Oktobermorgen

Gedankengedicht zum Thema Morgenstimmung

von  Martina

Ganz zart nähert sich das Morgenlicht,
wo es fast unbemerkt zum Tag anbricht.
Die Amsel kekkert, zwischen dunklen Schatten, 

die Katze streift lautlos durch des Zaunes Latten.


Wie friedvoll das Draußen, und lustvoll der Leib, 

es scharrcht der Mann, es träumt das Weib - mit offenen Augen, einen süßen Traum, der kühle Wind zieht durch den Raum.


Durch die offene Tür schleicht die Seele hinein, 

alles an ihr göttlich und rein - von ihrer lang durchtanzten Nacht, ihr Zauber schimmert und erinnert sacht:


So viel erlebt in anderen Sphären, 

denn wenn sich Geist und Körper nicht mehr wehren, 

schlüpft sie hinaus...
Aber noch vor des Lichtes erster Schein,
schmiegt sie sich in ihren Körper rein.


Die zarte Morgenröte
macht trunken, wie guter Wein
und völlig beseelt schläft sie
tief und fest ein.

©M Brandt


Möchtest Du einen Kommentar abgeben?
Diesen Text kommentieren
Zur Zeit online: