Aufkeimende Hoffnung

Anekdote zum Thema Erinnerung

von  Bluebird

Die Sekretärin im Bafög-Amt schaute mich erstaunt an. „Eine baföggeförderte Bibelschule? Moment, ich schaue am besten einfach mal nach.“
  Sie holte einen Aktenordner aus dem Schrank, setzte sich und begann darin zu blättern. „Ah, hier“, sagte sie und blickte freundlich zu mir hoch. „Es gibt tatsächlich zwei Bibelschulen, die als förderungswürdig gelten. Eine ist in Erzhausen und die andere in Wolfenbüttel.“
   Also stimmt es! dachte ich. Aber an sich war dies ja das geringere Problem. „Ja“, sagte ich, „aber vielleicht bin ich ja schon etwas zu alt für Bafög. Immerhin bin ich ja schon dreißig!“
   Sie dachte für einen kurzen Moment nach. Dann entgegnete sie: „Wissen Sie was? Ich gebe ihnen einfach mal ein Antragsformular mit und Sie bringen es mir dann nächste Woche ausgefüllt zurück. Dann können wir ja weitersehen!“
 
Ein paar Tage später reichte warf ich einen Förderungsantrag für eine theologische Ausbildung an der „Bibelschule Beröa“ in Erzhausen in den Briefkasten des Bafög-Amts. Das Weitere lag nun nicht mehr in meinen Händen.
  Nach etwa zwei Woche erhielt ich dann ein Antwortschreiben. Angespannt überflog die Zeilen bis zu : „... lade ich Sie zu einem klärenden Gespräch ein“. Unterschrieben vom Amtsleiter des Bafögamtes.  

  Hoffnung keimte auf. Vielleicht bestand ja doch eine realistische Chance. Zwei Tage später machte ich mich den Weg in das Bafög-Amt.


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Kommentare zu diesem Text


 AchterZwerg (17.04.26, 11:26)
Der HErr erhalte dir dein kindliches Gemüt!
Das meine ich ganz ernst.  :)
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