Karl 1917 – Kunkelstube der Seele
Gedicht zum Thema Wehmut
von Saira
Anmerkung von Saira:
In Anlehnung an die Bild- und Sprachwelt der deutschen Symbolisten.
Hagestolz – älterer Junggeselle.
Minne – idealisierte Liebe.
Kunkelstube – Spinnstube der Frauen. Hier: Stube tief im Inneren
hehr – erhaben, würdevoll.
Kommentare zu diesem Text
"Im Gemach der Nacht sitz ich allein,
die Stube atmet Jahre, staubverhangen."
wunderbar beschrieben. So wie der Rest auch. Sehr Bilderreich.
"verlorne Gärten,...wo Seelentrost die Felder härtet."- gefällt mir auch.
LG A.
die Stube atmet Jahre, staubverhangen."
wunderbar beschrieben. So wie der Rest auch. Sehr Bilderreich.
"verlorne Gärten,...wo Seelentrost die Felder härtet."- gefällt mir auch.
LG A.
Danke dir! Die „verlornen Gärten“ sind für mich ein Sehnsuchtsort, den Karl vielleicht nie betreten kann, der ihn aber dennoch trägt. Schön, dass dieses Bild zu dir gesprochen hat.
LG
Saira
LG
Saira
Hallo Sigi,
wahrscheinlich handelt es sich um einen Monolog und Karl hätte das alles uns gar nicht erzählt. Umso interessanter der Einblick in die Tiefen seines Seelenlebens.
Liebe Grüße,
Dirk
wahrscheinlich handelt es sich um einen Monolog und Karl hätte das alles uns gar nicht erzählt. Umso interessanter der Einblick in die Tiefen seines Seelenlebens.
Liebe Grüße,
Dirk
Hallo Dirk,
ja, genau so ist es gedacht: als ein leiser innerer Monolog, ein Blick in das, was ungesagt bleibt.
Herzliche Grüße
Sigi
ja, genau so ist es gedacht: als ein leiser innerer Monolog, ein Blick in das, was ungesagt bleibt.
Herzliche Grüße
Sigi
Antwort geändert am 23.01.2026 um 19:18 Uhr
Wie so oft wird klar, dass dort im Garten nur gedeiht was wir gesät,
Der Staub der über allen liegt
Ich nenne ihn zur Zeit
Gefrorenen Nebel weil er die Sicht versperrt,
Es muss noch einen Schlüssel geben
Der Staub der über allen liegt
Ich nenne ihn zur Zeit
Gefrorenen Nebel weil er die Sicht versperrt,
Es muss noch einen Schlüssel geben
Kommentar geändert am 23.01.2026 um 15:44 Uhr
Hallo Dance,
„Gefrorener Nebel“ ist ein starkes Bild. Ob es einen Schlüssel gibt … das bleibt offen, aber Karl sucht ihn, vielleicht unbewusst, in der Erinnerung.
Liebe Grüße
Saira
„Gefrorener Nebel“ ist ein starkes Bild. Ob es einen Schlüssel gibt … das bleibt offen, aber Karl sucht ihn, vielleicht unbewusst, in der Erinnerung.
Liebe Grüße
Saira
Liebe Sigi,
das Gedicht erinnert mich an die arme Zeit nach dem Krieg. Wenn sich der Tag neigte saß man in der Dämmerung zusammen, das war die Dunkelstunde. Da waren die Stimmen leiser, jeder ging seinen Gedanken nach und Erinnerungen wurden ausgetauscht.
Zusammensein war Wärme!
Liebe Grüße
TT
das Gedicht erinnert mich an die arme Zeit nach dem Krieg. Wenn sich der Tag neigte saß man in der Dämmerung zusammen, das war die Dunkelstunde. Da waren die Stimmen leiser, jeder ging seinen Gedanken nach und Erinnerungen wurden ausgetauscht.
Zusammensein war Wärme!
Liebe Grüße
TT
Lieber Tasso,
das ist ein schönes kulturgeschichtliches Echo. Die „Dunkelstunde“ als Ort des Erzählens, des Teilens von Erinnerungen … eine orale Kunkelstube der Seele.
Mein Gedicht versucht eher, die innere Version dieses Raumes zu fassen: den Ort, an dem Erinnerungen allein mit uns sprechen.
Deine Lesart erweitert diesen Raum ins Kollektive und macht ihn wärmer.
Vielen Dank dafür!
Liebe Grüße
Sigi
das ist ein schönes kulturgeschichtliches Echo. Die „Dunkelstunde“ als Ort des Erzählens, des Teilens von Erinnerungen … eine orale Kunkelstube der Seele.
Mein Gedicht versucht eher, die innere Version dieses Raumes zu fassen: den Ort, an dem Erinnerungen allein mit uns sprechen.
Deine Lesart erweitert diesen Raum ins Kollektive und macht ihn wärmer.
Vielen Dank dafür!
Liebe Grüße
Sigi
Hallo Sigi,
im Licht deiner Lyrik leuchtet Schönheit aus dem Dunkel der Vergangenheit.
Liebe Grüße
Ekki
im Licht deiner Lyrik leuchtet Schönheit aus dem Dunkel der Vergangenheit.
Liebe Grüße
Ekki
Hallo Ekki,
dein Bild vom Leuchten im Dunkel berührt mich. Karls Zeit ist voller Schatten, und das Gedicht mag ein kleiner Schein sein, der darüberstehen darf.
Liebe Grüße
Sigi
dein Bild vom Leuchten im Dunkel berührt mich. Karls Zeit ist voller Schatten, und das Gedicht mag ein kleiner Schein sein, der darüberstehen darf.
Liebe Grüße
Sigi