lockerungen

Prosagedicht zum Thema Glück

von  AchterZwerg

als ich beim anblick schwarzer dacia-vans mit dunkel
getönten scheiben nicht mehr nur leichenwagen dachte sondern
pädophilenkutsche ganz wie früher der eissalon
geöffnet war und ungesperrte kleinkinder auf spielplätzen von
den rutschen stürzten und alleinerziehende die dem homeoffice
das kabel rausgezogen hatten lachten erkannte ich selbst

mit zwei metern abstand war es nie besser als jetzt

Kommentare zu diesem Text


 ViktorVanHynthersin (13.05.20)
Ich empfehle die fünf Lockerungsübungen nach dem Tai Chi Chuan Meister Huang Sheng Shyan, dann klappts auch mit dem Nachbarn. Voraussetzung ist natürlich der Mindestabstand
Herzlichst
Viktor

 AchterZwerg meinte dazu am 13.05.20:
Lieber Victor,
ich sportle täglich die sieben Tibeter und hoffe, dass die auch dorsch gehen ...


 ViktorVanHynthersin antwortete darauf am 13.05.20:
RESPEKT! Ich beschränke mich auf den sechsten Tibeter und OM war sowieso nie mein Ding.
Es grüßt den 8.tenTibeter
Herzlichst
Viktor
Sätzer (77)
(13.05.20)
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 AchterZwerg schrieb daraufhin am 13.05.20:
Lieber Sätzer,
hier handelt es sich ja nicht um Prosa.
Die Kleinschreibe und Zeichenlosigkeit schaffen Enjambements und Denkanstöße.
Natürlich nur für die, die gern ein wenig kombinieren wollen und Spaß am Mehrfachlesen haben.

Herzliche Grüße
der8.
kleinschreibe (57) äußerte darauf am 13.05.20:
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 Moja ergänzte dazu am 13.05.20:
Da ist was dran 8. ,
ich schiebe hin & her und mir fallen immer mehr Szenen dazu ein, die weit über 2 Meter hinausreichen - für Zwerge soll das ja schon ein großes Umland sein

Lockeren Gruß,
Moja

 AchterZwerg meinte dazu am 13.05.20:
kleinschreibe

 AchterZwerg meinte dazu am 13.05.20:
Danke, Moja,

man kann schon einiges mit dem Gedicht anfangen, wenn die Lust dazu vorhanden ist.
Wir Zwerge haben die oft und noch dazu unsere Bergwerke als Brotberuf. :)

 TassoTuwas (13.05.20)
Hallo 8ter,
nu bleib mal locker!
Ich hab gehört für Zwerge genügen schon neunundsiebzig Zoll!

Herzlichst grüßt
TT

 AchterZwerg meinte dazu am 13.05.20:
Hallo Tasso,
unter uns gesagt: Insgesamt steht jedem meines Völkchens 8 qm zur Verfügung - wie dem deutschen Schäferhund. :)

 TassoTuwas meinte dazu am 13.05.20:
WAU!
Fisch (55)
(13.05.20)
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 AchterZwerg meinte dazu am 13.05.20:
Verstehe ich nicht.
Fisch (55) meinte dazu am 14.05.20:
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 AZU20 (13.05.20)
Zwei Meter? Selten. LG

 AchterZwerg meinte dazu am 13.05.20:
Hallo Azu,

ich wohne ja in einem winzigen Kleinstädtchen. Da gestaltet sich die Sache bis jetzt nicht so problematisch.
Ist einfach nicht viel los ...

 AvaLiam (13.05.20)
Ich wünschte mir manchmal, dass zwei Meter tatsächlich Distanz schaffen würden.

Davon ab, ja, es macht Spaß, die Zeilen mehrfach zu lesen und neue Perspektiven zu finden.
Ist natürlich blöd wenn man lesefaul ist.
Aber dann wäre man hier wohl irgendwie falsch.

fleißige Grüße - Ava

 AchterZwerg meinte dazu am 14.05.20:
Hallo Ava,

zwei Meter schaffen nicht zwangsläufig Distanz. Andererseits sind jene zuweilen unüberbrückbar.
Mein Ziel ist es nicht vordergründig, den Geschmack des hiesigen Publikums zu treffen. Und ich bin deshalb der Meinung, dass ich mich ebenso im Zeitgemäßen tummeln "darf", wie ein Neoromantiker im Tradierten.

Herzliche Grüße
der8.
Sin (55)
(13.05.20)
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 AchterZwerg meinte dazu am 14.05.20:
*Lächel.

Hinzu kommt die Frage, ob diese erzwungene Distanz zuweilen nicht doch etwas klammheimlich (!) Ersehntes war und ist ...

Deine anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Rhythmus kann ich gut nachvollziehen. Wenn die Sprache selbst eher in den Mittelpunkt eines Gedichts rückt, muss ein Umdenken (Umhören) stattfinden. Das ist nicht immer gleich erwünscht, weil anstrengend. Oder machbar.

Herzlichen Dank für deine intensive Beschäftigung mit dem Text.

 monalisa (14.05.20)
Diese Lockerunge, lieber AchterZ, lass ich mir gern gefallen, wenn sie wie hier auch noch so "beweglich" und vielschichtig sind, treffen sie ganz meinen Geschmack, ob im Eissalon, oder auf dem Spielplatz ..., bloß nicht im Leichenwagen :D !

Liebe Grüße
mona

 AchterZwerg meinte dazu am 14.05.20:
Vor allem dann nicht, wenn man sich die Sache zu Ende überlegt. Und dass es mancherorts sogar an solchen Wägen gebricht.

Trotzdem: Es gibt auch dieses Glück, diese große Erleichterung, das Lächeln über die Notbehelfe der Abständigen, wenn sie beispielsweise ihr Eis an einem zusammgeklappten Kaffetisch löffeln oder ihren Nachkömmlingen und deren prallen kurzen Beinchen die "korrekte" Richtung weisen

Danke schön und liebe Grüße
der8.

 niemand (14.05.20)
Herrlich giftig das Gedicht ... bitter aufs reale Leben geschaut.
Mit lieben Grüßen, Irene

 AchterZwerg meinte dazu am 14.05.20:
Danke schön, Irene.

Unter uns Tragikomikerinnen: Wir haben in dieser Hinsicht einen gewissen Heimvorteil, nicht wahr?

Liebe Grüße
Heidrun

 niemand meinte dazu am 14.05.20:
Den haben wir, liebe Heidrun!
mit erneuten Lieben, Irene

 gitano meinte dazu am 17.05.20:
Liebe H.,
die nachdenkliche und zuweilen etwas "pointierte" Beweglichkeit in den Zeilen mag ich. Punkt und Kommata machen da zu festgelegte Gedankenkäfige.
Schön, daß Du auf Absatz und Kurzform bedacht warst...pointiert.
In dieser ganzen thematischen Misere gibt es viele Aspekte die mir erst klar werden, wenn ich mich vom Mediengebrüll mal ne Weile verabschiede und raus gehe, mich setze und meine Sensorik aufatmet...selbst sein, selbst sehen, selbst erleben , selbst interpretieren...fast ein Wagnis in diesen Zeiten.
Mut und Optimismus weiterhin wünscht
gitano

 AchterZwerg meinte dazu am 17.05.20:
Das verstehe ich sehr gut, gitano.
eine Zeitlang hat diese Misere auch mein ganzes Leben bestimmt - gottlob nur in den ersten Tagen.
Es ist wichtig, sich nicht mit Nachrichten zu überfüttern und - ganz wie du sagst - zu sich selbst zu kommen.
Inzwischen ist bei mir eine Art Gewöhnung eingetreten, und ich bin froh, in einer so ruhigen Gegend zu leben.

Dir einen herzlichen Gruß und:
Bleib übrig!

 Agnete (05.06.20)
durchaus nachvollziehbare Ansicht 8 er, der ich mich anschließen kann. LG von Agnete(a)

 AchterZwerg meinte dazu am 05.06.20:
Danke, Agneta,
ich selber kann es nicht jeden Tag.

Gruß
der8.

 harzgebirgler (15.09.20)
es treibt das virus lust auf groß gedränge
allenthalben ganz schön in die enge.

lg
harzgebirgler

 AchterZwerg meinte dazu am 16.09.20:
Ja,

allmählich nervts. :)
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