OM MANI PEME HUNG
Offenbar kennt man es immer seltener in unserem ach so illustren Kaliyuga, das wichtigste Mantra des tibeischen Volkes, das schon die Kinder mit der Muttermilch lernen. Jede Silbe reinigt eine Ebene in uns. Angefangen mit der ersten, dem weissen OM: es befreit jene, die unter Stolz auf die eigenen Taten leiden, wie die Götter zB, MA, grün, reinigt die Sphäre der Eifersuchtsdramen, eifersüchtig auf alles, was über ihnen ist, wie die Titanen. NI reinigt die Sphäre der am Dualismus Haftenden (Menschen), PE durchlüftet die Tierwelt, denen Grauenvolles angetan wird, ME stillt die Welt der von allem Unzufriedenen und HUNG schließlich die Höllen mit unvorstellbaren selbstverursachten Qualen, ohne Aussicht auf ein Ende..
So etwas bekommt kein Kind im Westen zu hören und wir sagen ja auch nicht OM MANI PEME HUNG, aber man beachte doch einmal die Folgen daraus: alle Kinder Tibets wuchsen damit auf, alle rezitieren noch warmherzig-barmherzig das Mantra des Großen Mitgefühls mit allem, dem Bodhisattva Chenresig, einer Ausstrahlung aller Buddhas. Um seine Keimsilbe HRIH in Höhe des Herzens dreht sich das Manntra. Von Avalokiteshvara, wie er in Indien heißt, heißt es, er steige bis in die unterste aller Höllen hinab, um zu erlösen, was da unerlöst ist, wirklich alle, so daß niemand im Leid zurückgelassen wird: solche Kinder, werden andere Erwachsene, als jene, die mit Bambi, Ken und Batman großwerden.
Grenzenloses Mitgefühl - Je tiefer es reicht, umso mehr wird die Trennung aufgehoben-
Seit China Tibet überfiel, hat sich das grundlegend geändert: der von Padma Sambhava im 11. Jh? angekündgte „Wenn der Eisenvogel fliegt und die Ochsen auf Räder laufen, kommt der Dharma in den Westen“ hat sich bestätigt. Was in Tibet untergeht, taucht hier wieder auf um zu wachsen.
OM MANI PEME HUNG HRIH