Zeitnah
Gedicht zum Thema Gesellschaftskritik
von niemand
Kommentare zu diesem Text
Ja, das trifft den Zeitgeist, einer der tatsächlich ziemlich blutleer um sich greift und im Wahn „die Löcher stopft“, wobei fraglich ist, ob das überhaupt Löcher in diesem Sinne seien oder nicht vielmehr Lüftungsgelegenheit für die dampfende Hexenküche, in der man sich befindet.
Und ja, der Aktivismus dieser Zeit ist darauf ausgerichtet, „zu neuem bereit“ zu sein, und das, oft aber erst, nachdem man lange genug zugesehen hat, wie der Karren an die Wand fährt. So wechseln sich die immer gleichen „Macher“ ab und es bleibt nicht mehr als Unmut über, neben der Vergesslichkeit einer Gesellschaft, deren Anführer nur neue Kleider brauchen, um etwas „getan“ zu haben.
Mal tragen jene den Doktorkittel, mal Gewerkschaftsfarben, manchmal Arbeiteruniform und oft Krawatte und Schlips bzw. Hosenanzug. Der ewige Karneval auf einer Bühne, die für viele die Welt bedeutet und immer mehr zu einem Bretterverschlag verkommt, den man mit gesengtem Kopf anstarrt und hofft etwas Konfettischnipsel vor die Augen zu bekommen oder nur eine ernstgemeinte Träne. So bleiben das versiegende Leid und die oberflächliche Freude als Lebenssaft übrig, um die Zeit möglichst spürbar über die Bühne zu bringen.
Und ja, der Aktivismus dieser Zeit ist darauf ausgerichtet, „zu neuem bereit“ zu sein, und das, oft aber erst, nachdem man lange genug zugesehen hat, wie der Karren an die Wand fährt. So wechseln sich die immer gleichen „Macher“ ab und es bleibt nicht mehr als Unmut über, neben der Vergesslichkeit einer Gesellschaft, deren Anführer nur neue Kleider brauchen, um etwas „getan“ zu haben.
Mal tragen jene den Doktorkittel, mal Gewerkschaftsfarben, manchmal Arbeiteruniform und oft Krawatte und Schlips bzw. Hosenanzug. Der ewige Karneval auf einer Bühne, die für viele die Welt bedeutet und immer mehr zu einem Bretterverschlag verkommt, den man mit gesengtem Kopf anstarrt und hofft etwas Konfettischnipsel vor die Augen zu bekommen oder nur eine ernstgemeinte Träne. So bleiben das versiegende Leid und die oberflächliche Freude als Lebenssaft übrig, um die Zeit möglichst spürbar über die Bühne zu bringen.
Kommentar geändert am 24.09.2026 um 19:35 Uhr