Beim Laub Harken

Gedankengedicht zum Thema Betrachtung

von  EkkehartMittelberg

Im Herbst harkst du das Laub im Garten.
Routine, so wie jedes Jahr.
Und dabei wird dir dieses klar:
Bleibt keine Zeit mehr zuzuwarten.
 
Noch einmal glänzt des Laubes Schönheit.
Obgleich sie rot und golden brennt,
vom Lebenssaft schon abgetrennt,
erscheint Vergänglichkeit als Wahrheit.
 
Ein Teil der Blätter ist vermodert,
verbreitet schon der Fäulnis Duft,
Verrottung schwängert schwer die Luft,
verlöschen wird, was heut noch lodert.
 
Das Laub ist bald entsorgt - Kompost,
im Frühjahr wird er aufgebracht,
ein neuer Schössling sprießt dann sacht,
er schlummert unter Winters Frost.
 

 



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Kommentare zu diesem Text


 harzgebirgler (18.10.26, 09:30)
wer laub still harkt und bläst's nicht laut
hat ruhestörung vorgebaut.  :D 

lg
henning

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 18.10.26 um 09:38:
Merci, Henning, nur beim stillen Harken entwickeln sich Gedanken.

LG
Ekki

 plotzn (18.10.26, 09:40)
Servus Ekki,

ein schönes Herbstgedicht, dass durch den Kreislauf der Natur zum Schluss etwas von seiner Melancholie verliert...

Liebe Grüße
Stefan

 EkkehartMittelberg antwortete darauf am 18.10.26 um 09:45:
Grazie, Stefan,

schön, dass du die gedämpfte Melancholie gespürt hast.

Liebe Grüße
Ekki
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