Versprochen ist versprochen, und wird nicht gebrochen!

Anekdote zum Thema Glaube

von  Bluebird

Etwa drei Stunden später saß ich in der Straßenbahn auf dem Weg zurück zum Jesus-Haus. Jetzt stieg langsam die Panik in mir hoch. Im Geiste sah ich mich oben hilflos auf der Bühne stehen, Hunderte von erwartungsvollen Augenpaaren auf mich gerichtet.

   Ich versuchte mich damit zu beruhigen, dass ich ja schon Schachunterrichte und Referate vor Leuten gehalten hatte. Aber auch das half nicht. Das waren maximal dreißig Personen in beschützter Umgebung gewesen. Nein, dachte ich, es hat keinen Sinn. Ich werde Klaus-Dieter gleich sagen, dass es nicht geht!
   Just in dem Moment schaute ich aus dem Fenster und mein Blick fiel auf ein riesiges Plakat: Versprochen ist versprochen! stand darauf geschrieben. Diese drei Worte trafen mich in meinem Innern, in meinem Gewissen. Ich kapitulierte angesichts dieses göttlichen Fingerzeig: Ok, ich mach`s!

Der Saal Im Jesus-Haus war noch voller als eh schon befürchtet. Hinten in der Nähe des Ausgangs standen noch Leute, die keinen Platz gefunden hatten. Ich saß in einer vorderen Reihe und wartete schicksalergeben auf meinen Auftritt.
   Dann vernahm ich plötzlich die Stimme von Jochen, den Versammlungsleiter: „Vor einigen Wochen hat sich jemand hier im Jesus-Haus bekehrt und möchte jetzt  ein kleines Zeugnis geben. Heiner, komm doch bitte hoch auf die Bühne!“
   Zwanzig Sekunden später stand ich oben alleine am Rednerpult und blickte ins Halbdunkel des Saales. Alle Nervosität war wie weggeblasen, in mir war eine geradezu überirdische Stille und Klarheit. Ich öffnete den Mund und begann meine Geschichte zu erzählen.



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