Das fünfte Gesicht
Groteske zum Thema Psychologische Phänomene
von Saira
Kommentare zu diesem Text
Moin Sigi,
das ist ja eine spannende Angelegenheit...
Ob Willi, ob Leni, ob Kalle -
der Teich schluckt sie nach und nach alle
und geht wer der Sach' auf den Grund,
dann ist das für ihn nicht gesund.
Liebe Grüße,
Dirk
das ist ja eine spannende Angelegenheit...
Ob Willi, ob Leni, ob Kalle -
der Teich schluckt sie nach und nach alle
und geht wer der Sach' auf den Grund,
dann ist das für ihn nicht gesund.
Liebe Grüße,
Dirk
Moin Dirk,
so kann’s einem ergehen: man will nur gucken- und schwupps, rutschst aus. Gluck!
Bleib gesund und halte die Füße trocken.
Liebe Grüße
Sigi
so kann’s einem ergehen: man will nur gucken- und schwupps, rutschst aus. Gluck!
Bleib gesund und halte die Füße trocken.
Liebe Grüße
Sigi
Vom Morast der alles verschlingt
Alles was er in sich begräbt
Als wähnte er Leben
Kann er halten
nur das Leben eben nicht
Nur Tote schimmern am Grund
Alles was er in sich begräbt
Als wähnte er Leben
Kann er halten
nur das Leben eben nicht
Nur Tote schimmern am Grund
Moin Dance,
oh ja, der Morast sammelt Lebensmüde, Vergessene und schlecht gelaunte Lyriker.
Gut gelaunte Grüße
Saira
oh ja, der Morast sammelt Lebensmüde, Vergessene und schlecht gelaunte Lyriker.
Gut gelaunte Grüße
Saira
hu! Gruselig. Moderne Ballade.
Manchmnal möchte man vielleicht gar nicht wissen, Saira,was da so alles am Grund wohnt... lG von M.
Manchmnal möchte man vielleicht gar nicht wissen, Saira,was da so alles am Grund wohnt... lG von M.
Moin Moppel,
stimmt, denn wer zu genau hinschaut, wird nur nass oder gluckst gemeinsam mit den anderen.
Gänsehautgrüße
Saira
stimmt, denn wer zu genau hinschaut, wird nur nass oder gluckst gemeinsam mit den anderen.
Gänsehautgrüße
Saira
Ja, liebe Saira, das ist das Drehbuch für den neuesten Tatort mit Komissar Thiel und Prof. Dr. Dr, Boerne, DerText hat noch genügend Luft für Axel Prahl, der aus Münster kommend mit dem Fahrrad über eine Wurzel fährt und kopfüber im Teich landet, während Prof. Dr. Dr. Boerne mit seinem Maserati einen Freosch überfährt, wobei die Staatanwältin mit der rauchigen Stimme nun selbst die Ermittlungen aufnimmt.
Schaurig und spannend, wenn eine Dorfschönheit gleich vier oder fünft verliebte Narren meuchelt und dabei sekbst ums Leben kommt.
Großartig in Szene gesetzt!
Lieber Gru9!
Reli
Schaurig und spannend, wenn eine Dorfschönheit gleich vier oder fünft verliebte Narren meuchelt und dabei sekbst ums Leben kommt.
Großartig in Szene gesetzt!
Lieber Gru9!
Reli
Kommentar geändert am 20.05.2026 um 21:21 Uhr
Kommentar geändert am 20.05.2026 um 21:22 Uhr

Moin lieber Reli,
wie ich sehe, bist du ebenfalls ein Boerne-Thiel-Tatort-Fan ... da sind wir schon mal auf einer Wellenlänge.
Ich liebe, wie absurd und chaotisch dein Tatort-Szenario ist: alle Figuren wild durcheinander, jeder gluckst, jeder stolpert, der arme Frosch mittendrin.
Genau die Mischung, die Thiel & Boerne in ihren Fällen so großartig machen, nur mit einem extra Schuss morbidem Humor.
Liebe Grüße
Sigi
Servus Sigi,
ich bin unvorsichtigerweise Deinem Text zu nahe gekommen, an der Kirschaugenstelle ausgerutscht und nun liege ich, in den Bann gesogen, auf dem Grund der Groteske.
Muss ich mir Sorgen machen?
Liebe Grüße
ich bin unvorsichtigerweise Deinem Text zu nahe gekommen, an der Kirschaugenstelle ausgerutscht und nun liege ich, in den Bann gesogen, auf dem Grund der Groteske.
Muss ich mir Sorgen machen?
Liebe Grüße
Servus Stefan,
so fix kann een in‘n Morast liggen.
Kirschaugen haben Tücken, mien Fründ. Am besten winkst du und gluckst fröhlich mit, dann bleibt alles harmlos.
Rutschfeste Grüße,
Sigi
so fix kann een in‘n Morast liggen.
Kirschaugen haben Tücken, mien Fründ. Am besten winkst du und gluckst fröhlich mit, dann bleibt alles harmlos.

Rutschfeste Grüße,
Sigi
Hallo Saira,
wir hatten in unserer kleinen 4er Schreibgruppe letzten Monat das Thema Krimi. Vier sehr unterschiedliche Herangehensweisen, die wir uns dann gegenseitig vorlasen...
Dein Exemplar gefällt mir am Besten und bin ein bischen neidisch dass mir diese Idee nicht kam.
Deine Art zu schreiben kommt hier der Geschichte ganz besonders zu Gute. WORTPfütze für wortPfütze plätschert es dahin bis zur Pointe. Leider "richtig" gut
.
LG Nuna
wir hatten in unserer kleinen 4er Schreibgruppe letzten Monat das Thema Krimi. Vier sehr unterschiedliche Herangehensweisen, die wir uns dann gegenseitig vorlasen...
Dein Exemplar gefällt mir am Besten und bin ein bischen neidisch dass mir diese Idee nicht kam.
Deine Art zu schreiben kommt hier der Geschichte ganz besonders zu Gute. WORTPfütze für wortPfütze plätschert es dahin bis zur Pointe. Leider "richtig" gut
LG Nuna
Moin Nuna,
danke für dein Lob!
Beim nächsten Mal darfst du gerne mit deiner Schreibgruppe antreten … die Teichbewohner freuen sich auf Gesellschaft.
Lachend grüßt dich
Saira
danke für dein Lob!
Beim nächsten Mal darfst du gerne mit deiner Schreibgruppe antreten … die Teichbewohner freuen sich auf Gesellschaft.

Lachend grüßt dich
Saira
Vieles ist so, auf dem Dorf, "genaues weiß man nicht" aber "man hat gehört". Nachvollziehbar, (zu) schöne "Mädels" aber auch Buben bedeuten nie was gutes ...
Eine Obrigkeit die ihren "Job" und das hat einfach zu sein. "Vermutlich" ist ein Fakt ...
Eine Obrigkeit die ihren "Job" und das hat einfach zu sein. "Vermutlich" ist ein Fakt ...
Hallo EVdR,
du fasst es gut zusammen: Man weiß nie genau, was stimmt, und doch beeinflussen Hörensagen und Attraktivität der Leute das Dorfgeschehen enorm. Die Obrigkeit sorgt nur für Struktur, der Rest bleibt ein Spiel aus Zufall und Vermutung.
LG
Saira
du fasst es gut zusammen: Man weiß nie genau, was stimmt, und doch beeinflussen Hörensagen und Attraktivität der Leute das Dorfgeschehen enorm. Die Obrigkeit sorgt nur für Struktur, der Rest bleibt ein Spiel aus Zufall und Vermutung.
LG
Saira
Hallo liebe Sigrun!
Das hat für mich richtig starke Dorf-Noir-Atmosphäre. Düster, kalt und ohne jede Romantik. Besonders gelungen finde ich, wie knapp und hart die Sätze gesetzt sind — fast wie einzelne Hammerschläge. Dadurch entsteht dieses bedrückende Gefühl, dass in dem Dorf ohnehin schon alles verloren war, lange bevor der erste Tote im Wasser lag.
Die Bilder bleiben hängen: „Schlamm im Mund“, „Kirschaugen“, „der Teich blieb ruhig“ — das hat etwas sehr Filmisches. Und dass die Menschen dort Bosheit fast schon als normalen Bestandteil des Lebens akzeptieren, macht die Stimmung noch unangenehmer. Keiner wirkt wirklich unschuldig, aber auch keiner wirklich überrascht.
Am stärksten fand ich tatsächlich das Ende. Dieses langsame Hinübergleiten von Krimi zu Dorflegende funktioniert richtig gut. Erst denkt man noch an eine düstere Milieugeschichte — und plötzlich wird daraus beinahe eine alte Moor-Sage. Der letzte Satz sitzt deshalb perfekt nach. Dieses „plötzlich fünf“ hat genau die richtige Mischung aus Gänsehaut und stillem Wahnsinn.
Und ehrlich: Genau solche Texte lese ich inzwischen viel lieber als die üblichen weichgespülten Allerweltsgeschichten. Rau, eigen, unheimlich und mit Bildern, die nicht sofort wieder verschwinden.
Liebe Grüße
Anne
Das hat für mich richtig starke Dorf-Noir-Atmosphäre. Düster, kalt und ohne jede Romantik. Besonders gelungen finde ich, wie knapp und hart die Sätze gesetzt sind — fast wie einzelne Hammerschläge. Dadurch entsteht dieses bedrückende Gefühl, dass in dem Dorf ohnehin schon alles verloren war, lange bevor der erste Tote im Wasser lag.
Die Bilder bleiben hängen: „Schlamm im Mund“, „Kirschaugen“, „der Teich blieb ruhig“ — das hat etwas sehr Filmisches. Und dass die Menschen dort Bosheit fast schon als normalen Bestandteil des Lebens akzeptieren, macht die Stimmung noch unangenehmer. Keiner wirkt wirklich unschuldig, aber auch keiner wirklich überrascht.
Am stärksten fand ich tatsächlich das Ende. Dieses langsame Hinübergleiten von Krimi zu Dorflegende funktioniert richtig gut. Erst denkt man noch an eine düstere Milieugeschichte — und plötzlich wird daraus beinahe eine alte Moor-Sage. Der letzte Satz sitzt deshalb perfekt nach. Dieses „plötzlich fünf“ hat genau die richtige Mischung aus Gänsehaut und stillem Wahnsinn.
Und ehrlich: Genau solche Texte lese ich inzwischen viel lieber als die üblichen weichgespülten Allerweltsgeschichten. Rau, eigen, unheimlich und mit Bildern, die nicht sofort wieder verschwinden.
Liebe Grüße
Anne
Liebe Anne,
vielen Dank für deinen wunderbaren Kommentar!
Es freut mich sehr, dass die düstere Dorf-Atmosphäre, die knappen „Hammerschlag“-Sätze und die kleinen Details wie „Kirschaugen“ bei dir so nachklingen. Genau diese Wirkung wollte ich erzeugen: dass das Dorf schon vor dem ersten Toten eine eigene Schwere hat.
Schön zu hören, dass das Hinübergleiten von Krimi zu Moorlegende funktioniert hat und dass das Ende „plötzlich fünf“ dir Gänsehaut bereitet hat. Solche Rückmeldungen machen das Schreiben gleich doppelt lohnenswert!
Herzliche Grüße
Sigrun
vielen Dank für deinen wunderbaren Kommentar!
Es freut mich sehr, dass die düstere Dorf-Atmosphäre, die knappen „Hammerschlag“-Sätze und die kleinen Details wie „Kirschaugen“ bei dir so nachklingen. Genau diese Wirkung wollte ich erzeugen: dass das Dorf schon vor dem ersten Toten eine eigene Schwere hat.
Schön zu hören, dass das Hinübergleiten von Krimi zu Moorlegende funktioniert hat und dass das Ende „plötzlich fünf“ dir Gänsehaut bereitet hat. Solche Rückmeldungen machen das Schreiben gleich doppelt lohnenswert!
Herzliche Grüße
Sigrun
Moin Sigi,
jetzt verstehe ich den wahren Grund der Landflucht.
Der ländlichen Idylle ist nicht zu trauen
besonders in Dörfern mit Teich lebt man gefährlich
nahe eines Weihers werden die Bewohner spärlich
unter dem Wasserspiegel wohnt das Grauen
Pass op dik op
LG TT
jetzt verstehe ich den wahren Grund der Landflucht.
Der ländlichen Idylle ist nicht zu trauen
besonders in Dörfern mit Teich lebt man gefährlich
nahe eines Weihers werden die Bewohner spärlich
unter dem Wasserspiegel wohnt das Grauen
Pass op dik op
LG TT
Moin Tasso,
im Dorf, da gilt seit alter Zeit:
Ein Teich bringt selten Fröhlichkeit.
Wer nachts zu tief ins Schilf hinein,
kehrt morgens höchstens blubbernd heim.
Drum merkt man sich bi Sturmgebraus:
Nachts geiht man nich to’n Teich hinaus.
Hol di wacker, mien Fründ un bliev lever to Huus.
Leev Gröten
Sigi
im Dorf, da gilt seit alter Zeit:
Ein Teich bringt selten Fröhlichkeit.
Wer nachts zu tief ins Schilf hinein,
kehrt morgens höchstens blubbernd heim.
Drum merkt man sich bi Sturmgebraus:
Nachts geiht man nich to’n Teich hinaus.
Hol di wacker, mien Fründ un bliev lever to Huus.
Leev Gröten
Sigi