Wenn der Mond Jasmin atmet

Gedicht zum Thema Andere Welten

von  Saira

Tauche ein
wie der Halbmond
in die lautlose Schale der Nacht.

 

Dort,
wo Granatäpfel
ihr rotes Geheimnis bewahren
und der Wind
den Duft von Kardamom
durch schlafende Innenhöfe trägt.

 

Lass den Augenblick
zu einem Teppich werden,
gewebt aus Sternenstaub,
auf dem jede Berührung
eine leuchtende Spur hinterlässt.

 

Ein Tanz beginnt,
älter als die Wüste,
sanfter als der Nachtwind
über den Wassern einer Oase.

 

Kein Schritt kennt ein Ende.


Jeder Kreis
ist eine neue Sonne,
jede Drehung
ein schweigendes Versprechen.

 

Worte
werden zu Nektar,
aus den Kelchen

seltener Blüten,


deren Duft
selbst die Zeit vergessen lässt.

 

Sie fließen
wie warmer Amber
durch die Stille des Herzens,
stillen den Durst
nach dem Namen der Sehnsucht.

 

Über allem
wacht der Mond
mit einer Sichel aus Licht,
und die Nacht
legt ihr tiefblaues Tuch
über die Welt.

 

Nur die Liebe
bleibt wach.

 

Sie trägt den Duft
von Safran und Rosen,


das Schweigen
verborgener Paläste


und das ewige Leuchten
jener Sterne,
die nur Liebende sehen.

 

 

 

 

 

©Sigrun Al-Badri/ 2026

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Das Bild ist für das Forum genehmigt




Anmerkung von Saira:

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Kommentare zu diesem Text


 LotharAtzert (12.07.26, 11:24)
Der Halbmond in der lautlose Schale der Nacht - da rollen sich mir die Fußnägel hoch.
Und jetzt ist auch noch der Webmaster mit dabei und hat ein Gekröse zum Einstellen erlaubt. - das ist an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten.
Bitte erlaube keine Kommentare mehr von mir, sonst krieg ich noch das Teo-Syndrom  :D

 Saira meinte dazu am 12.07.26 um 11:32:
@Lothar

Deinen Hinweis auf das „Teo-Syndrom“ empfinde ich nicht als scherzhaft.

Du weißt, dass Teo mich nicht einfach kritisiert hat, sondern über einen längeren Zeitraum hinweg massives Cybermobbing betrieben hat, mit hoher krimineller Energie. Er hat mehrere Tatbestände erfüllt. Das Strafverfahren gegen ihn läuft.

Vor diesem Hintergrund wirkt deine Bemerkung auf mich wie eine Anspielung, die ich weder lustig noch angemessen finde. 

Ich möchte nicht glauben, dass du damit andeuten wolltest, dich ähnlich zu verhalten, falls ich dich nicht auf meine Kommentarsperrliste setze. Sollte es als Scherz gemeint gewesen sein, ist er bei diesem Thema aus meiner Sicht gründlich misslungen.

Ich wünsche mir einen respektvollen Umgang – auch dann, wenn wir Gedichte völlig unterschiedlich beurteilen.

Antwort geändert am 12.07.2026 um 14:05 Uhr

 DanceWith1Life antwortete darauf am 12.07.26 um 13:05:
Jesters Schuhspitzen treffen auf Teeladenbesitzererinnerungen nach Jahren Beschäftigung mit Astrologischer Sichtweise, sehr interessant als Lesart für dieses Gedicht, das solltest du Herausarbeiten, für die aufgerollten Fußnägel gibt es seit Jahrhunderten passendes Schuhwerk, allerdings von mehreren Päpsten verboten.

 LotharAtzert schrieb daraufhin am 12.07.26 um 14:01:
Wenn die Babayaga erst ma den Rubinho überschritten hat, dann ist das hier Rindergeburtstag.

 Saira äußerte darauf am 12.07.26 um 14:07:
@Lothar

Wenn auf eine sachliche Antwort nur noch Wortspiele oder Nonsens folgen, sehe ich keinen Sinn in einer weiteren Diskussion.

Mein Anliegen war ernst gemeint. Dabei belasse ich es.

 DanceWith1Life ergänzte dazu am 12.07.26 um 14:46:
@ Saira
Lothar hat wahrscheinlich erst mal das kleinere Übel meines Kommentars gewählt, wahrscheinlich weil ich diese doch sehr zwiespältige Wortkreation Teo-syndrom bewusst ignoriert habe, ich weiß allerdings auch nicht und bezweifle, was er sich dabei gedacht hat, befürchte aber das auf KV und bei Steinböcken sehr beliebte Nachstochern, das nicht das gleiche ist wie in alte Wunden Hauen, Aber viel zu nah daran, für meinen Geschmack.
Was nicht heißen soll, dass mir das nie passiert.

 LotharAtzert meinte dazu am 12.07.26 um 15:21:
Also mich trifft das nicht minder intensiv. Teo war einer der Wenigen, die mir öfters mal dankten. bzw. er zeigte, daß er meine Worte verstand und wir uns gemeinsam freuten.
Umso mehr schmerzt es, wieder einen zu verlieren, für den ich hier schreibe. Allzuviele bleiben da nicht mehr.
Aber um nicht missverstanden zu werden, es geht nicht um die Quantität, es geht um Qualität und da ist mein Quartett doch ganz gut beisammen.

Das wird noch dauern, bis ich das begreif!

 Saira meinte dazu am 12.07.26 um 17:04:
@Dance, @Lothar

Danke, Dance. Genau darum ging es mir.

Niemand muss meine Gedichte mögen. Niemand muss meiner Sichtweise folgen. Kritik gehört zu einem Literaturforum.

Was für mich jedoch eine Grenze überschreitet, ist die Verknüpfung eines laufenden Strafverfahrens wegen schwerwiegender Vorwürfe mit einer scherzhaften Bemerkung. Darüber kann und möchte ich nicht lachen.

@Lothar: Dass du Teo als Leser oder Gesprächspartner vermisst, ist dein gutes Recht. Das stelle ich nicht infrage.
Ebenso bitte ich aber darum zu akzeptieren, dass ich ihn nicht als Diskussionspartner erlebt habe, sondern als jemanden, gegen den aus schwerwiegenden Gründen ein Strafverfahren läuft. Diese Erfahrungen sind nicht miteinander vergleichbar.

Deshalb wünsche ich mir, dass sein Name künftig nicht mehr als Pointe oder Metapher in meinen Kommentarspalten verwendet wird.

Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

 Aber meinte dazu am 12.07.26 um 17:16:
Saira hat ihren eigenen Stil, und das ist gut so, Lothar. Niemand zwingt Dich, ihre Beiträge zu lesen.

 Saira meinte dazu am 12.07.26 um 17:29:
@Aber

<3

 TassoTuwas meinte dazu am 14.07.26 um 14:42:
@ Lothar,
den Namen Teo hier in die Diskussion zu bringen, ist eine ungeheuerliche Geschmacklosigkeit!
Ich unterstelle dir, dass du nicht einmal über ein Halbwissen über das Geschehen verfügst!
Wenn ja dann teile es mir bitte mit!
TT

 Saira meinte dazu am 14.07.26 um 14:54:
@Tasso

<3

 Reliwette (12.07.26, 12:24)
wunderschöne Bilder, liebe Saira, sanfte Lyrik, fast wie ein Märchenbuch für Erwachsenen. Mir gefällt das sehr.
Lieber Gruß! Reli

@ Atzert: Du siehst mit aufgerollten Fußnägeln auch nicht besser aus!
Lass dich drücken, lol,Hartmut

Kommentar geändert am 12.07.2026 um 12:26 Uhr

Kommentar geändert am 12.07.2026 um 12:26 Uhr

 Saira meinte dazu am 12.07.26 um 14:11:
Lieber Reli,

es ist ein schönes Gefühl, wenn jemand nicht nur die Verse liest, sondern auch die Stimmung zwischen ihnen wahrnimmt. 

Dass du mein Gedicht als ein Märchen für Erwachsene empfindest, ist für mich ein ganz besonderes Kompliment. Märchen erzählen oft von dem, was sich mit dem Herzen besser begreifen lässt als mit dem Verstand.

Und danke für deinen humorvollen Beistand. Ein herzliches Lachen entwaffnet manches besser als lange Diskussionen. Du hast mir damit ein Lächeln geschenkt.

Hartelk Dank un leve Grööt,
Saira

 LotharAtzert meinte dazu am 12.07.26 um 14:30:
Kann ich meine Waffe jetzt wiederhaben? Bin selbst gespannt, was es gewesen ist.

 DanceWith1Life meinte dazu am 12.07.26 um 15:34:
Waffe, den Dreizack, Aquarius wurde doch für die Dauer der WM beurlaubt, damit wenigstens ein paar Dinge so passieren wie die Menschen sich das vorstellen.

 Saira meinte dazu am 12.07.26 um 17:16:
@Lothar, @Dance

Ein Gedicht zu verspotten ist leicht.
Sich mit ihm auseinanderzusetzen, deutlich anspruchsvoller.
Der Unterschied ist in dieser Kommentarspalte gut zu beobachten.

 DanceWith1Life meinte dazu am 14.07.26 um 15:48:
Dass mein zugegeben leicht spöttischer Unterton gegenüber astrobuddhistischen Fußballfans jetzt auf das Gedicht gemünzt wird irritiert mich jetzt schon ein wenig.

 Nuna (12.07.26, 20:56)
Liebe Saira,

durch Dein Gedicht fühle ich mich zurückversetzt in die 90er als ich den Roman  von

Barbara Chaise Ribould, "Serail" las

Auch hörte ich in dem 90ern leidenschaftlich gern, auch heute noch
Lorena Mc Kennit "the mask and mirror", die CD steht immer noch in meinem Regal auch wenn ich mittlerweile überwiegend Musik über Apps höre.

Vielen Dank fürs eintauchen und leise wahrnehmen all der beschriebenen Düfte:)

Liebe Grüße Nuna

 Saira meinte dazu am 13.07.26 um 12:54:
Liebe Nuna,

was für ein schöner Kommentar. Wie schön, dass mein Gedicht Erinnerungen in dir geweckt hat, so wie an Serail und an die Musik von Loreena McKennitt. 

Dass du beim Lesen all die beschriebenen Düfte wahrgenommen hast, freut mich ganz besonders. Sie gehören für mich zur Seele des Orients.

Vielen Dank, dass du diese persönlichen Assoziationen mit mir geteilt hast. 

Herzliche Grüße
Saira

 rabenvata (13.07.26, 14:51)
Dein Gedicht erinnert mich an Sequenzen meiner Kindheit, die Düfte, meine Nächte in Bagdad, wo wir im Sommer immer auf dem Dach geschlafen haben. Bei bis zu 50* Grad tagsüber, war es zur Nacht erträglicher, unter dem Sternenhimmel ...Danke   
LG
rv

 Saira meinte dazu am 14.07.26 um 09:49:
Moin rabenvata,

dass mein Gedicht Erinnerungen an deine Kindheit und an die Sommernächte in Bagdad geweckt hat, freut mich sehr. Solche Erinnerungen kann man nicht erfinden, sie tragen den Duft, die Wärme und das Licht eines gelebten Lebens in sich.

Beim Lesen deines Kommentars hatte ich das Bild vor Augen, wie ihr in den warmen Nächten auf dem Dach unter dem weiten Sternenhimmel geschlafen habt, während nach und nach Ruhe über die Stadt einkehrte. 

Brücken zwischen Worten und Erinnerungen sind für mich etwas Kostbares.

Herzliche Grüße
Saira

 TassoTuwas (14.07.26, 17:51)
Liebe Sigi,
habe diesen Text erst heute gelesen.
Die Einmaligkeit mit der du deinen Gedanken poetische Flügel verleihst, ist von großer Sensibilität geprägt.   
Ich bin immer wieder überrascht.
Herzliche Grüße
TT

 Saira meinte dazu am 14.07.26 um 19:34:
Lieber Tasso,

dich noch überraschen zu können, weckt tiefe Freude in mir. Hab lieben Dank für dein wunderschönes Kompliment!

Herzlichst
Sigi
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