Januar

Gedicht zum Thema Annäherung

von  Isaban

Sacht wiegt sich in kohlschwarzen Bäumen das Jahr,
statt Muttermilch dräut nur der Wind,
und nichts ist mehr so, wie es gestern noch war;
wir werden nie die, die wir sind.

Mein Himmel speit Schnee und der schmilzt in der Hand,
zurück bleibt ein wässriges Nichts.
Im Uhrglas rinnt Zeit und bemisst sich mit Sand.
Schwarz ist nur das Fehlen des Lichts.

Gewiss ist: Ich habe wohl niemals genug
gesehen, nicht Schnee, Licht noch Zeit.
Ich liebe den Sommer. Der rechte Bezug
zum Schmelzvorgang scheint noch sehr weit.

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Kommentare zu diesem Text


 AZU20 (21.01.13)
Ja, ich warte auch sehnsüchtig auf den Sommer. LG

 Isaban meinte dazu am 28.01.13:
Leben muss man ihn, lieber Armin, nicht die Hälfte der ZHeit drauf warten. ;)
janna (66)
(21.01.13)
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 Isaban antwortete darauf am 28.01.13:
Herzlichen Dank! Der Daktylus ist ein wiegendes Drängen, dem ich mich auch noch nie entziehen konnte. :D

Liebe Grüße

Sabine

 tigujo (21.01.13)
.

Ich danke für diesen Text.
Er drückt aus, was ich heiß empfinde:
"statt Muttermilch dräut nur der Wind,
und nichts ist mehr so, wie es gestern noch war;"

lg tigujo

 Isaban schrieb daraufhin am 28.01.13:
Wenn alles noch so wäre, wie es gestern war, würde täglich das Murmeltier grüßen, lieber tigujo - und das wären wir spätestens übermorgen leid. ;)

Liebe Grüße

Sabine

 styraxx (21.01.13)
Es bleibt die Erinnerung, die der Winterzauber auf uns ausübt. Ein stilles Sehnen, das der Januar in manchen von uns Erwachsenen weckt. Die Art und Weise wie dieses Sehnen und die Vergänglichkeit hier beschrieben werden, deutet weit mehr als nur auf eine genaue Beobachtung hin. Gefällt mir sehr gut. LG

 Isaban äußerte darauf am 28.01.13:
Das freut mich sehr, lieber Cornel.
Herzliche Grüße

Sabine
gaby.merci (61)
(21.01.13)
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 Isaban ergänzte dazu am 28.01.13:
Schön, dass dich der Text ansprechen konnte, gaby. Herzlichen Dank für deine Rückmeldung.

Liebe Grüße

Sabine
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