Subjektive Gewissheit, reicht das?

Essay

von  Bluebird

Das Streben nach Wahrheit ist dem Menschen innewohnend (römischer Philosoph)

Wer würde da dem Philosophen widersprechen wollen? Aber kann man sich auch jemals sicher sein die letztgültige Wahrheit gefunden zu haben?

   Nun, in einem objektivem Sinne dürfte dies wohl kaum beweisbar sein. Subjektive Gewissheit scheint da das Maximum des Möglichen zu sein. Warum sollte man etwas bezweifeln, was sich als richtig anfühlt und auch einen Sinn ergibt?

Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir, oh Gott" schrieb einst Augustinus.

Diese hier beschriebene Unruhe war tatsächlich sehr kennzeichnend für die jüngeren Jahre meines Lebens gewesen. Von ihr getrieben, - von gelegentlichen apathischen Phasen unterbrochen - suchte ich recht erfolglos nach einem glücklichen und erfüllten Leben.

      Dann im Alter von 27 Jahren ereigneten sich dramatische Dinge, die schließlich zu meiner Bekehrung zum christlichen Glauben führten. Und auf einmal war alles anders. Die Unruhe und das Getriebensein waren verschwunden, ersetzt durch ein Gefühl dauerhafter, existentieller Geborgenheit. 
     Und dieses grundsätzliche Gefühl tiefer, existentieller Geborgenheit ist seitdem auch nicht wieder gewichen.


Es wird oft behauptet, dass diese Ruhe und dieser Friede in anderen Religionen auch zu finden sei. Ich bezweifele dies! Aber man muss dies natürlich genauer unter die Lupe nehmen. Auf gar keinen Fall aber glaube ich, dass es viele unterschiedliche Wege gibt, die zu ein und derselben Wahrheit führen.

     Ich persönlich bin davon überzeugt, dass es nur eine letztgültige Wahrheit, aber viele Irrtümer gibt.

Gedankenimpuls:
Bleibe dir der theoretischen Möglichkeit bewusst, dass du dich auch irren könntest


Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 Graeculus (23.03.23, 16:08)
Der "römische Philosoph" war in Wahrheit (!) ein Grieche: Aristoteles, der Anfang seiner Metaphysik.
Gehört nicht auch eine sorgfältige Recherche zu Streben nach Wahrheit?

 Bluebird meinte dazu am 23.03.23 um 16:12:
Selbst wenn es so wäre, würde das irgendetwas ändern?

 Graeculus antwortete darauf am 23.03.23 um 16:13:
Ja. Dann wäre man der Wahrheit näher.
Dieter Wal (58) schrieb daraufhin am 23.03.23 um 16:40:
Diese Antwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
Taina (39)
(23.03.23, 16:17)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.

 LotharAtzert (23.03.23, 16:26)
Also mir reichts. Dir etwa nicht?

 DanceWith1Life äußerte darauf am 23.03.23 um 18:51:
lol
:alien: :( :D
und allen anderen nicht auffindbaren "lachenden Gesichtern" des ewigen Irrtums, der ja schon immer unser "Lieblingsengel" war.
wer irret der windet.

Begriffsannäherungsstrategieunterstützung
winden

"sich"*, Seil*, Wind in den Segeln, fliehendes Laub


Antwort geändert am 23.03.2023 um 19:10 Uhr
Zur Zeit online:
keinVerlag.de auf Facebook keinVerlag.de auf Twitter keinVerlag.de auf Instagram