Wenn der Zweifel nagt und Gott schweigt

Betrachtung zum Thema Lebensweg

von  Bluebird

Gerade in New York angekommen, traf John einen alten Schulfreund. Der schaffte es, während einer gemeinsamen Stadtrundfahrt Johns Glauben nachhaltig zu erschüttern.

   In den beiden Semestern hatte er ein so gewaltiges Arbeitspensum zu leisten, dass ihm kaum freie Zeit blieb. Alles lief nach Plan, aber seine Zweifel an der Existenz Gottes machten ihm zu schaffen. Raubten ihm manchmal fast den Lebensmut!

   Eines Nachts lag er weinend im Bett und bat Gott, dass er sich ihm zeigen möge. Aber nichts geschah. Gott, wenn es ihn denn überhaupt gab, schien ihn weiter in Ungewissheit lassen zu wollen. Oder zumindest nicht auf so direkte Weise sich ihm offenbaren zu wollen.

   Trotz allen hielt John an seiner Vision fest, einmal als Chirurg in einem Dritte Welt-Land arbeiten zu können. Vielleicht sogar in einem eigenen Krankenhaus.

   Als er 1986 mit dem medizinischen Staatsexamen in der Tasche nach Wiesbaden zurückkehrte, heiratete er wenig später seine langjährige Freundin Martina. Sie hatte inzwischen auch ihr Medizinstudium erfolgreich abgeschlossen. Beide machten sich nun an ihre Doktorarbeiten.


Ehrlich gesagt finde ich es schon erstaunlich, dass ein einziges Gespräch mit einem Atheisten so eine verheerende Wirkung für seinen Glauben hatte. Nachdem, was er bislang schon erlebt hatte, hätte ich das eigentlich nicht erwartet.

  Aber gut, vielleicht hatte dieser atheistische Schulfreund genau in einem Bereich hineingetroffen, wo der Zweifel schon länger schlummerte oder unerkannt sass.



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