Zug um Zug

Gedankengedicht zum Thema Abenteuer

von  Isaban

Hier liege ich,

die Wolken ziehn

am Oberlicht vorbei.


Es ziehn die Wolken

nordwärts hin,

sie scheinen licht und frei;


ich liege hier

und ziehe nicht,

mich zieht es hin,

zum sichtfreien Bereich.


Noch bin ich hier,

da ist noch Licht,

die Wolken ziehn,

doch ich bin bald vorbei.



Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 Aber (04.05.26, 20:08)
Ehrenwort, Ischa?

 Isaban meinte dazu am 04.05.26 um 20:33:
Jeder von uns, Allerwertester. "Bald" ist ein sehr dehnbarer Begriff, frag mal aktuelle Politiker.
LG Isaban

 Vaga (04.05.26, 20:27)
Hier
zum sichtfreien Bereich.
'zieht es mich' - nach sorgfältigem, wiederholten Lesen aller Zeilen -immer wieder hin. 

Diese Zeile enthält m. E. ein Oxymoron, das mir zur Entschlüsselung des Geheimnisses, das diesem Gedicht immanent ist, zunächst unabdingbar scheint. Die Widersprüchlichkeit in der Begrifflichkeit "Sichtfreiheit" lässt mich aufhorchen/aufmerken, leitet meinen Blick weiter durch diese mir bildlich 'einleuchtenden' Verse. 

Und dann ist es plötzlich doch die letzte Zeile
doch ich bin bald vorbei.
die mir Aufschluss gewährt.


So voller Sinn (und Sinnlichkeit, die berührt) hast du die Worte gewählt, liebe Isaban! Großes Kompliment! LG - Vaga

 Isaban antwortete darauf am 04.05.26 um 20:36:
Danke, liebe Vaga. Ich freue mich sehr, dass du dich mit dem Text beschäftigen mochtest und noch mehr natürlich, dass dir die kleine Spitzfindigkeit ins Auge fiel.
LG
Isaban

 Reliwette (04.05.26, 21:29)
Hallo Isaban, dein Gedicht beschreibt dich liegend. Wo? Im Krankenhaus, im Krankenzimmer, wo das Oberlich abgeteilt ist.
Ich höre nahen Abschied aus deinen Zeilen und wünsche mir, dass du noch sehr lange bleibst. Ich schreibe etwas in den persönlichwen Kommentar, liebe Isaban
ein lieber Gruß!
der Meermann.

Kommentar geändert am 04.05.2026 um 21:30 Uhr
Zur Zeit online: