Söckchen

Alltagsgedicht zum Thema Beobachtungen

von  niemand


Macht sich doch ein Gesöcks

der Rappelkiste,

stets breit, als seis der

Mittelpunkt der Welt.


Erfüllt mit seinem Auftritt

sich Gelüste, nicht nur gestopft

zu werden. Ihm gefällt


es sich verkopft zu geben,

sprich: Zu denken,

es wäre doch profunder,

als sein Schein -


hofft so, sich als

bedeutend zu erleben

und wird doch nix

als arme Socke sein.







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Kommentare zu diesem Text


 Vaga (05.11.26, 19:57)
Wieder mal, liebe Irene, mit ironischen Nadelstichen gefädelt und gestrickt - perfekt bis zur letzten Zeilen-Masche. Ich lese darin natürlich eine Abrechnung mit einer Art künstlich aufgeblasener Selbstdarstellung. Jedoch muss ich gestehen, dass ich mich (seltsamerweise?) auch ein wenig ertappt fühle. Vielleicht u.a., weil ich unheimlich gern warme Kuschelsocken trage in dieser Jahreszeit. Sei herzlich und schmunzelnd gegrüßt - Vaga

 Aron Manfeld meinte dazu am 05.11.26 um 20:17:
Was wird das erst unter der Leselampe geben, Vaga.
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