Morgenblatt am 16.06.2026

Innerer Monolog zum Thema Aktuelles

von  franky

Wir stammeln eigene Gebetsformeln, streichen uns Butter aufs Brot.

Tonnenweise wird Weihrauch in die Luft geblasen.

Uns stinkt es einfach fürchterlich, tatenlos im Vorzimmer zu warten 

und die letzten Vornägelhäutchen abzukauen.

 

Mit äußerster Vorsicht trampeln wir durch die Straße von Hormus. 

Die Euphorie hat eine Tarnkappe aufgesetzt. 

Bevor wir nur durch ein Schlüsselloch blicken dürfen,

soll ein beträchtlicher Obolus entrichtet werden.

Einig ist man sich, dass man sich noch uneinig ist.

 

Den Krieg, den er vollmundig angezettelt hat,

versucht er nun abschlägig zu beenden.

Angepeilte Ziele werden nicht erreicht.

Das Kyrie wird auf kleinsten Orgelpfeifen schmalmündig gedudelt.

Den Fuß, den man mit größter Mühe in den Türspalt geschoben hat,

soll man nun wieder tatenlos zurückziehen.  

 

Du merkst es nicht, dass dich dein dickster

rechtsradikaler Freund nur für seine Zwecke missbraucht hat.

Dein anstehendes Friedenswerk, liegt mit rosa Schnuller in der Wiege

Und wird für den nächsten Friedensnobelpreis,

Die Kinderstube noch nicht verlassen dürfen.

Das aufgescheuchte Wespennest hättest du dir,

bei reichlicheren Überlegungen ersparen können.

Ungetrübte Zeiten stehen uns noch lange nicht ins Haus.

 

Redaktionsschluss um 11:30 am 16.06.2026



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Kommentare zu diesem Text


 GastIltis (16.06.26, 16:29)
Hallo Franky, 
ich wundere doch sehr, dass du nichts über Fußball schreibst. Sehe aber, dass Österreich, dieses glorreiche Land, erst morgen, und dann auch noch gegen Argentinien, eingreift. Na, die werden sich wundern, Messi und Co.
Herzlich Gil.
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