Was soll man über das Denken schon denken?

Kommentar zum Thema Philosophie

von  S4SCH4

Wenn man sich selbst beschreibt, indem man sich ersucht in dem, was ohnehin getan wird, gelangt man zwangsläufig zu einem Trugschluss.

 

Dieser Trugschuss ist vielleicht eine letzte Bastion der Lüge, ein Endlager des Trugs und der Ferch für alle Unwahrheit, vorgefunden durch ein Gesuch nach endgültiger Wahrhaftigkeit.

 

Diese Bastion bewohnt ein Biest, und in die Enge getrieben, sagt es sehr wohl seinen Namen, um kurz darauf Wahnsinn zu übertragen.

 

Denken „denken“ heißt, sich selbst zu überlisten.

 

Diejenigen, die damit keinen Erfolg haben, landen im Ferch.
Diejenigen, die damit Erfolg haben, zähmen ein Biest und werden Dompteur ihrer eigenen Art.

 

In beiden Fällen laufen sie im Folgenden hinter, neben oder gar vor sich her.



Möchtest Du einen Kommentar abgeben?
Diesen Text kommentieren

Kommentare zu diesem Text


 EVdR (28.09.26, 22:08)
Hallo S4SCH,
für mich ist „sich selbst zu überlisten“ keine Form geistiger Meisterschaft, sondern eher eine Vergewaltigung des Seins durch das Ego.
Wenn Denken zum Trick wird, verliert es seine Würde.

Sicher: Denken ist eine Gefahr.
Jede Antwort öffnet neue Fragen.
Aber gerade deshalb scheint mir das Ziel nicht Überlistung, sondern Klarheit.

Was bringt die Mystifizierung des Denkens?
Sie macht es geheimnisvoll, aber nicht verständlich

Der Mensch
Möchtest Du einen Kommentar abgeben?
Diesen Text kommentieren
Zur Zeit online: