Vor dem Gesetz sind alle gleich?

Senryu zum Thema Betrachtung

von  AlmaMarieSchneider



Die Augenbinde

hat Justitia lange

schon abgenommen


Kommentare zu diesem Text


 Pearl (14.05.22, 16:09)
Ein gutes Bild.
Und nun verstehe ich endlich, wofür ihre Augenbinde steht!

LG

Kommentar geändert am 14.05.2022 um 16:14 Uhr

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 14.05.22 um 17:46:
Danke liebe Pearl für Deinen Kommentar und Empfehlung.
Schönes Wochenende
Alma Marie

 wa Bash (14.05.22, 17:35)
Justitia hält nach wie vor ihre Augen bedeckt, nur manche ihrer Vertreter nicht...

 AlmaMarieSchneider antwortete darauf am 14.05.22 um 17:44:
Lieber wa Bash,
meiner Meinung nach ist das Gesetz zu weit von der Wirklichkeit entfernt und gehört überarbeitet. 
Die Vertreter vertreten und legen aus. Dabei wird Gerechtigkeit zur Farce.
Danke für Deine Empfehlung.

Herzlich grüßt
Alma Marie

 Quoth schrieb daraufhin am 14.05.22 um 23:03:
Die Iustitia ist ein Ideal und zeigt, wie es sein sollte. Richter*innen sind Menschen und sollten sich die vor ihnen stehenden Menschen sehr genau ansehen und anhören, dazu sind sie verpflichtet. Wenn sie frei, unabhängig und ohne Furcht entscheiden können, sollte dabei oft (nicht immer) Gerechtigkeit herauskommen. Meint Quoth

 AlmaMarieSchneider äußerte darauf am 14.05.22 um 23:47:
" Richter*innen sind Menschen und sollten sich die vor ihnen stehenden Menschen sehr genau ansehen und anhören" Lieber Quoth, wenn es nur so wäre.

Das Gesetz schert alle über einen Kamm, den Manager der Millionen veruntreut und den Rentner, der eine Paprika mitgehen lässt. Der Manager zahlt eine hohe Strafe, die seine Firma übernimmt und diese setzt diesen Betrag von der Steuer ab. Der Rentner zahlt 1500 €. (siehe VW)

Ein Mann prügelt immer wieder seine Frau und erhält Bewährung. H. Mollath gibt seiner Frau eine Ohrfeige und muss sechs Jahre in die geschlossene Psychiatrie.
Gut, er ist ein Querulant aber dafür 6 Jahre?

Manche sind halt Gleicher als Gleich.

Danke für Deinen Kommentar und liebe Grüße
Alma Marie

 wa Bash ergänzte dazu am 15.05.22 um 00:09:
also der Sinn von Justitia, ist ja meines Erachtens unbefangen an ein Urteil heranzugehen. Unbefangen kann ein Mensch jedoch nie sein. nehmen wir an, ein Zeuge wurde zuvor geschieden und hegt einfach Hass auf die ganze Welt, ob bewusst oder unbewusst, letztendlich wird sich dies auf das Urteil auswirken. einige Länder benutzen deswegen Geschworene, um diese unvorteilhafte Voreingenommenheit mitunter zu reduzieren, im Endeffekt wirkt sich dies jedoch auch auf den Prozess selbst aus, wenn man bedenkt, das nunmehr ein Anwalt oder der gesamte Gerichtssaal in bestimmte Richtung gelenkt werden kann.  dies ist ein Problem. in diesem Sinne ist Justitia nur eine Allegorie für etwas, was wünschenswert wäre...

 Terminator (14.05.22, 19:09)
Nur ist sie leider nicht zum Augenarzt gegangen.

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 14.05.22 um 19:37:
...was erst mal zu beweisen wäre lieber Terminator.

Ein Lächeln
Alma Marie

 Regina (14.05.22, 19:12)
Es trifft zu, dass Gerechtigkeit mit der modernen Justiz und ihren umständlichen Vorgaben häufig nicht herzustellen ist.

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 14.05.22 um 19:35:
Ja Regina, man sagt nicht ohne Grund:" Auf hoher See und vor Gericht bist Du in Gottes Hand".
Danke für Kommentar und Empfehlung,

Liebe Grüße
Alma Marie

 Mondscheinsonate (14.05.22, 23:26)
Die Justi bleibt schon blind, nur der Rechtsausleger sinkt in den Morast.

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 14.05.22 um 23:56:
Liebe Mondscheinsonate,

unsere Gesetze sind sehr kompliziert und darin baden unsere Rechtsausleger. Sind dann noch Sachverständige am Werk, dann wird es richtig kompliziert und teuer. Das erste Unrecht ist doch schon, dass sich nicht jeder einen Anwalt leisten kann.

Danke fürs Kommentieren und schönen Sonntag
Alma Marie

 Graeculus meinte dazu am 15.05.22 um 00:02:
Immerhin kann die Justitia, wenn sie blind ist, mit dem Schwert in ihrer Hand nicht so genau zuschlagen.

 Mondscheinsonate meinte dazu am 15.05.22 um 00:05:
Pro bono gibt es schon. Ehrlich, ein Anwalt, eine Anwältin muss baden, aber die/den Klienten trocken halten. Ich finde es, als zukünftiges Miststück des Rechts, mühselig, stetig den Berufsstand zu verteidigen. Manchmal muss man ein Schwein sein, dafür lernt man. Bei Geldmangel gibt es einen Pflichtverteidiger. Bei Zivilprozessen hat man Pech, wahr. Aber, das Recht ist in Wahrheit die Kunst der Rhetorik, was schön ist.

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 15.05.22 um 00:25:
Mondscheinsonate

Soviel ich weiß gibt es in Deutschland keinen kostenlosen Pflichtverteidiger, eventuell Prozesshilfe.

Graeculus
Trifft sie dann immer die Falschen?

Lachend grüßt
Alma Marie

 Mondscheinsonate meinte dazu am 15.05.22 um 00:29:
Gut, Deutsches Prozessrecht ist mir nicht bekannt, mir reicht unsere ZPO, STPO, die Bücher sind dicker als die Bibel.
Guck!
https://de.wikipedia.org/wiki/Pflichtverteidiger

Antwort geändert am 15.05.2022 um 00:32 Uhr

 Regina meinte dazu am 15.05.22 um 08:01:
In Deutschland kann jemand, der gar kein Geld hat, Prozesskostenhilfe beantragen. Dann zahlt der Staat. Die Klage muss allerdings Aussicht auf Erfolg haben.

 Tula (15.05.22, 00:21)
Hallo Alma
Im Ernst der Sache, 'unbefangen' sollte die Staatsanwaltschaft schon sein. Das Problem ist, dass die Mühe der Verteidiger von der Zahlungskräftigkeit der Mandanten abhängt. Und die nutzen alle Winkel im rechtlichen Irrgarten aus, um alles Mögliche zu beweisen oder rechtlich in Frage zu stellen. Nicht selten gegen die moralische Bewertung der Staatsanwälte, die durchaus nicht blind sind und wissen, dass die Angeklagten durchtriebene Schurken in weißer Weste sind.

Wie heißt es bereits im alten Sprichwort?: die Kleinen läßt man hängen ...

LG
Tula

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 15.05.22 um 00:29:
Hallo Tula,
ja, die Zahlungskräftigkeit der Mandanten hat viel damit zu tun. Danke für Kommentar und Empfehlung.

Liebe Grüße
Alma Marie

 Teolein meinte dazu am 15.05.22 um 08:37:
Hi Alma,
Man ist geneigt, die von dir gestellte Frage zu verneinen.
Ich hatte im letzten Jahr allerdings mein Vertrauen in die Justiz ein wenig zurückgewonnen. Ein Zahnarzt hatte mir ein Zahnimplantat in die Nasennebenhöhle
geschoben und es nicht gemerkt.
Eine Röntgenaufnahme brachte Sicherheit. Ich klagte auf Schmerzensgeld und gewann den Prozess. Das lief schon zu meiner Zufriedenheit ab. Der Zahnarzt hatte aber auch letztendlich seinen Fehler eingestanden. Find Man auch selten.
LG
Teo

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 15.05.22 um 11:59:
Dazu kann ich nur gratulieren. Mein Vertrauen ist aufgrund einiger Prozesse, die ich verfolgte doch erschüttert.

LG
Alma Marie

 Agnete (15.05.22, 14:50)
recht haben und recht bekommen , das sind in diesem Land zwei verschieden Dinge. Abhängig auch von der Güte des Anwaltes und damit von dem Bankkonto des zu Verteidigenden. LG von Agnete

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 15.05.22 um 20:06:
Leider stellt man diese Abhängigkeiten vermehrt fest. Im Zivilrecht noch mehr als im Strafrecht. Geld regiert halt doch die Welt.
Danke Agnete für Deine Gedanken und liebe Grüße
Alma Marie
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