Weihnachten ist ...

Aphorismus zum Thema Beobachtungen

von  Saira

... wenn sogar die Heuchelei heimelig wird.

 

... wenn selbst die Einsamkeit Gesellschaft bekommt.



 

 

 

©Sigrun Al-Badri/ 2025



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Kommentare zu diesem Text


 Alabanda (21.12.25, 13:51)
Heimeliche Heuchelei, das soll  Weihnachten sein?
Der Text ist ein Zerrbild, das sämtliche positiven Aspekte  ausblendet, glücklichen Familien das Weihnachtsfest nicht gönnt.


Hinge...te Christiophobie? Der Eindruck wird mindestens geweckt, wenn nicht bestätigt.

Kommentar geändert am 21.12.2025 um 14:01 Uhr

 Saira meinte dazu am 21.12.25 um 16:54:
Der Text formuliert eine Beobachtung, keine Wertung und erst recht kein Urteil über „das“ Weihnachtsfest.

Aphorismen blenden nicht „alles Positive aus“, sie fokussieren einen Aspekt.


Darin ein Zerrbild oder gar eine religiöse Feindseligkeit zu sehen, sagt mehr über deine Lesart aus als über den Text selbst.

 Alabanda antwortete darauf am 21.12.25 um 20:02:
Die Formulierung "Weihnachten.. ist" ist eine Gleichsetzung. Womit dann gleichgesetzt wird, enthaelt eben doch eine Wertung. Und seit wann hat Weihnachten keine religiöse Bedeutung? Das wäre mir neu.

Antwort geändert am 21.12.2025 um 20:02 Uhr

 Saira schrieb daraufhin am 22.12.25 um 09:54:
„Weihnachten ist …“ ist eine literarische Setzung, keine Definition.

Aphorismen behaupten keinen Alleinanspruch auf Wahrheit, sie markieren einen Blickwinkel.

Dass Weihnachten religiöse Bedeutung haben kann, bestreitet der Text nicht, er thematisiert gesellschaftliche Beobachtungen. 

Wer darin eine Kränkung des Festes oder eine Feindseligkeit gegenüber dem Glauben liest, verwechselt Beschreibung mit Angriff.

Der Aphorismus spricht nicht über Weihnachten,
sondern über das, was Menschen daraus machen.

 Alabanda äußerte darauf am 22.12.25 um 10:13:
eine literarische Setzung,

... die sprachlich etwas zum Ausdruck bringt. Eine präzise Auswahl aus einer Vielzahl möglicher Setzungen, die Eine Haltung transportiert.



Der Aphorismus spricht nicht über Weihnachten,
sondern über das, was Menschen daraus machen.
Der Aphorismus trägt seinen Teil dazu bei, mit bewusst gewählten sprachlichen Mitteln.

 Saira ergänzte dazu am 22.12.25 um 10:54:
Eine literarische Setzung ist nie neutral.

Der Text formuliert eine Haltung zu einer beobachtbaren sozialen Praxis, nicht zu Glauben oder Theologie.

Dass Sprache Wirklichkeit mitgestaltet, ist kein Gegenargument, sondern der Grund, warum Aphorismen geschrieben werden.

Weitere Zuschreibungen entstehen in der Lesart, nicht im Text.

 Didi.Costaire (21.12.25, 20:10)
Hallo Sigi,

andere sagen dazu: Weihnachten ist, wenn die besten Geschenke am Tisch sitzen und nicht unterm Baum liegen

und jeder nimmt Dinge anders wahr. Heuchelei und Einsamkeit sind dabei stark vertreten.

Liebe Grüße,
Dirk

 Saira meinte dazu am 22.12.25 um 09:56:
Danke, Dirk,

genau das ist der Punkt: Weihnachten bündelt Wahrnehmungen.

Für manche sind es Wärme und Nähe, für andere das, was fehlt oder das, was man überspielt.

Beides kann gleichzeitig wahr sein.


Liebe Grüße
Sigi

Antwort geändert am 22.12.2025 um 09:57 Uhr

 Regina (22.12.25, 03:45)
Sie hat es gesungen, was allen zu wünschen wäre:

Nicole: "Ein bisschen Frieden":

https://www.youtube.com/watch?v=RXVv6oyAzwk

 Saira meinte dazu am 22.12.25 um 09:58:
Danke für den Hinweis, Regina.

Der Wunsch nach Frieden ist zeitlos und gerade deshalb kollidiert er manchmal schmerzhaft mit der Wirklichkeit, die wir beobachten.

Ich wünsche dir eine friedliche Weihnachtszeit,
Saira

 AchterZwerg (22.12.25, 07:19)
Ja,
es wird vielerorts zähneknirschend geheuchelt.

Zuweilen sin die Einsamen zu beneiden ...

 Saira meinte dazu am 22.12.25 um 10:03:
Ja, liebe Freundin,

manchmal ist das Alleinsein ehrlicher als jedes erzwungene Beisammensein.

Danke, dass du das so still und klar aussprichst.

Ich wünsche dir besinnliche, schöne Weihnachten. 

Herzlichst
Sigi

Antwort geändert am 22.12.2025 um 10:04 Uhr

 plotzn (22.12.25, 09:08)
Servus Sigi,

in beiden Fällen verstärkt Weihnachten Zustände, die auch sonst schon da sind. "Höhepunkt des Jahres" trifft es dann auch in diesem Sinne...

Liebe Grüße
Stefan

 Saira meinte dazu am 22.12.25 um 10:07:
Das trifft es gut, lieber Stefan.

Weihnachten ist kein Ursprung, sondern ein Verstärker. Deshalb wirkt es für manche wie ein Höhepunkt und für andere wie ein Brennglas.

Herzliche Grüße
Sigi

 TassoTuwas (22.12.25, 11:33)
...schon lange nicht mehr das, für das es stehen sollte.

Liebe Grüße
TT

 Saira meinte dazu am 22.12.25 um 12:13:
Stimmt, mein lieber Freund,

und doch liegt in jedem Jahr die kleine Chance,
es ein wenig näher an das Gemeinte zu rücken.

 
Herzliche Grüße
Sigi
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