Wie Flüsse, die sich berühren

Gedicht zum Thema Freundschaft

von  Saira

Freundschaft flüstert
zwischen alten Bäumen,
deren Wurzeln tief verborgen
sich in der Erde weit verzweigen
und alles tragen,
was Zeit und Stille formt.


Sie tanzt als Licht
auf dunklem Wasser,
flackert in Träumen,
ein Spiegel, der nicht zerbricht,
selbst wenn Stürme Blätter wirbeln.

Sanft schwebt sie durch die Luft,
webt leise Fäden
zwischen Stunden,
Räumen, Augenblicken,
die wir oft nicht sehen,
aber in uns fühlen.


 

 

©Sigrun Al-Badri/ 2026



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Kommentare zu diesem Text


 Reliwette (23.03.26, 13:17)
Liebe Saira, das ist Freundschaft, die lebt und getragen wird. Das ist ein sehr sensibles, feingessponnene Gedicht, das berührt und bleibt.

Leider gibt es auch Freundschaften, die aus verschiedenen Ursachen heraus beendet wurden, sei es durch Tod, Trennung  oder Zerwürfnis
                      
                          Abschied
            
              Wo sich die Wege trennen
            lass ich ein Stück von mir zurück:
                  Zeitsand hat überflutet:
                 Erinnerungen an morgen,  
                  Hoffnungen an gestern 
            Zeitraffend eilt der Zeiger zum Tor! 
                         Nur Liebe bleibt 

Ich grüße Dich von Herzen!
Reli

Kommentar geändert am 23.03.2026 um 13:18 Uhr

Kommentar geändert am 23.03.2026 um 13:20 Uhr

 Saira meinte dazu am 23.03.26 um 14:59:
Lieber Reli,

deine Worte sind wie Flüsse, die sanft an meinen Zeilen entlanggleiten. Ich spüre das Stück von dir, das du an den Weggabelungen zurücklässt … es fließt weiter in Erinnerungen, in Hoffnungen, in der Liebe, die bleibt.

Auch Abschied kann leise tanzen: wie Licht auf dunklem Wasser, das selbst im Sturm nicht zerbricht, wie Wurzeln, die sich unter der Erde heimlich verbinden, auch wenn ihre Bäume auseinanderstehen. Freundschaft bleibt selbst dort, wo Wege sich trennen, durch Erinnerung.

Danke und liebe Grüße
Saira

Antwort geändert am 23.03.2026 um 14:59 Uhr

 EkkehartMittelberg (23.03.26, 17:19)
Hallo Sigi,
Freundschaft wird noch kostbarer, wenn sie Proben besteht.
Liebe Grüße
Ekki

 Saira antwortete darauf am 24.03.26 um 09:41:
Hallo Ekki,

was bleibt nach der Probe, ist nicht mehr fragil.

Es ist geworden.

Liebe Grüße

Sigi

 Alabanda (23.03.26, 22:31)
Diesmal sind die Pflanzenanalogien gelungen, sehr poetisch.

 Saira schrieb daraufhin am 24.03.26 um 09:43:
Wie schön, dass die Bilder für dich tragen.

Danke dir. 

LG
Saira

 plotzn (24.03.26, 08:32)
Schöne Metaphern für die innere Verbundenheit und das "blinde Verständnis", die Freunschaft ausmachen, liebe Sigi!

Herzliche Grüße!
Stefan

 Saira äußerte darauf am 24.03.26 um 09:45:
Lieber Stefan,

ein Wissen, das keine Worte braucht.

Danke dir.

Herzliche Grüße
Sigi

 TassoTuwas (24.03.26, 09:12)
Hallo Sigi,

sie beginnt als zartes Pflänzchen, das zum Baum mit starken Wurzelwerk heranwächst, bereit jedem Sturm zu trotzen.
Sie ist wie zwei Flüsse verschiedener Farben, die zusammen fließen, dabei größer und stärker werden. 

Sie braucht keine zur Schaustellung und wird doch sichtbar.

Freundschaft kann nicht besser beschrieben werden, wie in diesem Gedicht!

Herzliche Grüße
TT

 Saira ergänzte dazu am 24.03.26 um 09:49:
Lieber Tasso,

zwischen deinen Bildern und meinen Zeilen liegt etwas, das keine Sprache braucht. 

Es ist einfach da: ruhig, tragend, gewiss.

Herzliche Grüße
Sigi

 Moppel (24.03.26, 18:24)
Freundschaft st ein Geschenk. Manche überdauert die Jahre, die Veränderung im Alter. Andere nicht.
Eine gute Freundschaft wird hier beschrieben. Poetisch, zart und würdigend. Wie es ihr gebührt.
lG von M.
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