Wie ein Vogel im Zwischenraum

Gedicht zum Thema Denken und Fühlen

von  Saira

Ich nenne es
die stille Linie
zwischen zwei Welten …

ein Faden,
nicht gespannt,
nicht gerissen,
nur da.

 

Und manchmal,
wenn die Nacht vergisst,
dass sie dunkel sein soll,
leuchtet etwas auf,
das nicht mir gehört
und doch in mir wohnt.

 

Ich lasse es,
wie man einen Vogel lässt,
der nie landen durfte.

 

 

 

©Sigrun Al-Badri/ 2025



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Kommentare zu diesem Text


 lugarex (03.12.25, 07:20)
besonders auch für die mütze!

 Saira meinte dazu am 03.12.25 um 10:51:
Lieber lugarex,

die Mütze hat sich sehr gefreut.
Sie meinte sogar, sie hätte endlich einen Sinn im Leben, 
obwohl sie im Gedicht gar nicht vorkommt. 

Liebe Grüße
Saira

 EkkehartMittelberg (03.12.25, 11:36)
Hallo Sigi,
die stille Linie zwischen zwei Welten gehört zum vollen Menschsein. Man sollte an dem Faden nicht reißen.
Liebe Grüße
Ekki

 Saira antwortete darauf am 03.12.25 um 19:45:
Hallo Ekki,

dieser Faden ist wie ein Atem: kaum sichtbar, aber tragend.

Danke für deine Worte.

Liebe Grüße
Sigi

 Didi.Costaire (03.12.25, 14:03)
Ein feines Gedicht Sigi,

und ich habe das Gefühl, so ein Vögelchen teilt ein Migrantenschicksal.

Liebe Grüße, 
Dirk

 Saira schrieb daraufhin am 03.12.25 um 19:46:
Moin Dirk,

vielleicht ist das Vögelchen wirklich auf Wanderschaft: nicht ganz hier, nicht ganz dort, aber getragen von seiner eigenen Richtung.


Schön, dass du es so gesehen hast.


Liebe Grüße
Sigi

 TassoTuwas (03.12.25, 19:02)

Kommentar geändert am 03.12.2025 um 19:38 Uhr

 Saira äußerte darauf am 03.12.25 um 19:47:
Lieber Tasso,

manchmal verfliegt sich ein Vogel nicht –
er findet nur den richtigen Himmel.


Vielleicht hat dein Ornithologe recht.


Liebe Grüße
Sigi


P.S.: wer hat deinen Kommentar gestibitzt? 

Antwort geändert am 03.12.2025 um 19:54 Uhr
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