Zartgewebt
Gedicht zum Thema Missbrauch
von Saira
Kommentare zu diesem Text
Hallo Sigi,
Missbrauch muss nicht brutal, er kann auch zartgewebt daherkommen. Am Ende aber steht immer "zerrissen...wunde Haut."
Liebe Grüße
Ekki
Missbrauch muss nicht brutal, er kann auch zartgewebt daherkommen. Am Ende aber steht immer "zerrissen...wunde Haut."
Liebe Grüße
Ekki
Hallo Ekki,
genau darin liegt für mich die eigentliche Tragik des LyrIchs: Das Zerstörerische kündigt sich nicht als Gewalt an, sondern zunächst als etwas Zartes, beinahe Behutsames. Das LyrIch erkennt die Fessel erst, als das vermeintliche Glück längst begonnen hat, seine Wahrnehmung und sein Selbstbild zu verändern. Das „Zartgewebte“ ist deshalb Schutzversprechen und Falle zugleich und am Ende zeigt sich, was darunter verborgen war.
Danke dir für dein genaues Lesen!
Liebe Grüße
Sigi
genau darin liegt für mich die eigentliche Tragik des LyrIchs: Das Zerstörerische kündigt sich nicht als Gewalt an, sondern zunächst als etwas Zartes, beinahe Behutsames. Das LyrIch erkennt die Fessel erst, als das vermeintliche Glück längst begonnen hat, seine Wahrnehmung und sein Selbstbild zu verändern. Das „Zartgewebte“ ist deshalb Schutzversprechen und Falle zugleich und am Ende zeigt sich, was darunter verborgen war.
Danke dir für dein genaues Lesen!
Liebe Grüße
Sigi
Hallo Saira,
Missbrauch, sexueller Missbrauch, vor allem bei Kindern und Abhängigen ist eines der schlmmsten Delikte und kommen unmittelbar hniter Mord und Totschlag.Wenn er gewaltfrei geschieht, beinhaltet das Delikt auch noch das Delikt des Betruges.
Das Gedicht beleuchtet diese Variante des Missbrauchs sehr intensiv.
Bei den Betroffenen bleibt ein Trauma zurück!
Lieber Gruß! Reli
Missbrauch, sexueller Missbrauch, vor allem bei Kindern und Abhängigen ist eines der schlmmsten Delikte und kommen unmittelbar hniter Mord und Totschlag.Wenn er gewaltfrei geschieht, beinhaltet das Delikt auch noch das Delikt des Betruges.
Das Gedicht beleuchtet diese Variante des Missbrauchs sehr intensiv.
Bei den Betroffenen bleibt ein Trauma zurück!
Lieber Gruß! Reli
Kommentar geändert am 26.08.2026 um 17:29 Uhr
Lieber Reli,
ja, und gerade die von dir angesprochene gewaltfreie Form wollte ich mit dem Gedicht erfassen. Das LyrIch erlebt den Missbrauch zunächst nicht als solchen. Nähe, Zuwendung und das Versprechen von Sicherheit verschleiern, was tatsächlich geschieht. Darin liegt für mich das besonders Verstörende: Die Verletzung entsteht nicht nur durch das Handeln des Gegenübers, sondern auch dadurch, dass die eigene Wahrnehmung des LyrIchs manipuliert wird.
Das Trauma zeigt sich deshalb im Gedicht nicht nur als Erinnerung an Geschehenes, sondern als Beschädigung des Selbstbildes, bis hin zum „Konterfei als Ungesicht“.
Ich danke dir für deine Gedanken zu meinem Gedicht!
Liebe Grüße
Saira
ja, und gerade die von dir angesprochene gewaltfreie Form wollte ich mit dem Gedicht erfassen. Das LyrIch erlebt den Missbrauch zunächst nicht als solchen. Nähe, Zuwendung und das Versprechen von Sicherheit verschleiern, was tatsächlich geschieht. Darin liegt für mich das besonders Verstörende: Die Verletzung entsteht nicht nur durch das Handeln des Gegenübers, sondern auch dadurch, dass die eigene Wahrnehmung des LyrIchs manipuliert wird.
Das Trauma zeigt sich deshalb im Gedicht nicht nur als Erinnerung an Geschehenes, sondern als Beschädigung des Selbstbildes, bis hin zum „Konterfei als Ungesicht“.
Ich danke dir für deine Gedanken zu meinem Gedicht!
Liebe Grüße
Saira
Du fasst etwas in Worte, was in den Opfern lastet und zehrt - so fühlt man als Außenstehender wenigstens im Ansatz etwas von diesem Wundsein mit.
Es ist wichtig, es spürbar zu machen. Auch so respektvoll, wie Du das kannst.
Liebe Grüße
Eiskimo
Es ist wichtig, es spürbar zu machen. Auch so respektvoll, wie Du das kannst.
Liebe Grüße
Eiskimo
Salut Eiskimo,
dein Wort vom „Wundsein“ trifft sehr genau, was ich mit dem Gedicht spürbar machen wollte.
Mir war dabei wichtig, nicht das Geschehen selbst in den Vordergrund zu rücken, sondern das, was es im Inneren eines Menschen hinterlässt und dies, wie du schreibst, mit dem nötigen Respekt zu tun.
Danke dir sehr für deine einfühlsamen Worte!
Liebe Grüße
Saira
dein Wort vom „Wundsein“ trifft sehr genau, was ich mit dem Gedicht spürbar machen wollte.
Mir war dabei wichtig, nicht das Geschehen selbst in den Vordergrund zu rücken, sondern das, was es im Inneren eines Menschen hinterlässt und dies, wie du schreibst, mit dem nötigen Respekt zu tun.
Danke dir sehr für deine einfühlsamen Worte!
Liebe Grüße
Saira