Der Außenseiter

Gedicht zum Thema Beobachtungen

von  niemand



Es ist nicht so, dass er sie nicht gern sähe -

genügend Abstand, bringt die Welt ins Lot.

Nur keine Enge,

nur nicht diese Nähe -

zu viel Berührung schafft ihm Atemnot.


Ein dreifach Hoch auf all die vielen Meter,

die zwischen ihm und andern täglich sind.

Drängt wer gezielt in seine Richtung, geht er -

er braucht halt Weite,

braucht den frischen Wind.


Zuweilen sitzt, auf einer von den Bänken

im Park, er gern [mit Abstand eins zu zehn]

Von da aus kann er seine Blicke schwenken -

kann frei was denken,

unverbindlich sehn.


Es ist nicht so, als sei die Welt ihm schnuppe,

es ist nur so, dass er nicht viel verträgt.

Das Individuum nicht und die Gruppe -

er war stets anders,

[vielleicht falsch?] geprägt.





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Kommentare zu diesem Text


 klausKuckuck (21.04.26, 19:34)
Ich denke, er könnte goldrichtig geprägt gewesen sein. Zum Beispiel: Wenn er sich als Künstler verstanden hat. Als Lyriker. Oder (Blick zurück) wenn er für die andern um ihn herum als "Spinner" galt wie Heinrich von Kleist. Für solche Leute kann Abstand halten eine überlebensnotwendige Maßnahme sein.
KK

Kommentar geändert am 21.04.2026 um 19:47 Uhr

 niemand meinte dazu am 21.04.26 um 19:56:
Füt mich ist die Person "goldrichtig geprägt" und ich hege sehr viele
Sympathien für solche Menschen, schon alleine, weil ich 
von einer Menge der Eigenschaften selber geprägt bin. Allerdings habe ich es im Gedicht mit einem Fragezeichen versehen, weil solch eine Prägung nicht von jedem anerkannt, oder gutgeheißen wird.
Mein Mann und ich sind schon seit eh und je Einzelgänger gewesen,
Wir kennen das, sei es in der Bildung von Meinungen, in der Art zu leben [nicht Gruppen bezogen etc]. Ich freue mich, das Dir mein [zum Teil autobiographisches] Gedicht zusagt. Mit herzlichem Dank und lieben Grüßen zurück, niemand   :)

 Teo (21.04.26, 20:00)
Ach Irene.. was ist falsch, was ist richtig?
Man kann eines nicht...es jedermann recht machen.
Ich schließe mich der Meinung von Peter an, ein inhaltlich und technisch mal wieder sehr gutes Gedicht.
Es Grüßt 
Teo
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