Anfang ohne Hände
Gedicht zum Thema Apokalypse
von Saira
Kommentare zu diesem Text
Starker Anfang. Starke Metaphern. Sehr lebendige Zeilen. LG A.
"Rauch kniet.
Eis schweigt."
"Der Sturm erinnert sich.
Der Tag zieht die Haut aus.
Die Nacht zieht sie an."
"Rauch kniet.
Eis schweigt."
"Der Sturm erinnert sich.
Der Tag zieht die Haut aus.
Die Nacht zieht sie an."
Es freut mich sehr, dass die Bilder für dich eigenständig wirken konnten.
LG
LG
Hallo Sigi,
originelle Metaphern beschwören die Apokalypse und dann wird deutlich, dass sie bedeutungslos ist gegenüber der alles beherrschenden Zeit.
Liebe Grüße
Ekki
originelle Metaphern beschwören die Apokalypse und dann wird deutlich, dass sie bedeutungslos ist gegenüber der alles beherrschenden Zeit.
Liebe Grüße
Ekki
Moin Ekki,
ich habe die Apokalypse weniger als Ereignis gedacht, sondern als Offenbarung: Dass Zeit nicht „mit“ uns ist, sondern uns nur trägt und fallen lässt. Deine Beobachtung trifft genau diesen Gedanken.
Liebe Grüße
Sigi
ich habe die Apokalypse weniger als Ereignis gedacht, sondern als Offenbarung: Dass Zeit nicht „mit“ uns ist, sondern uns nur trägt und fallen lässt. Deine Beobachtung trifft genau diesen Gedanken.
Liebe Grüße
Sigi
Liebe Sigi,
gern schließe ich mich den Lobpreisungen meiner Vorkommentatoren an.
Der Philosoph Schopenhauer pflegte seinen Pudel im Zorn "du Mensch!" zu nennen. Normalerweise aber "Atman", die Weltenseele.
Oder kurz "Butz."
gern schließe ich mich den Lobpreisungen meiner Vorkommentatoren an.
ein Architekt mit amputierten Händen,
fragt den Schutt,
ob Mensch noch ein Name ist.
fragt den Schutt,
ob Mensch noch ein Name ist.
Oder kurz "Butz."
Liebe Heidrun,
schöne Assoziation. Der Architekt im Schutt könnte wirklich so ein schopenhauerischer „du Mensch!“-Rufer sein – einer, der merkt, dass der Name verhallt. „Atman“ wäre Trost, Butz ein letzter irdischer Anker.
Liebe Grüße
Sigi
schöne Assoziation. Der Architekt im Schutt könnte wirklich so ein schopenhauerischer „du Mensch!“-Rufer sein – einer, der merkt, dass der Name verhallt. „Atman“ wäre Trost, Butz ein letzter irdischer Anker.
Liebe Grüße
Sigi
Hallo Sigi,
mit dem, was er glaubt, liegt der Staub ganz richtig. Und nun wischt ihn auch niemand mehr weg.
Eindrucksvolle Verse!
Liebe Grüße,
Dirk
mit dem, was er glaubt, liegt der Staub ganz richtig. Und nun wischt ihn auch niemand mehr weg.
Eindrucksvolle Verse!
Liebe Grüße,
Dirk
Hallo Dirk,
Staub, der glaubt und niemand wischt ihn weg. Dieses Bild trägt für mich viel von der stillen Endgültigkeit.
Danke dir fürs Lob.
Liebe Grüße
Sigi
Staub, der glaubt und niemand wischt ihn weg. Dieses Bild trägt für mich viel von der stillen Endgültigkeit.
Danke dir fürs Lob.
Liebe Grüße
Sigi
Hallo Sigi,
alle Warnungen vor der Apokalypse werden untergehen im immer schriller werdenden Getöse von falschen Prophezeiungen.
Du malst schrecklich-wunderschöne Bilder!
Das Tröstende am Weltuntergang wird sein, dass mit ihm zum ersten Mal alle Menschen gleich sein werden.
Liebe Grüße
TT
alle Warnungen vor der Apokalypse werden untergehen im immer schriller werdenden Getöse von falschen Prophezeiungen.
Du malst schrecklich-wunderschöne Bilder!
Das Tröstende am Weltuntergang wird sein, dass mit ihm zum ersten Mal alle Menschen gleich sein werden.
Liebe Grüße
TT
Lieber Tasso,
ja, das Getöse übertönt die Warnungen, bis selbst das Ende nur noch ein Geräusch unter vielen ist.
Die Vorstellung, dass wir im Untergang gleich werden, ist tröstlich und schmerzlich zugleich: ein Frieden, der zu spät kommt.
Ich danke dir für diese Nähe zum Text.
Herzliche Grüße
Sigi
ja, das Getöse übertönt die Warnungen, bis selbst das Ende nur noch ein Geräusch unter vielen ist.
Die Vorstellung, dass wir im Untergang gleich werden, ist tröstlich und schmerzlich zugleich: ein Frieden, der zu spät kommt.
Ich danke dir für diese Nähe zum Text.
Herzliche Grüße
Sigi
Liebe Sigrun
"Es ist die Zeit, die uns mahnt: Nichts Irdisches währt ewig!"
Gut ist, wenn man es weiß, denn dann ist das Streben nach Macht und Unterwerfung völlig sinnlos.
"Und die Philosophen stolpern über das letzte Blatt, das von der schon kahlen Birke taumelt".
"Ein Blick in die Astronomie klärt banges Hoffen!" Tröstlich vielleicht, dass ohne Luft kein Knall und im unendlichen Raum fehlt dem Wiegen ohne Schwerkraft jede Bedeutung".
Spielt "hoppe, hoppe, Reiter", so lange noch ein Knie zur Verfügung steht.
Mit unendlichem Gruß!
Hartmut
"Es ist die Zeit, die uns mahnt: Nichts Irdisches währt ewig!"
Gut ist, wenn man es weiß, denn dann ist das Streben nach Macht und Unterwerfung völlig sinnlos.
"Und die Philosophen stolpern über das letzte Blatt, das von der schon kahlen Birke taumelt".
"Ein Blick in die Astronomie klärt banges Hoffen!" Tröstlich vielleicht, dass ohne Luft kein Knall und im unendlichen Raum fehlt dem Wiegen ohne Schwerkraft jede Bedeutung".
Spielt "hoppe, hoppe, Reiter", so lange noch ein Knie zur Verfügung steht.
Mit unendlichem Gruß!
Hartmut
Lieber Hartmut,
dein astronomischer Blick verschiebt die Verhältnisse. Im Raum ohne Luft verstummt jeder Knall, und ohne Schwerkraft verliert selbst das Wiegen sein Gewicht. Das Dröhnen, das uns hier so groß erscheint, schrumpft dort oben zu einer lautlosen Geste.
In dieser Weite liegt ein eigener Trost: dass weder Triumph noch Untergang Bestand haben, sondern alles in dieselbe Stille übergeht.
„Hoppe, hoppe, Reiter“ ... ein letzter kindlicher Trotz gegen die Zeit, solange noch ein Knie trägt und Erinnerung Bewegung kennt.
Herzliche Grüße
Sigi ...oder ...
dein astronomischer Blick verschiebt die Verhältnisse. Im Raum ohne Luft verstummt jeder Knall, und ohne Schwerkraft verliert selbst das Wiegen sein Gewicht. Das Dröhnen, das uns hier so groß erscheint, schrumpft dort oben zu einer lautlosen Geste.
In dieser Weite liegt ein eigener Trost: dass weder Triumph noch Untergang Bestand haben, sondern alles in dieselbe Stille übergeht.
„Hoppe, hoppe, Reiter“ ... ein letzter kindlicher Trotz gegen die Zeit, solange noch ein Knie trägt und Erinnerung Bewegung kennt.
Herzliche Grüße
Sigi ...oder ...