Was schreiben andere Nutzer über HannaScotti?

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Meinungen anderer Autoren zu HannaScotti


 Saira (26.08.26, 10:15)
Hanna Scotti ist Lyrikerin, Autorin und eine genaue Beobachterin jener Zwischenräume, in denen Worte leiser werden und Wahrnehmung beginnt.

Hanna Scotti schreibt nicht vom Regelwerk her. Sie schreibt aus Bildern, Empfindungen und inneren Bewegungen. Form entsteht bei ihr weniger aus einem vorgegebenen Gerüst als aus Intuition und Verdichtung. Sie sucht nicht nach dem kunstvollsten Wort, sondern nach demjenigen, das wahr genug ist, um bleiben zu dürfen.

Dabei beschäftigt sie besonders die Grenze zwischen Sprache und Schweigen: Wie weit lässt sich ein Gedicht reduzieren? Wo endet das Sagbare? Wann beginnt hinter dem Wort ein Raum, der sich nicht mehr erklären, vielleicht aber noch empfinden lässt? Ihre Texte bewegen sich immer wieder an dieser Schwelle.

Das Schweigen ist für Hanna Scotti deshalb kein Mangel an Sprache. Es besitzt eine eigene Ausdruckskraft. Es kann Nähe und Distanz sichtbar machen, Wahrhaftigkeit erzwingen und all das freilegen, was Worte bisweilen verdecken. Ihre Faszination für lyrische Verdichtung entspringt derselben Suche: dem Wunsch, mit möglichst wenig Sprache möglichst nah an einen inneren Kern zu gelangen.

Auch Wort und Bild gehören für sie zusammen. Sie verbindet Texte mit Fotografien, Fotomontagen, Farben und visuellen Vorstellungen. Dafür nutzt sie auch die künstliche Intelligenz, nicht als Ersatz für den eigenen schöpferischen Prozess, sondern als Werkzeug, mit dem sich ein inneres Bild sichtbar machen lässt. Entscheidend bleibt für sie die Vorstellung, die dem Bild vorausgeht: Welche Farbe hat ein Gefühl? Welche Gestalt nimmt ein Wort im Inneren an?

Ihre Lyrik ist häufig knapp, körperlich und unmittelbar. Texte wie „Faden“, „Schweigen“ oder „Selbstverlassenheit“ verzichten auf Erklärung und vertrauen auf Bild, Rhythmus, Leerraum und Empfindung. Ein Gedicht soll sich für Hanna Scotti nicht vor den Leser stellen und ihm sagen, was er zu verstehen hat. Es darf sich zurücknehmen und ihm gerade dadurch einen eigenen Raum eröffnen.

Vielleicht lässt sich ihre poetische Haltung deshalb am besten mit einer Bewegung beschreiben:

vom Wort zum Bild,
vom Bild zum Empfinden,
vom Empfinden zur Stille.

Und manchmal wieder zurück zum Wort.

 HannaScotti meinte dazu am 26.08.26 um 10:36:
Liebe Saira,
ich bin "erschüttert". Noch nie in meinem Leben bin ich so gesehen worden, wie von dir, hier.
Ich kann gar nichts mehr sagen, weil es in meinem Hals drückt.
Danke
Hanna

 EVdR (14.04.26, 21:28)
Texte von HannaScotti haben Wahrheit und Tiefe

Leider fehlt die Möglichkeit der Empfehlung. Gerne hätte ich die Möglicheit, die Qualität eines Werkes durch eine Empfehlung zu würdigen.

Der Boxenstop ein beeindruckender Einstand.

EVdR

 niemand (14.04.26, 13:34)
Ich mag die Gedichte von Hanna sehr. Erfrischend, tiefsinnig und 
von schlichter Art, dieses aber völlig im positiven Sinne gemeint.
Leider kann man sie nicht empfehlen und kommentieren, weil der Vorgang gesperrt ist. Besonders fehlt mir persönlich die Möglichkeit der Empfehlung,
weil ich nicht so viel Neigung auf ellenlanges Kommentar-Geschwätz verspüre, aber die Möglicheit gerne hätte die Qualität eine Gedichtes durch eine Empfehlung zu betonen. LG niemand

 HannaScotti antwortete darauf am 14.04.26 um 16:37:
Liebe niemand, danke für deine liebevolle Reaktion auf meine Texte. Ich habe zwei Gründe für mein Handeln : 
1. Ich bin 80 und nicht ganz gesund. Das viele Lesen und meine Gehirnflexibilität lassen inzwischen nach. Ich bin nicht dement (hoffentlich), aber sehr langsam und brüchig und sehr empfindsam geworden.
2. ich mag es nicht, wenn man meine Gedichte auseinander pflückt.  Ich habe sie geschrieben, überarbeitet, auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt und jetzt sind sie für die Öffentlichkeit bestimmt und in meinen Augen lasse ich sie los, wie fertig auch immer sie sind. Es tut mir weh, wenn sie auseinandergerissen und zermalmt werden.
Liebe niemand, ich kenne dich schon von früher, wir haben uns da schon verstanden, vielleicht erinnerst du dich nicht, aber ich kenne deine Texte noch gut. Danke für deine Aufmerksamkeiten.
LG Hanna

Antwort geändert am 14.04.2026 um 16:41 Uhr

 RainerMScholz (29.03.26, 14:54)
Boxenstopp - ein prägnantes, essentielles Gedicht.
Grüße,
R.

 EkkehartMittelberg (26.03.26, 10:42)
Hanna Scotti gehört zu den Wenigen, von denen man nur ein einziges Gedicht lesen muss, um ihre poetische Potenz zu schätzen.
Ekki
 
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