Nur Flügel - Liebeszauber III

Gedicht zum Thema Liebeszauber

von  Saira

Äste neigen sich.
Gräser flüstern.
Helles Gleiten über uns.
Der See ruht.
Himmel darin.

 

Schatten strecken sich.
Libellen sprühen kleine Blitze.
Zwischen uns.

 

Hände finden sich.
Du lachst,
Insekten summen leise.
Du. Bei mir.

 

Atem trägt Erde.
Es drehen sich
Spiegel aus Blatt und Sonne.

 

Die Welt rückt fort.
Nur Weite.
Nur Flügel.

 

Jede Bewegung.
Jeder Blick.

 

Funken auf Wasser.
Funken im Grün.
Funken auf Haut.

 

Die Sonne sinkt.
Worte fließen
über stille Wellen.

 

Leicht.
Unauffällig.

 

 

©Sigrun Al-Badri/ 2026



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Kommentare zu diesem Text


 franky (03.05.26, 08:37)
Hi liebe Sigi, 

Ein Liebevoll verzaubertes Gedicht, gerade richtig 
für einen wunderschönen Sonntag Morgen. 

Liebe Grüße von Franky

 Saira meinte dazu am 03.05.26 um 13:12:
Hi, lieber Franky,
 
wenn ich dir mit meinem Gedicht den Sonntagmorgen verzaubern konnte, dann schenkt es mir ein Lächeln für den Rest des Tages  :)
 
Danke und liebe Grüße
Sigi

 Reliwette (03.05.26, 09:16)
Wunderbar, verzaubert, im Gebüsch aber die Schützen. Arme Libelle mit deinen glitzernden Flügeln. Sie schwebt, rasche Richtunswendungen, plötzlich rasend schnell. Der Blick sucht - ah da ist sie, kreist um den Teich. Ein Pfeil fliegt vorbei. Ja- wer schießt denn auf eine Libelle?
Wunderschöne Lyrik, Saira!
Chapeu!
Reli

Kommentar geändert am 03.05.2026 um 09:17 Uhr

Kommentar geändert am 03.05.2026 um 09:20 Uhr

 Saira antwortete darauf am 03.05.26 um 13:13:
Lieber Reli,

ach, die Libelle! Ich stelle mir vor, wie sie zwischen Amors Pfeilen tänzelt. :)

Danke für dein Chapeau! Es freut mich sehr, dass die kleinen Flügelschläge meiner Worte bei dir so hell aufgeblitzt sind.

Herzliche Grüße und ein Schmunzeln für deinen Sonntag,
Saira 


 AnneSeltmann (03.05.26, 10:03)
Guten Morgen!

Das ist ein sehr stiller, sehr feiner Text – fast wie ein Atemzug, der sich durchzieht.

Mir gefällt besonders, wie du mit diesen kleinen, klaren Bildern arbeitest. Da ist nichts Überladenes, nichts, was sich in den Vordergrund drängt – und genau dadurch entsteht diese Nähe. Man ist sofort mittendrin, nicht als Leser, sondern eher als jemand, der einfach dabei ist.

Diese Zeilen „Du. Bei mir.“ – so schlicht, und trotzdem tragen sie unglaublich viel. Da braucht es keine großen Worte, das sitzt.
Auch dieses Wechselspiel aus Natur und Gefühl funktioniert sehr schön. Libellen, Wasser, Licht – und dazwischen immer wieder diese leisen menschlichen Momente. Alles fließt ineinander, ohne sich aufzudrängen.

Der Text wirkt auf mich wie ein kurzer Zustand von vollkommenem Einverstandensein. Kein Drama, kein „Mehr wollen“, sondern einfach dieses ruhige Dasein im Augenblick.
Und genau das macht ihn stark:
Er will nichts erklären – er lässt einfach fühlen.



Liebe Grüße

Anne

 Saira schrieb daraufhin am 03.05.26 um 13:16:
Liebe Anne,

vielen Dank für dein so einfühlsames und wundervolles Feedback!

Vielleicht tanzen die Worte wie kleine Libellen zwischen den Zeilen und hinterlassen einen winzigen Liebeszauber, der für einen Augenblick die Zeit stillstehen lässt.

Liebe Grüße
Saira

 EkkehartMittelberg (03.05.26, 11:29)
Hallo Sigi,

Lyrik, die weite Räume öffnet für deine Synästhesie der Liebe.

Heitere Sonntagsgrüße
Ekki

 Saira äußerte darauf am 03.05.26 um 13:17:
Hallo Ekki,

„weite Räume“: genau das wollte ich! 

Ich freue mich sehr, dass die Synästhesie der Liebe für dich aufblitzt.  :)

Danke für deine heiteren Sonntagsgrüß. Ich sende dir ein kleines Stückchen dieser Weite zurück, zwar ohne Pfeile, aber von Herzen.

Liebe Grüße
Sigi

 Hannes (03.05.26, 20:30)
ཐི༏ཋྀ  Traumhafte Zeilen. ཐི༏ཋྀ
ཐི༏ཋྀ

 Saira ergänzte dazu am 04.05.26 um 09:21:
Wow, Hannes, wie schön  :)

Danke und liebe Grüße
Saira

 Moppel (04.05.26, 20:01)
manchmal braucht es keine Worte, Saira. Ein schönes Liebesgedicht. lG von M.

 Saira meinte dazu am 04.05.26 um 21:06:
Weil es nicht vieler Worte bedarf: ein kurzes, aber erfreutes Dankeschön  :)

LG
Saira
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