Des Dichtens ausgelatschtester Schuh (ein Rätsel)

Verserzählung zum Thema Gedichte/Lyrik

von  TassoTuwas

Ach was muss ich immer wieder lesen

in Gedichten die mich tief ergreifen

so als wären sie vor langer Zeit gewesen

diese Worte die die zarte Seele streifen


Ja der Raabe tat's wie der Chamisso

Rückert und der Uhland ebenso

selbst der Herr Geheimrat Goethe

hatte dies zu schreiben keine Nöte


Also dachte Schiller was der kann

das kann ich auch so dann und wann

so wie Arno Holz und Liliencron 

längst davor tat es jener Novalis schon


Auch dem Börries von Münchhausen

wollte es dabei keineswegs sehr grausen

Joseph Eichendorf und Simon Dach

dachten ebendies obwohl vom Fach


Keiner hat jemals Ernst Moritz Arndt 

oder Hofmannsthal und Storm gewarnt

selbst ein Benn sowie der linke Brecht

fanden das ist gar nicht schlecht


Und sogar dem August Graf von Platen

ward vom Wilhelm Busch nicht abgeraten

auch bei René Schickele und Ringelnatz

hat es häufig in den Werken einen Platz


Kurt Tucholsky so wie Stephan George

wie den Lenau alle quälte keine Sorge

beide Weinheber sowie der Morgenstern

taten's oft und offensichtlich gern


Rilke Hermann Hesse Heinrich Heine

fühlten sich sehr wohl in dem Vereine

denn was dort die Geistesgrößen trieben

wird noch heut als feine Poesie beschrieben


Um der Poesiegleichstellungsbeauftragten

zu gefallen nenn ich Damen die es wagten

es den Kerlen nachzumachen Mascha Kaléko 

Droste-Hülshoff Lasker-Schüler sowieso


Ich kann's auch ergreif sogleich die Feder

und erwarte dann auch dass ein jeder

mein ausgelatschtes Dicht-Werk feiert

sind die Reime auch arg - ausgeleiert

 



Anmerkung von TassoTuwas:

Überarbeiteter alter Text und dem Zeitgeist entsprechend um eine Strophe erweitert!

Was ist also das, was alle Genannten verbindet?

Und ja, auch ich hasse Texte, bei denen eine Frage beantwortet werden soll!

Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 Aron Manfeld (23.10.26, 01:05)
Alles Langweiler, Tasso, die vergessen sind.

 TassoTuwas meinte dazu am 23.10.26 um 09:22:
Moin Aron,
 
für alle die ich hier nannte
sind wir beide "Unbekannte"
   :(  !
LG TT

 EkkehartMittelberg (23.10.26, 03:00)
Hallo Tasso,

alle Genannten verbindet die Poesie.

LG
Ekki

 TassoTuwas antwortete darauf am 23.10.26 um 09:29:
Moin Ekki,

dicht daneben ist auch vorbei
kein Grund zur Trauer für euch zwei
    :D  !
Schönes Wochenende
TT

 AchterZwerg (23.10.26, 08:02)
Folge der Abbildung links

Hast mit Vorsatz diesen Zwerg vergessen,
nennst nur tumbe Looser hier stattdesen!

. :angry:

 Didi.Costaire schrieb daraufhin am 23.10.26 um 09:33:
Wahrscheinlich wird etwas gesucht, über das wir beide noch nicht geschrieben haben... 🤔

 Juli (23.10.26, 09:39)
Liebeskummer?

 TassoTuwas äußerte darauf am 23.10.26 um 09:52:
Nicht schlecht,

jedoch zu einer dichterischen Lob und Preisgewinnung
gehört Liebeskummer - ist praktisch Berufsbedingung!
    :O  !

 Juli ergänzte dazu am 23.10.26 um 10:07:
Spottverse?

Humor?

Antwort geändert am 23.10.2026 um 10:09 Uhr

 TassoTuwas meinte dazu am 23.10.26 um 11:09:
Du bist für Ausdauer und Zähigkeit bekannt
doch das Gesuchte hast du noch nicht genannt  :D !

 Juli meinte dazu am 23.10.26 um 11:13:
da muss ich jetzt selber lachen
und mir wohl den Reim drauf machen?

 Didi.Costaire (23.10.26, 11:36)
Moin Tasso,

ich tue es jetzt einfach kund:
sie nutzten alle mal das Wörtchen "und".

Ich hoffe, nicht zu früh zu viel verraten zu haben.

Liebe Grüße,
Dirk

 TassoTuwas meinte dazu am 23.10.26 um 11:53:
Hallo Dirk,

das ist wie von dir gewohnt sehr raffiniert
doch die Lösung ist damit nicht passiert!

Herzliche Grüße
TT

 plotzn (23.10.26, 11:46)
Servus Tasso,

zunächst dacht' ich im Geheimen,
das Gesuchte wäre Reimen,
doch dann wich ich aus zu Dingen
wie dem Satz von Berlichingen,
ach, ich bin halt nicht belesen,
außer Späßen nichts gewesen...

Liebe Grüße
Stefan

 AchterZwerg (23.10.26, 11:56)
Antwort: Der Alkohol!
Der Hofrat soll jeden Abend ein Fläschlein Wein zu sich genommen haben ... so die Legende.
Und auch die anderen lebten stets nah an ihrem Pegel.
Dem Genie hat's offenbar nix geschadet.
 
Ob's bei allen so gut läuft, weiß ich nicht.  8-)

 FrankReich (23.10.26, 12:04)
Gut für Dich und gut für mich,
denn all die haben 's hinter sich. 👋😉

 Saira (23.10.26, 14:12)
Lieber Tasso, du Schelm mit der Dichterfeder!

Du stellst uns einen Schuh bereit
und lässt uns raten allezeit.
Ich tippe kühn auf Herz und Schmerz,
vielleicht verstehst du meinen Scherz.

Und lieg ich falsch, dann lach nur fein,
mir fällt gewiss noch etwas ein.
Ich rate weiter, Stück für Stück,
vielleicht beschert mir das noch Glück!

Mit einem Schmunzeln, froh und heiter,
grüßt Sigi dich und rätselt weiter!  :)

 Vaga (23.10.26, 16:15)
Mich regt die Frag' zum Fragen an,
wie Speise es im Magen kann,
du machst nun einen Schuh daraus,
führst met'euphorisch uns zum Aus-
gang deines Raterätsels hin,
da ist der Zahn des Zeitgeists drin,
ich denk' und frage mich sogleich:
Macht uns das geistreich oder -arm,
ist's gar am End- statt Reim der -Darm?

 harzgebirgler (23.10.26, 16:51)
Hat man den Schuh erst umgedreht,
der durch die Literaturgeschichte geht.
Was all die Geistesgrößen trieb,
wenn man es liest, woran man blieb



ist es der Reim, der alt und weise,
uns durch die Strophen führt auf Reise!
Ob klapprig, edel, abgenutzt –
er hat noch jeden Vers geputzt.




Der Schuh ist alt, die Sohle weich,
doch macht er uns an Klang so reich.
Drum sei der Autor gern gegrüßt:
Das Rätsel hat sich selbst versüßt!


Herzlichst
Henning

 Hannes (23.10.26, 21:53)
Hallo Tasso, dann versuch' ich mal eine Antwort:
Egal ob Zyniker, Tragiker, Schelm, Kommunist, Dichter, Aufklärer, Dramatiker, Spitzel, Polemiker oder Lyriker :
Jeder von ihnen - egal wes Geistes Kind er war - hat es geschafft, seine Leser auf irgendeine Art mit irgendeinem Text tief zu ergreifen.
Das ist weder altmodisch, verstaubt noch rührselig.
Und auch  wenn es den heutigen Leser noch berührt, ist der nicht rührselig oder larmoyant, sondern nur empfindsam oder feinfühlig.
Und das verbindet die Genannten untereinander.
Und mit ihren Lesern.
Zur Zeit online: