Wie nenn ich dich...

Verserzählung

von  TassoTuwas

Du bist im Kreis der zwölf das wilde Kind

von deinen Wangen perlt der erste warme Regen

die krausen Haare zaust ein ungestümer Frühjahrswind

du bist noch jung und unbeschwert verwegen


Dein Ding sind nicht die traurig ernsten Sachen

du pfeifst ein trotzig freches Lied mit spitzem Mund

wo andre weinen möchten ist es dir zum Lachen

in deinen wasserblauen Augen blickt man bis zum Grund


Hinter der Stirn logieren Unsinn Witz und Possen

ganz gleich wer etwas von dir will du machst es nicht

um deine Nase hüpfen ungezählte Sommersprossen

ich wär so gern wie du drum schreib ich dies Gedicht

 

...und nenne dich - "Aprilgesicht" !  


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Kommentare zu diesem Text


 Fridolin (23.04.26, 03:07)
Ich möchte wetten, dass es um rote Haare geht ...

 TassoTuwas meinte dazu am 23.04.26 um 08:55:
Hallo Fridolin,
du bringst mich auf ein Idee.

Wir sollten viel mehr über Orang-Utans schreiben, sie brauchen unsere Unterstützung!

LG TT

 IngeWrobel (23.04.26, 03:50)
Ja, das gefällt mir: Eine Liebeserklärung an einen Monat. 
Und tatsächlich ist es ein ganz besonderer, wie ich finde, aus dem Rahmen fallender Monat. 

Lebte ich im englischsprachigen Raum und hätte eine Tochter, hätte ich sie möglicherweise "April" genannt ... und sie sähe so aus, wie oben von Dir beschrieben. 

Mir fällt da ein eigener Text ein über "mein Sommersprossenkind" ... muss ich gleich mal suchen ... 

Liebe Aprilgrüße 
Inge

 TassoTuwas antwortete darauf am 24.04.26 um 00:32:
Hallo Inge

der April ist eben kein Langweiler, sondern einer, bei dem man jederzeit mit Überraschungen rechnen muss. Es steckt halt viel jugendlicher Übermut in ihm.

Und englisch ausgesprochen, mit betonter ersten Silbe, klingt "Ähpril" wirklich gut.
  
Jetzt muss ich mal kucken, wo ich das Sommersprossenkind finde.

Liebe Grüße
TT

 AchterZwerg (23.04.26, 06:51)
Als Aprilgeborene sagt mir dein Gedicht natürlich ganz besonders zu!
Tatsächlich teile ich auch viele (menschliche) Eigenschaften, die du dem Monat zuschreibst. Nur die Sommersprossen leider nicht - die "zieren" mehr die Ärmsche ...
An meinen Geburtssteinen, den Diamanten, mangelt es allerdings ebenfalls.
Aber: Na ja.  :(

 TassoTuwas schrieb daraufhin am 24.04.26 um 01:06:
Moin Zwergi,
dass du dich in dem Gedicht, zumindest teilweise, wiederfindest, ist sehr erfreulich!
Nachdenklich machen mich allerdings die zierenden Sommersprossen, wer sind die Ärscheinnen  :O ?
Herzliche Grüße
TT

 franky (23.04.26, 07:46)
Hi lieber Tasso 

Ein sehr anmutiges Aprilgedicht. 
Es blinzelt und sprudelt;-) 

Grüße von Franky

 TassoTuwas äußerte darauf am 23.04.26 um 08:59:
Danke Franky,

an Mut und Anmut sollten wir es nicht fehlen lassen  :) !

Herzliche Grüße
TT

 plotzn (23.04.26, 08:18)
Servus Tasso,

die alte Bauernregel "April, April, der macht, was er will!" hat etwas Pipi-Langstrumpf-mäßiges und genau diese unbekümmerte Frechheit, nein freche Unbekümmertheit lacht aus Deinem Gedicht.

Liebe Grüße
Stefan

 TassoTuwas ergänzte dazu am 24.04.26 um 01:15:
Moin Stefan,

das mag so sein, zumindest für ein zwölftel des Jahres.
Aber wie ich dich so sehe (und lese), ist Trübsal blasen auch nicht dein Hobby!

Herzliche Grüße
TT

 Saira (23.04.26, 09:36)
Lieber Tasso,
 
als Aprilgeborene sehe ich mich sofort darin wieder: in diesem lebhaften, ein bisschen wilden Wesen, das sich scheinbar über alles Ernsthafte hinwegsetzt, dabei aber alles genau wahrnimmt.
 
Aber wir Aprils sind ja nicht nur Spaßmacher, denn zwischen all dem Lachen und Tollen blitzt auch manchmal ein ernstes, nachdenkliches Gesicht auf, das genau spürt, was wirklich zählt.
 
Dein Gedicht fängt dieses kleine Chaos ein, das wir in uns tragen, aber auch die Momente, in denen wir innehalten und die Welt still betrachten. Beim Lesen spüre ich das Frühlingslüftchen, höre das kleine Lachen zwischen deinen Versen und denke: Ja, das Leben darf albern sein, darf uns Possen und Unsinn schenken, aber manchmal bleibt es auch ernst, tief und nachdenklich.
 
Dieses Wirbelkind bringt mich zum Lachen und zaubert ein Stück April in den Tag.
 
Herzliche Grüße
Sigi

 Nuna meinte dazu am 23.04.26 um 10:05:
Oh Du auch , ich habe am 14.4....mir ist noch etwas aufgefallen 
Auch die Achte ist eine Aprilgeborene mit Namen
Heidrun Du 
Sigrun und ich 
Gudrun

Ist das Zufall ? 
Lachende liebe Grüße in die Runde

Antwort geändert am 23.04.2026 um 10:05 Uhr

 AchterZwerg meinte dazu am 24.04.26 um 06:15:
Auf jeden Fall sehr wehrhafte Namen, geradezu kriegerische!  :D

 TassoTuwas meinte dazu am 24.04.26 um 08:40:
Moin Sigi,

April geborene, das sind doch die mit den Hörnern   :O  !
Da hab ich mehrere im engsten Kreis.
Noch Fragen?

Wenn die aufeinander krachen, da kann der Harmonie süchtige Fisch nur abtauchen.

Sie haben aber auch gute Seiten, kann man nachlesen :) !

Herzliche Grüßé
TT

 TassoTuwas meinte dazu am 24.04.26 um 09:07:
Moin Nuna,

ihr seid die Besonderen  :) !

 TassoTuwas meinte dazu am 24.04.26 um 09:09:
Is ja gut Achter,

die gehörst auch dazu  :D !

 Saira meinte dazu am 24.04.26 um 10:00:
Moin Tasso,
 
wenn Heidrun, Gudrun und ich zusammentreffen, geht es rund: Hörner fliegen, Sommersprossen sprießen und die Possen übernehmen das Kommando!

Mitten im Hörnerfliegen, Possenwerfen und Sommersprossensprudeln blitzen Herz, Mut und Witz durch, manchmal sogar Einfühlungsvermögen

 
Liebe Grüße an den harmoniebedürftigen Fisch,
Sigi

 TassoTuwas meinte dazu am 24.04.26 um 13:50:
"The Runited Ones" mercy  :woot: !

 harzgebirgler (23.04.26, 11:58)
:) :) 
bei den römern zweiter im kalender
anfangs rückte er dann bald als spender
neuen lebens vor im jahreslauf
und die welt sie blühte durch ihn auf.

lg
henning

https://de.wikipedia.org/wiki/Aprilis

Kommentar geändert am 23.04.2026 um 11:59 Uhr

 TassoTuwas meinte dazu am 24.04.26 um 10:14:
Moin Henning,

auch bei den Römern den alten
kennst du dich bestens aus
wie die ihr Jahr so verwalten
mir sind schon deren Zahlen ein Graus

Liebe Grüße
TT


Antwort geändert am 25.04.2026 um 19:06 Uhr

 harzgebirgler meinte dazu am 24.04.26 um 14:01:
:) :) :D :D

 Nuna (23.04.26, 14:23)
Toll Tasso :) . Ein gute Laune Gedicht :)


Liebe Grüße Nuna

 TassoTuwas meinte dazu am 24.04.26 um 01:36:
Moin Nuna,

freut mich, dass es dir gefallen hat!

Herzliche Grüße
TT

PS Meine Tochter hat auch am 14.4. Purzeltag  :) !

 Didi.Costaire (23.04.26, 14:38)
Hallo Tasso,

ich bin ganz angetan, sowohl von deinem Gedicht als auch vom Wetter.

Heut zeigt sich das immer schon muntere Kind
so stürmisch und wild wie ein Flegel.
Da flattern die Laken zum Trocknen im Wind
als wären sie mächtige Segel.

Liebe Grüße,
Dirk

 TassoTuwas meinte dazu am 25.04.26 um 09:51:
Moin Dirk,

ich wollte dir - da sei gewiss - nichts antun
es gibt beim besten Willen nichts zu meckern
ob Terzine Elegie Fatras Stanze Ode oder Pantun 
du gibst immer Vollgas du kennst kein Kleckern

Ich schwöre   !
LG TT

 Moppel (24.04.26, 11:38)
aber der April ist launisch, das ist das wilde Kind nicht. Es ist ein Freigeist... ich kenne es. Es wohnt in mir drin... Grins von M.

 TassoTuwas meinte dazu am 25.04.26 um 19:03:
Hallo Moppel,

lass den kleinen Racker ans Licht oder handelt es sich um eine Pseudogravidität  :O  ?

Herzliche Grüße
TT

 klausKuckuck (25.04.26, 02:41)
Verehrter Nachbar,
deine April-Göre wird am 27. des Monats auch auf der lyrikLeine ihr Unwesen treiben,
Gruß KK

 AchterZwerg meinte dazu am 25.04.26 um 07:19:
Recht so!  <3

 TassoTuwas meinte dazu am 25.04.26 um 09:57:
Hallo Nachbar,

wirklich eine schöne Überraschung :D !

LG TT

 AnneSeltmann (07.05.26, 09:58)
Guten Morgen!

Was für ein warmes, lebendiges Gedicht. Beim Lesen hatte ich sofort dieses Bild eines jungen, wilden Frühlingsmenschen vor Augen — voller Licht, Trotz, Lachen und Bewegung. „Aprilgesicht“ ist dabei ein wunderschönes Wort. Es klingt verspielt, zärtlich und gleichzeitig nach Wetterwechsel, Freiheit und Überraschung.
Besonders mag ich die Zeile:
„wo andre weinen möchten ist es dir zum Lachen“
Darin steckt etwas wunderbar Unangepasstes, fast Befreiendes. Diese Figur wirkt wie jemand, der sich das Staunen und die Leichtigkeit nicht nehmen lässt.
Auch die Naturbilder gefallen mir sehr: der warme Regen, der Frühjahrswind, die Sommersprossen — alles wirkt lebendig und farbig, ohne überladen zu sein. Das Gedicht hat dadurch etwas Helles und Luftiges, fast als würde man beim Lesen selbst frische Frühlingsluft einatmen.
Und der letzte Satz berührt besonders, weil darin nicht nur Bewunderung steckt, sondern auch Sehnsucht nach genau dieser Unbeschwertheit. Das macht den Text so menschlich und charmant.



Liebe Grüße

Anne

 TassoTuwas meinte dazu am 09.05.26 um 00:54:
Liebe Anne,

dass dieses Gedicht dich zu so vielen beeindruckenden Gedanken gebracht hat, ist mir eine große Freude, denn es zeigt, dass dich diese Zeilen erreicht haben und was kann man sich mehr wünschen.
Es ist auch ein durch den Abstand vieler Jahre gemilderter Blick auf die Zeit, als wir noch jung und wild waren.
Oder wie du sagst unbeschwert.

Herzliche Grüße und Dank
TT
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