Nachhall

Kurzgedicht zum Thema Nähe

von  Saira

Ein Wort
hing in der Nacht.

 

Der Schlaf
trug es weiter.

 

Am Morgen
nur Stille.

 

Nichts war verloren.

 

Nähe
blieb.

 

 

 

©Sigrun Al-Badri/ 2026



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Kommentare zu diesem Text


 HannaScotti (17.08.26, 10:17)
beeindruckend, was zwischen den Zeilen steht. ich liebe solche offenen Gedichte.
LG Hanna

 Saira meinte dazu am 17.08.26 um 13:04:
Hallo Hanna,

mir gefällt der Gedanke, dass jeder Leser in dieser Stille etwas Eigenes finden darf.

Danke dir sehr!

Liebe Grüße
Saira

 HannaScotti antwortete darauf am 17.08.26 um 14:03:
genau das trägt mich durch dein Gedicht, die Freiheit.
LG Hanna

 GastIltis schrieb daraufhin am 18.08.26 um 16:42:
Hallo Hanna, hier zum Thema Freiheit: Abraham Lincoln: "Die Welt hat nie eine gute Definition für das Wort Freiheit gefunden." Das war Teil eins, jetzt Teil zwei: bei uns in Meck-Pomm läuft z.Z. der Wahlkampf. Und eine Wahlkämpferin namens Frauke Petry ist (offenbar) Mittelpunkt von Wahlplakaten "Team Freiheit". Und zwar ganz in schwarz gehalten. Was die Dame ausgerechnet hier sucht, ist mir völlig unbekannt, wahrscheinlich ist es Teil der Freiheit.
LG von Gil.

 HannaScotti äußerte darauf am 18.08.26 um 17:01:
Hallo Gastilitis, habe ich den Begriff "Freiheit" inflationär benutzt?
Du hast Recht, ein zu großes Wort, danke für den Hinweis
LG Hanna

 Saira ergänzte dazu am 19.08.26 um 11:48:
Liebe Hanna, lieber Gil,

wie unterschiedlich ein einziges Wort doch weiterwandern kann. Du, liebe Hanna, meinst die Freiheit des Lesens, du, lieber Gil, öffnest damit gleich die Tür zur großen Welt.

Für meinen „Nachhall“ gefällt mir die kleine Freiheit besonders gut: dass niemand festlegen muss, was in der Stille weiterklingt.

Herzliche Grüße an euch beide

Saira/ Sigi

 GastIltis meinte dazu am 19.08.26 um 12:41:
Danke Sigi, deine Zeilen zeigen wieder einmal, dass dir sehr viel am Vermitteln bzw. Ausgleichen liegt. Das fand ich schon immer und finde ich gut.

Und zu dir Hanna, von inflationär würde ich erst reden, wenn du, wie vor Jahren einmal Joachim Gauck, ich halte nebenbei nichts von ehemaligen Kirchenleuten in der Politik, in einer Rede, die ich leider (oder zum Glück) nicht selbst gehört habe, siebzig Mal den Begriff Freiheit verwendet hättest.

Seid beide herzlich gegrüßt von Gil.

 Reliwette (17.08.26, 10:28)
Hallo Saira,
wenn ein Gedanke die Nacht beherrscht und sie transportiert ihn in den Morgen sucht ein Fagezeichen nach Antwort und dann bleibt
Nähe!
Ein schöner Text!
Lieber Gruß! Reli

 Saira meinte dazu am 17.08.26 um 13:06:
Moin Reli,

nicht alles erreicht den Morgen in derselben Gestalt – manches verliert seine Schwere, anderes gewinnt an Bedeutung. Und wenn am Ende Nähe bleibt, ist wohl das Wesentliche angekommen.

Danke dir für dein schönes Weiterdenken!

Liebe Grüße

Saira

 EkkehartMittelberg (17.08.26, 10:30)
Hallo Sigi,

das Zauberwort kann sich nachts entfalten.

Liebe Grüße
Ekki

 Saira meinte dazu am 17.08.26 um 13:08:
Hallo Ekki,

ein Zauberwort, das sich erst entfaltet, wenn alles andere still geworden ist, ist ein schöner Gedanke. 

Ich danke dir!

Liebe Grüße
Sigi
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