Urig

Gedicht zum Thema Ironie

von  niemand



Der Körper kleidet sich in feinste Seide

Geschmeide schenkt den Gliedern goldnen Schimmer

das weiche Licht im Raum erzeugt ein Dimmer

gestylte Zimmer weiht Designer-Duft


und nur

der Mensch darin

er ist wie immer


wie immer

und das schon

seit Ewigkeiten


bereit sich zu bekriegen wild aufs Hauen

das feine Schuhwerk birgt uralte Klauen

die teure Kleidung windet sich ums Fell

wer sehen kann der wird es leicht durchschauen

wer nicht der übersieht eventuell


wie schnell

sobald der alte Urwald ruft

vom letzten Stück Kultur

die Spur verpufft




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Kommentare zu diesem Text

Agnete (66)
(01.12.23, 22:21)
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 niemand meinte dazu am 02.12.23 um 15:45:
Ja, die Zivilisation ist lebensnotwendig, auch wenn es mancher nicht
glauben will, liebe Monika, denn der Urwald steck tief in jedem drin.
Man darf ihm nicht die Vorfahrt lassen.
Mit liebem Dank und Grüßen zurück, Irene ;)

Antwort geändert am 02.12.2023 um 15:47 Uhr

 millefiori (02.12.23, 10:34)
Das erinnert mich an die aktuelle Story des Lügenbarons Gil Ofarim,
die ich sehr genau verfolgt hatte, weil mir der Hotelmitarbeiter sehr leid tat und ich solche Menschen kenne, die meinen nur weil sie Kohle haben, sind sie bessere Menschen. 
Da passt dein Gedicht gut dazu. 
Sehr gut bebildert.
Liebe Grüße
Millefiori

Kommentar geändert am 02.12.2023 um 10:34 Uhr

 niemand antwortete darauf am 02.12.23 um 15:47:
Ja, diese Lügenstory ist schon ein starkes Stück, liebe Millefiori.
Man muss schon sehr egozentrisch sein, wenn man andere mit solchen Lügen ruinieren möchte. Typisch Mensch, leider  :O
Mit liebem Dank und Grüßen, Irene

 plotzn (02.12.23, 11:15)
Servus Irene,

so schnell erwacht das Tier in uns. Wunderbar in Worte gefasst. Leider reicht schon einer, der damit anfängt, weil die edle Antwort "ich halte dir die andere Backe hin" nicht funktioniert.

Liebe Grüße
Stefan

 niemand schrieb daraufhin am 02.12.23 um 15:50:
Ja, dieses Tier in uns :(  Leider sehen es nicht wenige als Verunglimpfung, wenn man vom Tier im Menschen spricht.
Lässt sich aber nicht leugnen. Mit liebem Dank Dir und lieben
Grüßen zurück, Irene
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