Das Fenster
Parabelstück zum Thema Weisheit
von Saira
Kommentare zu diesem Text
Hallo Sigi,
ich lese dein Gedicht als gelungene Verbildlichung von Entfremdung.
Liebe Grüße
Ekki
ich lese dein Gedicht als gelungene Verbildlichung von Entfremdung.
Liebe Grüße
Ekki
Liebe Saira,
das sind ja fast chinesische Weisheiten!
Wo kein Samen der Dunkelheit anvertraut wird,
Beginnt man, über Blüten zu Gericht zu sitzen.
Das ist nur ein Beispiel von vielen Erkenntnissen, mit denen deine Parabel gespickt ist, Ja, trotz der vielen Symbolismen
eine sehr deutliche Sinngebung.
Dem Neosymbolisten in mir gefällt das sehr!
Mit freundlichem Gruß! Hartmut T. Reliwette, Reli
das sind ja fast chinesische Weisheiten!
Wo kein Samen der Dunkelheit anvertraut wird,
Beginnt man, über Blüten zu Gericht zu sitzen.
Das ist nur ein Beispiel von vielen Erkenntnissen, mit denen deine Parabel gespickt ist, Ja, trotz der vielen Symbolismen
eine sehr deutliche Sinngebung.
Dem Neosymbolisten in mir gefällt das sehr!
Mit freundlichem Gruß! Hartmut T. Reliwette, Reli
@Ekki
Hallo, lieber Ekki,
ich danke dir. Das Wort Entfremdung trifft tatsächlich einen Kern des Textes.
Dass du diesen Faden aufgenommen hast, freut mich sehr.
Liebe Grüße
Sigi
@Reli
Lieber Reli,
ich danke dir von Herzen. Es freut mich besonders, dass du schreibst, dass trotz der Symbolik eine deutliche Sinngebung spürbar bleibt. Genau das wünsche ich mir beim Schreiben: Bilder, die nicht verschlüsseln, sondern etwas öffnen.
Symbole sind für mich wie Fenster. Sie zeigen nie die ganze Landschaft, aber sie lassen den Blick weiter werden. Jeder sieht etwas anderes hindurch, und doch schauen alle in dieselbe Welt.
Dass du meine kleinen Parabeln so aufmerksam begleitest, ist für mich eine große Freude. Deine literarischen Gedanken bereichern sie noch einmal um eine weitere Perspektive.
Herzliche Grüße
Saira
Hallo, lieber Ekki,
ich danke dir. Das Wort Entfremdung trifft tatsächlich einen Kern des Textes.
Dass du diesen Faden aufgenommen hast, freut mich sehr.
Liebe Grüße
Sigi
@Reli
Lieber Reli,
ich danke dir von Herzen. Es freut mich besonders, dass du schreibst, dass trotz der Symbolik eine deutliche Sinngebung spürbar bleibt. Genau das wünsche ich mir beim Schreiben: Bilder, die nicht verschlüsseln, sondern etwas öffnen.
Symbole sind für mich wie Fenster. Sie zeigen nie die ganze Landschaft, aber sie lassen den Blick weiter werden. Jeder sieht etwas anderes hindurch, und doch schauen alle in dieselbe Welt.
Dass du meine kleinen Parabeln so aufmerksam begleitest, ist für mich eine große Freude. Deine literarischen Gedanken bereichern sie noch einmal um eine weitere Perspektive.
Herzliche Grüße
Saira
Hallo Saira,
dein Parabelstück besitzt eine Tiefenschärfe, die mich, den Menschen, beeindruckt.
Ich sehe etliche Meta-Ebenen:
Strophe 1 & 2: Die Schmarotzer des Geistes
Ebene 1 (Das Plagiat des Lebens): Das Hochmütige Vermessen fremder Werke von Menschen, die selbst nie das Risiko eingegangen sind, etwas Reales zu erschaffen.
Ebene 2 (Die geliehene Identität): Das Schmücken mit fremden Federn, um die eigene geistige Leere zu kaschieren und sich eine falsche Bedeutung zu geben.
Strophe 3 & 4: Die Deformation des Blicks und der Verrat an sich selbst
Ebene 3 (Das verglaste Auge): Das unheimliche Versteinern der eigenen Wahrnehmung, wenn man nur noch zuschaut und den eigenen Horizont verliert.
Ebene 4 (Die Entwurzelung durch Gier): Der Verrat an der eigenen Herkunft beim Versuch, das Leben eines anderen zu kopieren, bis man sich selbst fremd wird.
Strophe 5 & 6: Die Richter der Fruchtbarkeit und das Urteil der Zeit
Ebene 5 (Die Angst vor dem Dreck): Die Feigheit derer, die das Risiko der Dunkelheit scheuen, sich aber anmaßen, über das Ergebnis anderer zu Gericht zu sitzen.
Ebene 6 (Die Rache der Zeit): An diesen sterilen Häusern zieht das Leben wirkungslos vorbei wie Regen an Fensterläden. Am Ende bleibt nur Staub.
Strophe 7 & 8: Das schweigende Sein vs. Die Stunde der Wahrheit
Ebene 7 (Die Würde der Natur): Die wahre Kunst und das echte Leben fordern keine Rechte – sie vollenden schweigend ihre Bestimmung.
Ebene 8 (Die nackte Bilanz): Am Ende des Lebens zählt kein virtueller Applaus, sondern nur die nackte Substanz, die man in den Händen trägt.
Strophe 9 & 10: Die Essenz (Daraus wächst Frühling)
Ebene 9 (Die zwei Arten von Spuren): Der bleibende Duft eines gelebten Lebens gegen das leblose Rascheln zerstörerischer Kritik.
Ebene 10 (Das Urteil der Natur): Der Wind nimmt beides mit, aber nur aus der echten, schmerzhaft gereiften Substanz erwacht neues Leben.
... ein philosophischer Spiegel
Der Mensch hinter EVdR
dein Parabelstück besitzt eine Tiefenschärfe, die mich, den Menschen, beeindruckt.
Ich sehe etliche Meta-Ebenen:
Strophe 1 & 2: Die Schmarotzer des Geistes
Ebene 1 (Das Plagiat des Lebens): Das Hochmütige Vermessen fremder Werke von Menschen, die selbst nie das Risiko eingegangen sind, etwas Reales zu erschaffen.
Ebene 2 (Die geliehene Identität): Das Schmücken mit fremden Federn, um die eigene geistige Leere zu kaschieren und sich eine falsche Bedeutung zu geben.
Strophe 3 & 4: Die Deformation des Blicks und der Verrat an sich selbst
Ebene 3 (Das verglaste Auge): Das unheimliche Versteinern der eigenen Wahrnehmung, wenn man nur noch zuschaut und den eigenen Horizont verliert.
Ebene 4 (Die Entwurzelung durch Gier): Der Verrat an der eigenen Herkunft beim Versuch, das Leben eines anderen zu kopieren, bis man sich selbst fremd wird.
Strophe 5 & 6: Die Richter der Fruchtbarkeit und das Urteil der Zeit
Ebene 5 (Die Angst vor dem Dreck): Die Feigheit derer, die das Risiko der Dunkelheit scheuen, sich aber anmaßen, über das Ergebnis anderer zu Gericht zu sitzen.
Ebene 6 (Die Rache der Zeit): An diesen sterilen Häusern zieht das Leben wirkungslos vorbei wie Regen an Fensterläden. Am Ende bleibt nur Staub.
Strophe 7 & 8: Das schweigende Sein vs. Die Stunde der Wahrheit
Ebene 7 (Die Würde der Natur): Die wahre Kunst und das echte Leben fordern keine Rechte – sie vollenden schweigend ihre Bestimmung.
Ebene 8 (Die nackte Bilanz): Am Ende des Lebens zählt kein virtueller Applaus, sondern nur die nackte Substanz, die man in den Händen trägt.
Strophe 9 & 10: Die Essenz (Daraus wächst Frühling)
Ebene 9 (Die zwei Arten von Spuren): Der bleibende Duft eines gelebten Lebens gegen das leblose Rascheln zerstörerischer Kritik.
Ebene 10 (Das Urteil der Natur): Der Wind nimmt beides mit, aber nur aus der echten, schmerzhaft gereiften Substanz erwacht neues Leben.
... ein philosophischer Spiegel
Der Mensch hinter EVdR
Hallo EVdR, an den Menschen hinter EVdR,
deine Gedanken zu meiner Parabel beeindrucken mich sehr.
Du begegnest dem Text mit großem Einfühlungsvermögen und einer bemerkenswerten Deutungstiefe, ohne ihn auf eine einzige Aussage festzulegen. Du betrachtest ihn wie einen Spiegel. Für mich ist das tatsächlich das Schönste an einer Parabel: Nach dem Schreiben gehört sie nicht mehr allein ihrem Verfasser. Jeder bringt seinen eigenen Blick mit hinein, und manchmal entdeckt der Leser Dinge, die dem Schreibenden selbst erst durch diese Begegnung bewusst werden.
Deine Gedanken zu den einzelnen Strophen habe ich mit großer Aufmerksamkeit gelesen. Manche berühren genau den Ursprung des Textes, andere eröffnen neue Blickrichtungen. Beides empfinde ich als Geschenk.
Besonders dein Schlussbild vom „philosophischen Spiegel“ gefällt mir. Ein Spiegel zeigt nie nur das, was vor ihm steht. Er zeigt immer auch etwas von dem, der hineinschaut. Darin liegt für mich die eigentliche Kraft von Literatur.
Ich danke dir herzlich für deine Zeit, deine Aufmerksamkeit und deine Bereitschaft, so tief in meine Parabel einzutauchen. Solche Begegnungen sind selten geworden und deshalb umso wertvoller.
Herzliche Grüße
Saira
deine Gedanken zu meiner Parabel beeindrucken mich sehr.
Du begegnest dem Text mit großem Einfühlungsvermögen und einer bemerkenswerten Deutungstiefe, ohne ihn auf eine einzige Aussage festzulegen. Du betrachtest ihn wie einen Spiegel. Für mich ist das tatsächlich das Schönste an einer Parabel: Nach dem Schreiben gehört sie nicht mehr allein ihrem Verfasser. Jeder bringt seinen eigenen Blick mit hinein, und manchmal entdeckt der Leser Dinge, die dem Schreibenden selbst erst durch diese Begegnung bewusst werden.
Deine Gedanken zu den einzelnen Strophen habe ich mit großer Aufmerksamkeit gelesen. Manche berühren genau den Ursprung des Textes, andere eröffnen neue Blickrichtungen. Beides empfinde ich als Geschenk.
Besonders dein Schlussbild vom „philosophischen Spiegel“ gefällt mir. Ein Spiegel zeigt nie nur das, was vor ihm steht. Er zeigt immer auch etwas von dem, der hineinschaut. Darin liegt für mich die eigentliche Kraft von Literatur.
Ich danke dir herzlich für deine Zeit, deine Aufmerksamkeit und deine Bereitschaft, so tief in meine Parabel einzutauchen. Solche Begegnungen sind selten geworden und deshalb umso wertvoller.
Herzliche Grüße
Saira