Seit in den 50er Jahren des 20sten Jahrhunderts das italienische Essen auch in Mitteleuropa populär wurde,gab es zunehmend italienische Restaurants in Großbritannien. Damals befand sich an der Flanke der schon zu Tansania gehörenden Kaiser-Wilhelm-Spitze eine Berghütte, welche durch den zunehmenden Bergtourismus die Notwendigkeit bekam, warmes Essen anzubieten.
Zu jener Zeit unternahmen die italienischen Behörden die ersten zaghaften Versuche, die N‘dranghetta einzudämmen. Dies führte dazu, dass Emilio Revolvini das Land verließ, um als Pizzabäcker in England zu arbeiten. Kaum angekommen, wurde Emilio wieder kriminell und wurde erstens vor Gericht und zweitens vor die Wahl gestellt, die Hütte an der Kaiser-Wilhelm-Spitze zu übernehmen oder in den Knast zu gehen.
Emilio brach also auf nach Tansania. Wenige Wochen, es war 1963, nachdem er dort den Restaurantbetrieb eröffnet hatte, besuchte ein hoher englischer Gast die Hütte zum Lunch. Da der Gast als englischer Esser scharf gewürzte Speisen nicht gewohnt war, ließ er die Pizza zurückgehen. Emilio war darüber derart aufgebracht, dass er in der Küche in schlechtem Englisch laut brüllte ’I killi Mangiaro!‘, worauf der Engländer den Berg fluchtartig verließ und die Geschichte überall herumerzählte. Deshalb wurde der Berg 1963 umbenannt in ’Killi Mangiaro’ oder, auf Swaheli 'Kilimandjaro‘.