Zum Wesen wahrer Arroganz

Erörterung zum Thema Mensch und Natur

von  Ralf_Renkking

Neugierde liegt in der Natur des Menschen begründet, das beinhaltet nun einmal auch, Rätseln auf den Grund zu gehen, um sie zu lösen. Somit gehören solche Phrasen wie "sich gegen die Natur versündigen" in dem Zusammenhang kritisch betrachtet; als ebenfalls unsinnig erweist sich, Gefühle als Antagonisten ins Feld zu führen, da zumeist die besten Ideen aus einer Intuition zur Wissbegierde, die trotz des Präfix eine Emotion darstellt, heraus entstehen.

Wer also wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse, bzw. ihre Urheber als anmaßend bezeichnet, sollte auf jeden Fall die eigene Einstellung dazu überprüfen, denn überheblich dürfte vielmehr der sein, der sich diesbezüglich als unbelehrbar erweist, wider besseren Wissens auf seiner Meinung beharrt, sowie begründete Argumente als auch Forschungsergebnisse ignoriert.

Im Gegensatz zum Glauben gehört der Irrtum übrigens fest zur Forschungsarbeit dazu, denn er ist menschlich.


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Kommentare zu diesem Text


 LotharAtzert (19.09.22, 09:24)
Schon die Überschrift ist fehlerhaft: es gibt "wahre" Arroganz ebensowenig, wie es "wahre" Lügen gibt. Aber tröste dich, den selben Fehler hat selbst ein Heidegger schon begangen. :D 
Und über die Wissenschaft, die, in Verbindung mit Industrie und Politik freilich, die Welt zerstört, mag ich eigentlich nicht mehr reden.

tashi delek
Lothar

 Ralf_Renkking meinte dazu am 19.09.22 um 15:29:
Dass ein Stilmittel keinen Fehler darstellt, kann natürlich nur der beurteilen, der es versteht und nicht die Wissenschaft zerstört die Welt, sondern die, die sie missbrauchen.

Ciao, Frank

Antwort geändert am 19.09.2022 um 15:30 Uhr

 LotharAtzert antwortete darauf am 21.09.22 um 10:07:
Daß nicht die Wissenschaft zerstört, sondern der sie Ausübende, ist auch eine Binsenweisheit, oder "Spitz-Findigkeit" Frank.

 Taina schrieb daraufhin am 21.09.22 um 10:18:
Hier muss ich eine Lanze brechen für die Wissenschaft. Es ist eben nicht der "sie Ausübende", welcher Schaden macht, sondern der sie missbrauchende. Nicht der Forscher, der oft im vorhinein noch gar nicht wissen kann welche Anwendungen mgl. sein werden, sondern der Nutzer der die Erkenntnisse benutzt.

Und vergiss nicht, welche guten Anwendungen die Wissenschaft erbrachte. Diese werden gerne als Selbstverständlichkeiten mitgenommen.

Wissenschaft weg => Affe unterm Baum




Ist diese Gleichung jetzt die wahre Arroganz,
oder evtl. die Anerkennung der steinzeitl. Wissenschaft?

Antwort geändert am 21.09.2022 um 10:23 Uhr

 LotharAtzert äußerte darauf am 21.09.22 um 10:26:
Auch das Argument ist bekannt und ich werde mich eisenhüten, dagegen was zu sagen, sonst geht das Gespräch mit voraussehbaren Folgen in die nächste Runde. ...

Wissenschaft ist Causa materialis. Mir fehlen da genau noch drei Causae.

 Taina ergänzte dazu am 21.09.22 um 10:46:
@Lothar

jetzt stell deinen eisenhut nicht unter den Scheffel,
die 3 causae hast du immer dabei, und ich will sie dir
auch gar nicht nehmen.

Causa materialis zu verteufeln ist ein bisschen zu plump. Denn alles ist aus dieser causa entstanden.

Antwort geändert am 21.09.2022 um 10:50 Uhr

 Ralf_Renkking meinte dazu am 21.09.22 um 13:11:
@Taina
Löblich zwar, dass Du mir den Rücken stärken wolltest, allerdings können die die Wissenschaft Ausübendenden und die, die sie missbrauchen, durchaus identisch sein, ein wissenschaftlicher Grundsatz, also die Wissenschaft an sich, kann aber keine Welt zerstören, sondern nur ihre missbräuchliche Anwendung, selbst wenn die Wissenschaften zur Zerstörung der Welt gedacht wären; dann jedoch könnte von einer missbräuchlichen Anwendung natürlich keine Rede sein.
Schwer vorstellbar ist für mich nur, dass jemand z. B. die Literaturwissenschaft zur Vernichtung der Welt ersonnen haben könnte. 👋😂

Ciao, Frank

 Taina meinte dazu am 21.09.22 um 13:18:
Literaturwissenschaft kan nicht missbraucht werden?

Wie wäre es mit totschweigen, Verbot, Verächtlichmachung wissenschaftl. Werke bei gleichzeitiger Etablierung von Schriften der Querdenker, Klimaleugner usw.

 LotharAtzert meinte dazu am 21.09.22 um 14:16:
Causa materialis zu verteufeln ist ein bisschen zu plump. Denn alles ist aus dieser causa entstanden.
Das würd ich gern, wenn du erlaubst, zum Vorspann meines nächsten Textes machen und da näher drauf eingehen, geschätzte Taina.

 Ralf_Renkking meinte dazu am 22.09.22 um 09:25:
@Taina
Erstens befasst sich diese Wissenschaft nur mit der Geschichte der Literatur hinsichtlich Formen, Stilistik etc. und zweitens hatte ich das ausdrücklich auf den Missbrauch zur Vernichtung der Welt bezogen, ich hätte auch Astronomie anführen können.
Wissenschaft ist nun mal nicht gleich Wissenschaft und lässt sich dementsprechend auch nicht so über alle Dinge stellen wie der Glaube.

Ciao, Frank

 LotharAtzert meinte dazu am 22.09.22 um 09:40:
@ Frank

Wieso gilt jetzt für den Glaube was anderes?  - Der Gläubige glaubt. Und das wars auch schon. Ob er drüber oder drunter stellt, ist seine private Angelegenheit und hat nichts mehr mit Glaube zu tun. Der ist kein Wissen, sondern subjektive Vermutung. Ich glaube zum Beispiel, daß die Mehrheit der Menschen an die Wissenschaft glaubt und diese über alles stellt - aber das ist mir wurscht. (Natürlich aus SOJA)

tashi delek
Lothar

 Ralf_Renkking meinte dazu am 22.09.22 um 11:13:
Wissenschaftliche Erkenntnisse sind nachprüfbar, Lothar, wer blind darauf vertraut, hat doch mindestens ebenso einen an der Waffel wie jemand, der an etwas glaubt, was nicht nachweisbar ist.

Ciao, Frank

 LotharAtzert meinte dazu am 22.09.22 um 12:48:
Frank, denk doch mal mit: Die Mehrheit der Erdenbürger glaubt an Wissenschaft. Ohne diese Mehrheit gäbe es schon lange keine mehr. Beweisen läßt sich nur soweit, wie der einzelne Wissenschaftler den auf wissenschaftlicher Ebene beweisen kann. Ich kann dir auch beweisen, daß die Schwerkraft die und die Wirkung ausübt. Das relativiert sich oben in der Stratosphäre aber bereits erheblich. Sogar das "oben" wird fragwürdig.
Aber zurück zum 3. Quadranten, dem Glauben. Hierzu bedarf es der Vorstellung. Und wo die fixiert wird, wird sie zur Zwangsvorstellung etc etc... lanngweilisch ...

 Taina meinte dazu am 22.09.22 um 12:51:
Wissenschaftliche Erkenntnisse sind nachprüfbar, Lothar, wer blind darauf vertraut, hat doch mindestens ebenso einen an der Waffel

Jeder der die Möglichkeiten des Nachprüfens nicht hat, muss darauf vertrauen. Und wer hat schon diese Möglichkeiten, bzw. die erforderlichen Ressourcen um nachzuprüfen.

 LotharAtzert meinte dazu am 22.09.22 um 12:56:
Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt.
, wer blind darauf vertraut, hat doch mindestens ebenso einen an der Waffel
Ja und - hat die Menscheit etwa keinen an der Waffel?

 Ralf_Renkking meinte dazu am 22.09.22 um 22:38:
@Taina
Niemand muss auf wissenschaftliche Erkenntnisse vertrauen, Lothar ist doch das beste Beispiel dafür, dass es auch anders geht. 👋🙂

@Lothar
Sowieso, aber frag Dich doch mal, woran das liegt. 🤔

 Taina meinte dazu am 23.09.22 um 01:12:
Meine Ausdrucksweise war etwas verkürzt. Gemeint ist, jeder, der auf wissenschaftl. Erkenntnisse Bezug nimmt und nicht die Möglichkeit hat, diese selber nachzuprüfen, muss...  s.o.

 Ralf_Renkking meinte dazu am 23.09.22 um 16:52:
🤔, okay, aber wir sehen ja jetzt am Beispiel der Coronaimpfstoffe, wohin blindes Vertrauen führen kann; ob die Erkenntnisse von Pharmaindustrie und Regierung in diesem Fall allerdings auf wissenschaftliche Arbeit zurückzuführen sind, bezweifle ich jedoch, wie gesagt, nicht der Wissenschaft gebührt der schwarze Peter, sondern denen, die sie für ihre Zwecke missbrauchen.

Ciao, Frank

 Regina (19.09.22, 10:00)
Unvoreingenommene Auseinandersetzung bei unbeugsamem Beharren auf dem eigenen Standpunkt, oder wie?

 Ralf_Renkking meinte dazu am 19.09.22 um 15:18:
Nein, Regina, mit Beharren haben schlüssige Argumentationsweisen, praktische Versuchsreihen oder Schlussfolgerungen, die auf einer fundamentalen Basis beruhen, nichts zu tun, außerdem ist eine Wissenschaft weder allmächtig noch über jeden Zweifel erhaben, ein Glaube hingegen ...

Ciao, Frank

 Graeculus (19.09.22, 14:16)
Im Gegensatz zum Glauben gehört der Irrtum übrigens fest zur Forschungsarbeit dazu, denn er ist menschlich.

Das ist doch mal ein guter (Grund-)Satz.

 Ralf_Renkking meinte dazu am 19.09.22 um 15:34:
Manche Wissenschaftler haben ihre Erkenntnisse sogar widerrufen, obwohl sie völlig richtig lagen. 😂😂😂

Dank und ciao, Frank
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