reiher picken nach resten

Prosagedicht zum Thema Tod

von  Perry

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beginn und ende liegen im dunklen dazwischen wogt
unaufhörlich das meer wind rüttelt an allem was nicht
handfest ist und kämmt das seegras mal hin mal her

gedanken gehen sonnengleich auf und wieder unter
verlieren sich im getriebe der zeit selbst dort wo einst
hitze den rücken rauf und runter wellte wirds kälter

am küstenabbruch ringen strandkiefern um den besten
blick hinab zum flutsaum wo ein fischer zärtlich über
die köpfe seines fangs streicht bevor er sie abhackt




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Kommentare zu diesem Text


 AchterZwerg (19.02.25, 07:09)
Die letzten beiden Verse erinnern mich fatal an die derzeitigen Menschenfänger!

 Perry meinte dazu am 19.02.25 um 19:40:
Hallo Achter Zwerg,
"Menschenfänger" im Sinn von Migrantenvertreiber etc. hatte Ich nicht im Sinn, eher den Tod als Seelenfischer, der symbolisch die Seele vom Körper trennt. 
Aber das ist ja das Gute an Lyrik, jeder darf seine eigene Interpretation herauslesen. ;)
Danke fürs Feedback und die interessante Interpretation.
LG
Manfred
Moppel (67)
(19.02.25, 20:15)
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 Perry antwortete darauf am 20.02.25 um 20:13:
Hallo Moppel,
das Ende soll zeigen wie nah Hell und Dunkel beieinander liegen. Danke fürs Hineinspüren und LG
Manfred
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