Im Schacht der Schatten
Gedicht zum Thema Verlorenheit
von Saira
Kommentare zu diesem Text
Saudade (49)
(04.09.25, 00:59)
(04.09.25, 00:59)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
Liebe Cori,
mit:
wollte ich das Gefühl beschreiben, das in Extremsituationen - wie etwa im Krieg oder in großer Gefahr - entstehen kann: Ein Verdacht, der so laut und allgegenwärtig im Kopf hallt, dass er fast körperlich spürbar wird, wie ein dumpfer, nicht enden wollender Lärm. Das „Höhnen“ bezieht sich darauf, dass dieser Verdacht nicht nur da ist, sondern sich fast spöttisch über den Protagonisten erhebt, ihn verhöhnt, weil er keine Sicherheit, sondern nur Unsicherheit und Angst bringt.
Im Kontext des Gedichts ist der „ferne Mörserschlag“ nicht nur ein reales Geräusch, sondern wird auch zum Symbol für die ständige Bedrohung und das Misstrauen, das in solchen Momenten alles durchdringt. Der Verdacht - vielleicht, dass der Schutz nicht ausreicht, dass Gefahr überall lauert - ist so laut und präsent wie der Mörserschlag selbst.
Ich hoffe, das macht die Zeile für dich etwas verständlicher!
Liebe Grüße
Sigi
mit:
Schwärze will ihn fassen,
ferner Mörserschlag
höhnt wie dröhnender Verdacht
ferner Mörserschlag
höhnt wie dröhnender Verdacht
wollte ich das Gefühl beschreiben, das in Extremsituationen - wie etwa im Krieg oder in großer Gefahr - entstehen kann: Ein Verdacht, der so laut und allgegenwärtig im Kopf hallt, dass er fast körperlich spürbar wird, wie ein dumpfer, nicht enden wollender Lärm. Das „Höhnen“ bezieht sich darauf, dass dieser Verdacht nicht nur da ist, sondern sich fast spöttisch über den Protagonisten erhebt, ihn verhöhnt, weil er keine Sicherheit, sondern nur Unsicherheit und Angst bringt.
Im Kontext des Gedichts ist der „ferne Mörserschlag“ nicht nur ein reales Geräusch, sondern wird auch zum Symbol für die ständige Bedrohung und das Misstrauen, das in solchen Momenten alles durchdringt. Der Verdacht - vielleicht, dass der Schutz nicht ausreicht, dass Gefahr überall lauert - ist so laut und präsent wie der Mörserschlag selbst.
Ich hoffe, das macht die Zeile für dich etwas verständlicher!
Liebe Grüße
Sigi
Saudade (49) antwortete darauf am 04.09.25 um 12:47:
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Liebe Sigi,
niemand wird geboren um in sich in einen Graben ducken zu müssen um das Ende des Beschusses zu überleben.
Graben und Grab, das gehört zusammen.
Und wer heute unversehrt im Graben geblieben ist, ist heute davongekommen, aber er weiß nicht, wie oft es sich wiederholen wird.
Aus einem Krieg kommt keiner unbeschadet nach Hause.
Gedanken zu deinem Gedicht.
LG TT
niemand wird geboren um in sich in einen Graben ducken zu müssen um das Ende des Beschusses zu überleben.
Graben und Grab, das gehört zusammen.
Und wer heute unversehrt im Graben geblieben ist, ist heute davongekommen, aber er weiß nicht, wie oft es sich wiederholen wird.
Aus einem Krieg kommt keiner unbeschadet nach Hause.
Gedanken zu deinem Gedicht.
LG TT
Lieber Tasso,
die Narben sind oft unsichtbar, aber sie prägen das Leben weiter, wie die Schattenmänner auf dem Schachbrett, die keine Harmonie mehr finden.
Danke für deine einfühlsame und nachdenkliche Rückmeldung.
Herzliche Grüße
Sigi
die Narben sind oft unsichtbar, aber sie prägen das Leben weiter, wie die Schattenmänner auf dem Schachbrett, die keine Harmonie mehr finden.
Danke für deine einfühlsame und nachdenkliche Rückmeldung.
Herzliche Grüße
Sigi
Zu wissen, dass derartige Todesorgien von Menschenhirn und Menschenhand bereitet werden.... Und nur unter Androhung von noch schlimmeren Orgien vermieden oder gestoppt - mon Dieu.
Stille Grüße
Eiskimo
Stille Grüße
Eiskimo
Lieber eiskimo,
Gewalt gebiert Gegengewalt, und die Spirale scheint endlos. Dass wir Menschen fähig sind, solch zerstörerische Szenarien zu entwerfen und zu vollstrecken, ist ein düsteres Paradox unserer Existenz.
Deine „stillen Grüße“ sind vielleicht das Einzige, was bleibt: ein leiser Protest gegen das Unaussprechliche.
Ich danke dir für deinen Kommentar und grüße dich still zurück,
Saira
Gewalt gebiert Gegengewalt, und die Spirale scheint endlos. Dass wir Menschen fähig sind, solch zerstörerische Szenarien zu entwerfen und zu vollstrecken, ist ein düsteres Paradox unserer Existenz.
Deine „stillen Grüße“ sind vielleicht das Einzige, was bleibt: ein leiser Protest gegen das Unaussprechliche.
Ich danke dir für deinen Kommentar und grüße dich still zurück,
Saira