Auf vergessenen Gräbern blüht rot der Mohn

Alltagsgedicht zum Thema Leben/Tod

von  EkkehartMittelberg

Rot, die Farbe des Eros,
betört die Sinne,
bis sie im Rausche brennen.

Sie lässt im Zorn
das Gesicht glühen und  kehrt vielleicht
als Röte der Scham zurück.

Rot leuchtet die Rose in der Dämmerung,
funkelt der Wein
und strahlt der Rubin.

Rote Mäntel von Kardinälen und Königen
blenden als Zeichen der Macht
Gläubige und Untertanen.

Der Torero schwenkt das rote Tuch
solange, bis der Stier
in sein Verderben gerannt ist.

Die Morgenröte von Revolutionen
weckt Hoffnungen,
die oft im Dunkel von Gewalt erbleichen.

Wenn die Kriegsfackel
ihre Flammen entzündet,
färbt Blut die Flüsse rot.

Auf vergessenen Gräbern
blüht rot der Mohn,
ein Zeichen neuen Lebens.



Hinweis: Der Verfasser wünscht generell keine Kommentare von Vaga.

Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 Reliwette (31.10.26, 11:49)
Lieber Ekki,
ein weiter Blick zur Erkenntnis der Farbe rot und ihrer Bedeutung.
Rote Fahnen auf der einen Seite, rot, das Etablissement zur leiblichen Vergnügung.
Armes Rot! Für mich bist du die Farbe der Liebe!
Sehr schön versponnen, lieber Ekki!
Hartmut winkt dir zu!

Kommentar geändert am 31.10.2026 um 11:50 Uhr

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 31.10.26 um 12:07:
Merci, deine Anerkennung freut mich, Hartmut.
LG
Ekki
Zur Zeit online: