Eiertanz
Satire zum Thema Stillstand
von Saira
Anmerkung von Saira:
Politik ist nicht gescheitert, weil sie nichts weiß –
sondern weil sie weitermacht, obwohl sie schon alles weiß.
Kommentare zu diesem Text
Ja," Eiertanz" ist eine zutreffende Metapher. Wer es drastischer sieht (oder empfindet), mag auch sagen: Tanz am Rande eines Vulkans. Die Lava, die er spuckt, ist von sehr weit sichtbar, das Grollen unüberhörbar. Noch sind es nur Sorgen, die uns drücken, hoffentlich nicht schon bald die nackte Angst.
Staaten klumpen zusammen, einstige Zusammenhalte stürzen ins Bodenlose. Neue Ideen schmelzen wie Fetteinlagen auf der Bratpfanne, die sich langsam erhitzt. Selbst Löcher lösen sich auf: ein surrealistisches Bild, unwirklich und verzerrt. Reden können und wollen fast alle. "Man könnte, man wollte - hätte, hätte, Fahrradkette, Die reinsten Dichter: ein verfüßiger Trochäus ohne wesentlich erkennaren Inhalt.
Philosophen an die Macht? Ja, aber sie haben keine Ahnung von Wirtschaft. Sie leben in Fässern. Wie sieht das aus im Fernsehen? Selbst Günter Jauch knüpft sich das Jakett zu, wenn er aufsteht. Welcher Schneider hat das hingekriegt?
Mir bleibt nur noch Satire, um nicht am "Rad zu drehn". Andere versuchen- nur mit der eigenen Anwesenheit Geld zu machen. Huch, sie hat die Haare schön! Aber was sie reden ist Sperrmüll - leider.
Liebe Saira, ich würde Dir gerne eine Blume dichten. eine Rose mit langem Stil, aber sie müsste mit einm Glas voller Tränen vorlieb nehmen.
ein lieber Gruß!
Reli
Staaten klumpen zusammen, einstige Zusammenhalte stürzen ins Bodenlose. Neue Ideen schmelzen wie Fetteinlagen auf der Bratpfanne, die sich langsam erhitzt. Selbst Löcher lösen sich auf: ein surrealistisches Bild, unwirklich und verzerrt. Reden können und wollen fast alle. "Man könnte, man wollte - hätte, hätte, Fahrradkette, Die reinsten Dichter: ein verfüßiger Trochäus ohne wesentlich erkennaren Inhalt.
Philosophen an die Macht? Ja, aber sie haben keine Ahnung von Wirtschaft. Sie leben in Fässern. Wie sieht das aus im Fernsehen? Selbst Günter Jauch knüpft sich das Jakett zu, wenn er aufsteht. Welcher Schneider hat das hingekriegt?
Mir bleibt nur noch Satire, um nicht am "Rad zu drehn". Andere versuchen- nur mit der eigenen Anwesenheit Geld zu machen. Huch, sie hat die Haare schön! Aber was sie reden ist Sperrmüll - leider.
Liebe Saira, ich würde Dir gerne eine Blume dichten. eine Rose mit langem Stil, aber sie müsste mit einm Glas voller Tränen vorlieb nehmen.
ein lieber Gruß!
Reli
Kommentar geändert am 29.03.2026 um 15:41 Uhr
Kommentar geändert am 29.03.2026 um 22:12 Uhr
Lieber Reli,
deine Bilder sprengen fast die Zeilen, die ich geschrieben habe – Lava, die sichtbar spuckt, Fette, die auf der Bratpfanne zerschmelzen … ich spüre die unterschwellige Hitze der Politik. Deine Trochäus-Metapher passt wunderbar zum taumelnden Rhythmus der Macht.
Ich nehme die Rose mit dem Glas voller Tränen gerne – sie passt zu diesem Tanz auf zerbrochenem Eis. Danke für die poetische Verstärkung des Eiertanzes!
Liebe Grüße
Saira
deine Bilder sprengen fast die Zeilen, die ich geschrieben habe – Lava, die sichtbar spuckt, Fette, die auf der Bratpfanne zerschmelzen … ich spüre die unterschwellige Hitze der Politik. Deine Trochäus-Metapher passt wunderbar zum taumelnden Rhythmus der Macht.
Ich nehme die Rose mit dem Glas voller Tränen gerne – sie passt zu diesem Tanz auf zerbrochenem Eis. Danke für die poetische Verstärkung des Eiertanzes!
Liebe Grüße
Saira
Moin Sigi,
die Lage war noch nie so ernst
und jetzt ist es wirklich so.
Klingbeil hat sich sogar schon das Wissing-Buch vorbestellt. Verantwortung und dazu Vertrauen, Das Richtige tun, Gelassenheit und Demokratischer Optimismus. Vielleicht hilft es ja.
Liebe Grüße,
Dirk
die Lage war noch nie so ernst
und jetzt ist es wirklich so.
Klingbeil hat sich sogar schon das Wissing-Buch vorbestellt. Verantwortung und dazu Vertrauen, Das Richtige tun, Gelassenheit und Demokratischer Optimismus. Vielleicht hilft es ja.
Liebe Grüße,
Dirk
Kommentar geändert am 29.03.2026 um 16:49 Uhr
Moin Dirk,
wenn Bücher helfen könnten, hätten wir längst keine Risse mehr. Aber vielleicht ist es schon viel, dass noch jemand liest, bevor er den nächsten Schritt setzt.
Liebe Grüße
Sigi
wenn Bücher helfen könnten, hätten wir längst keine Risse mehr. Aber vielleicht ist es schon viel, dass noch jemand liest, bevor er den nächsten Schritt setzt.
Liebe Grüße
Sigi
Gut beschrieben, liebe Sigi, und treffend. Leider.
Höcke holt schon mal sein Diätbuch "Kein Mampf" aus dem Regal...
Liebe Grüße
Stefan
Höcke holt schon mal sein Diätbuch "Kein Mampf" aus dem Regal...
Liebe Grüße
Stefan
Servus Stefan,
manchmal reicht ein veränderter Titel, um zu zeigen, wie nah sich Absurdität und Abgrund noch immer sind.
Liebe Grüße
Sigi
manchmal reicht ein veränderter Titel, um zu zeigen, wie nah sich Absurdität und Abgrund noch immer sind.
Liebe Grüße
Sigi
Hallo Sigi,
wer beim Eiertanz nichts zertritt,
schlängelt sich durch, scheinbar fit.
Liebe Grüße
Ekki
wer beim Eiertanz nichts zertritt,
schlängelt sich durch, scheinbar fit.
Liebe Grüße
Ekki
Hallo Ekki,
genau dieses „scheinbar fit“ trifft es gut – als wäre das Ausweichen selbst schon zur eigentlichen Bewegung geworden.
Danke dir für diese pointierte Verdichtung.
Liebe Grüße
Sigi
genau dieses „scheinbar fit“ trifft es gut – als wäre das Ausweichen selbst schon zur eigentlichen Bewegung geworden.
Danke dir für diese pointierte Verdichtung.
Liebe Grüße
Sigi
Mir erscheint Dein Text wie ein Puzzle; Versatzstücke, denen man unterstellt, sie passen irgendwie zusammen, aber sie stammen offensichtlich aus verschiedenen Kartons....
Es wird trotzdem weiter gepuzzelt.
LG
Eiskimo
Es wird trotzdem weiter gepuzzelt.
LG
Eiskimo
Hallo eiskimo,
dein Eindruck ist sehr nachvollziehbar.
Für mich liegt genau darin die Bewegung des Textes: dass die Teile nicht mehr selbstverständlich zusammenpassen – und trotzdem weiter gefügt werden, als gäbe es noch ein Ganzes.
Danke dir für deinen Gedanken.
Liebe Grüße
Saira
dein Eindruck ist sehr nachvollziehbar.
Für mich liegt genau darin die Bewegung des Textes: dass die Teile nicht mehr selbstverständlich zusammenpassen – und trotzdem weiter gefügt werden, als gäbe es noch ein Ganzes.
Danke dir für deinen Gedanken.
Liebe Grüße
Saira
Moin Sigi,
zu deiner Anmerkung.
Wo das Wahlvolk nach süßem Brei schreit, bekommt es ihn geliefert!
Es geht auch anders,
1940 W. Churchill im Unterhaus: "Ich habe nichts anzubieten, außer Blut, Schweiß und Tränen...".
1961 J.F. Kennedy, Antrittsrede seiner Präsidentschaft: "Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst".
Und die hatten nachweißlich nichts geraucht!
Herzliche Grüße
TT
zu deiner Anmerkung.
Wo das Wahlvolk nach süßem Brei schreit, bekommt es ihn geliefert!
Es geht auch anders,
1940 W. Churchill im Unterhaus: "Ich habe nichts anzubieten, außer Blut, Schweiß und Tränen...".
1961 J.F. Kennedy, Antrittsrede seiner Präsidentschaft: "Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst".
Und die hatten nachweißlich nichts geraucht!
Herzliche Grüße
TT
Moin Tasso,
dein Vergleich trifft.
Früher waren große Sätze eine Zumutung. Heute sind sie oft Beruhigung. Sie forderten – heute überdecken sie, was fehlt.
Dein „süßer Brei“ bleibt. Er wird nicht nur gereicht, sondern auch verlangt.
Und vielleicht fehlt am Ende gar kein Rauch – sondern nur der Mut, nüchtern hinzusehen.
Herzliche Grüße
Sigi
dein Vergleich trifft.
Früher waren große Sätze eine Zumutung. Heute sind sie oft Beruhigung. Sie forderten – heute überdecken sie, was fehlt.
Dein „süßer Brei“ bleibt. Er wird nicht nur gereicht, sondern auch verlangt.
Und vielleicht fehlt am Ende gar kein Rauch – sondern nur der Mut, nüchtern hinzusehen.
Herzliche Grüße
Sigi
Sie sind wie Ärzte, die immer nur an den Symptomen rumdoktorn, die sie zu erkennen glauben.
Und statt dem Stehtoskop das Stereotyp verwenden.
Statt nach den Ursachen zu fragen und dann (be)handeln.
Und statt dem Stehtoskop das Stereotyp verwenden.
Statt nach den Ursachen zu fragen und dann (be)handeln.
Hallo Hannes,
stimmt.
Dein „Stereotyp statt Stethoskop“ trifft ins Zentrum: Es wird nicht mehr hingehört, sondern nur noch bestätigt, was man ohnehin sehen will.
So bleibt alles in Bewegung – und doch genau dort, wo es schon war.
Liebe Grüße
Saira
stimmt.
Dein „Stereotyp statt Stethoskop“ trifft ins Zentrum: Es wird nicht mehr hingehört, sondern nur noch bestätigt, was man ohnehin sehen will.
So bleibt alles in Bewegung – und doch genau dort, wo es schon war.
Liebe Grüße
Saira
Schon Vilfredo Pareto sprach vom Problem der Mediokrität als politische Führung: Inkompetenz ist gewollt, mediokre Politiker sind steuerbarer als gute Politiker, und solche werden gar nicht erst zur Wahl zugelassen.
Nicht Merz ist schuld oder verantwortlich, dass jetzt etwas passiert oder nicht passiert. Das wahre Übel ist, dass ein Merz offensichtlich das Höchste der Gefühle in der deutschen Politik derzeit darstellt.
Nicht Merz ist schuld oder verantwortlich, dass jetzt etwas passiert oder nicht passiert. Das wahre Übel ist, dass ein Merz offensichtlich das Höchste der Gefühle in der deutschen Politik derzeit darstellt.