. das von der Sonne gemalte Blau des Himmels .

Epos zum Thema Abschied

von  kirchheimrunner

Die Sommersonne malte das Blau des Himmels
- hoch über den Schrei der Möwen
    über das Firmament weit hinaus
- am brennenden August vorbei.

Der helle Glanz spannte seine Segel aus und schwamm dem Ende des Sommers entgegen.

Wie Tau legte er sich als glänzendes Gold auf die tanzenden Wellen der Bucht.

Beim Heruntersteigen der Sommernacht,
    unter den Schimmer der Sternenbilder
suchte ich dieses Blau in deinen müden Augen.

Dort –
und in der Tiefe deines Herzens
waren die Blüten des Sommers schon braun; - 
            vertrocknet; das Land versengt.

Gegen Mitternacht aber,
genügt ein leiser, frischer Windhauch
und die Blätter von Zauberbäumen flüstern untereinander Liebesschwüre
und malen mit sanften Küssen ein Lächeln unter deine Augen.

Als dann,
unter dem Glanz des Orion spielt Zephyr seine Symphonie
  in dieser Stunde legst du-
                  Geliebte-
den Zauber Aphrodites
dem lächelnden Mond zu Füssen.

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Kommentare zu diesem Text


 Diablesse (20.09.12)
Dort –
und in der Tiefe deines Herzens
waren die Blüten des Sommers schon braun; -
vertrocknet; das Land versengt.

Zuerst assoziierte ich welke Blütenblätter, evoziert durch "schon braun; - /vertrocket". Dann aber schreibst du "das Land versengt", und ich denke unwillkürlich an große Hitze, und nicht an das Ende (eines Sommers, zum Beispiel). Wolltest du damit auf die Brache des Landes nach der Hitze hinaus? Ich versuche mir gerade vorzustellen, ob ich von einem leeren Feld im Herbst sagen würde, dass es versengt ist. Für mich ergibt sich da ein widerspruch in der Zeiten- und somit auch Kausalfolge der Zeile. Oder ich fühle darin mehr Herbst, als du vermitteln wolltest.

Vielleicht betrachte ich das aber auch zu pragmatisch.

Ich freue mich sehr, dass ich wieder etwas von dir höre/lese. Vor allem, wenn es so wehmütig zart ist.

Liebe Grüße, Caro
(Kommentar korrigiert am 20.09.2012)

 kirchheimrunner meinte dazu am 20.09.12:
du wirst lachen liebe Caro, ich bin mir selbst über diese Widersprüche nicht klar.
(Wie so oft im Leben)
Sicherlich ist es so: Ein Großteil dieses Gedichtes ist Naturbetrachtung. Aber dann begebe ich mich in die Tiefen "Ihres" Herzens. Dort finde ich aber weder Sonne, noch Sommer oder Licht. Alles ist vertrocknet und versengt (vermutlich durch die Liebe, die einfach nicht mehr da ist)..
Danke fürs Lesen

 Füllertintentanz (16.12.12)
Die ersten 4 Zeilen finde ich unglaublich gelungen. Sie wecken in mir die Sehnsucht nach Sommer und Licht.
Gruß, Sandra
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