verdammt lang her« thematisiert.
Das ist auf jeden Fall ein sehr eindringlicher Text, der mich sehr bewegt. Danke dafür!