Suche nach Sinn

Gedanke zum Thema Sinn/ Sinnlosigkeit

von  eiskimo

Wenn diese „militärische Spezialoperation“
wenigstens Verhungernden Nahrung,
Besitzlosen ein bisschen Land,
Mundtoten das Rederecht
Versklavten die Freiheit,
oder Parias ihre Würde zurückbrächte….

Aber der wochenlange Beschuss,
die von Panzern zerpflügte Landschaft,
die von Raketen zerstückelten Wohnviertel,
die blindwütig vergeudeten Ressourcen
und das nicht messbare menschliche Leid ….


Einzig die Fabrikanten von todbringenden Waffen,
die Schieber, Dealer, Zocker, Profiteure
und Menschenverächter
.....



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Kommentare zu diesem Text


 Taina (27.03.22, 09:19)
Die ganze Zerstörung zeigt, dass es dem Puter nicht um den Besitz des Landes noch der Menschen, am wenigsten die Befreiung der Russen geht.
Eben wurde berichtet, dass Ölquellen entdeckt wurden, die der Ukraine gehören. Die Nutzung wurde an westliche Konzerne gegeben, nicht an russische.
AHA, DA LIEGT DER HASE IM PFEFFER

Die blanke Gier, als hätte Russland nicht ausreichend Rohsstoffe!

 DanceWith1Life meinte dazu am 27.03.22 um 10:01:
dass man die Kornkammer Europas zum Schrottplatz für ausgediente Waffensysteme macht und gleichzeitig kostenlose Spots auf allen Sendern für neue bekommt, ja, Gier ist da sicher mit im Spiel.

 eiskimo antwortete darauf am 27.03.22 um 18:19:
Haben wir nicht seit dem Zusammenbruch der SU bzw. des Warschauer Pakts Versuche erlebt, "das gemeinsame Haus Europa" zu bauen (Gorbatschow), den Militärhaushalt klein zu halten (heute sagen einige "die Bundeswehr kaputt zu sparen) und "Wandel durch Handel" herbeizuführen?
Die Rüstungsindustrie galt als notwendiges Übel, sie agierte verschämt und heimlich...
Seit fünf Wochen darf sie sich als Heilsbringer outen; 100 Milliarden Euro sind blanko zugesagt, wer vorher "friedensorientiert" war, gilt jetzt als naiv.
Wenn das keine Zeitenwende ist, schlimmer:ein Rückfall in imperial-brutale Machtpolitik!
Aber die "Gier", die Bereitschaft gewaltsam Fakten zu schaffen, lässt sich eindeutig zuordnen. Und auch die Versuche, eben dies mit den Mitteln der Diplomatie noch abzuwenden.
Da sollte man schon Aktion und Reaktion sauber auseinanderhalten.

 Taina schrieb daraufhin am 27.03.22 um 19:00:
die Bundeswehr kaputt zu sparen
Das kann man auch als Abrüstung bezeichnen. Leider blieb diese Abrüstung einseitig.

wer vorher "friedensorientiert" war, gilt jetzt als naiv.
Wer friedensorientiert war, braucht sich nicht vorwerfen zu lassen, er hätte es nicht im Guten versucht. Nur wer jetzt nach der brutalen Erfahrung noch glaubt, einseitige Abrüstung wäre ein Weg zum Frieden, der ist naiv.

Antwort geändert am 27.03.2022 um 19:05 Uhr

 eiskimo äußerte darauf am 27.03.22 um 19:22:
Da stimme ich Dir zu.
Ich kann auch Leuten wie G. Schröder nicht folgen, die dem Westen jetzt eine Mitschuld andichten
..

 Taina ergänzte dazu am 27.03.22 um 19:56:
Schröder ist geschäftlich mit dem Puter verbandelt immer noch. Dieser Fakt spricht für sich, nicht für Schröder. Als deutsche schäme ich ich mich für den.
Die angebliche Mitschuld des Westens ist ein Mythos der den Russen in die Karten spielt.

 eiskimo meinte dazu am 27.03.22 um 22:34:
Auch da stimme ich Dir zu, wobei aus der Rückschau natürlich auch Fehleinschätzungen oder falsche Hoffnungen klar werden.

 Regina (27.03.22, 11:42)
Cui bono? Diese Frage besteht, seit die Kriege der Neuzeit zum Wirtschaftsfaktor geworden sind. Umwelt, soziale Belange, Menschenleben, Materialverschwendung, alles Fehlanzeige. Aber frage auch, was die Sanktionen bringen, nämlich unübersehbare Fluchtbewegungen in Richtung Westen, nach den Ukrainern nun auch von Russen. Folgen?

 EkkehartMittelberg (27.03.22, 13:22)
Hallo Eiskimo, Taina liegt mit ihrem Aha ganz richtig, denn wenn man nach den Ursachen von Kriegen fragt, stößt man fast immer auf ein Syndrom mehrerer Ursachen. Aber die ergiebigste ist die ökonomische. Sie passt gut zu der Gier nach Macht.
LG
Ekki

 Tula (27.03.22, 22:07)
Hallo eiskimo
Es gibt vielleicht doch so etwas wie einen 'historischen Sinn', wenn auch in negativer Hinsicht. Wir sind in Europa in der Tat davon ausgegangen, dass sich Russland nach dem Zerfall der UdSSR nach mehr oder weniger westlichem Modell entwickeln wird, 'zwangsläufig' mit Hilfe der Kraft wirtschaftlicher Bindungen, Globalisierung usw. 

Aber wie groß war wirklich die Wahrscheinlichkeit, dass sich in Russland nach Jahrhunderten von imperialistisch orientierten Systemen (also seit der Epoche der großen Zaren) plötzlich ein völlig anderes (nach 'unserem Muster') entwickelt? In den Jahren nach der Perestroika regierte das Gangstertum (schwache Zentralgewalt). Das wollte irgendwann keiner mehr, also trat ein starker Mann auf die Bühne, den alle Russen lieben. Die Ideen Putins sind keine neuen, sie haben jahrhundertealte Wurzeln und begeistern nicht wenige traditionsbewusste Russen, einschließlich mit Hilfe von für uns absurd erscheinenden geschichtlichen Rechtfertigungen und der nicht unwichtigen Rolle der russischen orthodoxen Kirche, die in der ukrainischen ebenfalls 'Abtrünnige' sieht. 

Fazit: ich denke nicht, dass Putin als one-man-show ein 'historischer Zufall' ist. Den Krieg selbst hätte ein 'anderer Putin' vielleicht nicht riskiert. Aber der Machtapparat scheint insgesamt auf alten Strukturen und so etwas wie einer Vision von einem Groß-Russland  zu basieren. Vor allem das Militär. Die stehen wohl geschlossen hinter Putin. Wäre schön, wenn das ein Irrtum wäre.

LG
Tula

Kommentar geändert am 27.03.2022 um 22:09 Uhr

Kommentar geändert am 27.03.2022 um 22:11 Uhr

 eiskimo meinte dazu am 27.03.22 um 22:29:
Was Du ausführts, erklärt die fast blinde Zustimmung, die der Diktator dort nach wie vor erfährt;  es erklärt auch diese im Grunde rückwärtsgewandte-imperiale Politik und die geradezu grotesken Versuche, den Überfall zu rechtfertigen.
Aber wie soll all das eine sinnstiftende Grundlage für das künftige Zusammenleben in diesem Teil Europas abgeben?

 Tula meinte dazu am 27.03.22 um 23:00:
Das sollte sich Putin fragen. Die Modelle des 19. und 20. Jahrhunderts und die gewaltsame 'Russifizierung' okkupierter Gebiete, das kann nicht funktionieren. 
Tula
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