An manchen Tagen

Sonett

von  Janna

Die Kraft nimmt ab. Es knirschen müde Knochen,
und unser Tagewerk braucht lange Weile.
Das graue Haar hingegen wächst mit Eile.
Der Rücken schmerzt nun schon seit vielen Wochen.

Die Sechzig naht. Und auch die Altersrente
erscheint nicht unerreichbar in der Ferne.
Man tut jetzt sonderbare Dinge gerne
und sammelt Brot fürs Täubchen und die Ente.

Doch gibt es etwas, das bleibt länger jung.
Es nährt sich aus dem Born Erinnerung;
an manchen Tagen hüpft es wie ein Kind,

und scheißt drauf, dass wir schon so faltig sind.
Da will es lachen, tanzen, küssen, lieben:
Die Sehnsucht ist als bester Freund geblieben!



Anmerkung von Janna:

2007

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