Der Leser scheint eigen, der Leser, er spricht:
Ihr Dichter sollt Können mir zeigen,
doch kommet mir nimmer mit Mühe und Pflicht,
es zieht mich wie immer zum Herzschmerz-Gedicht -
wer anderes zeilt, möge schweigen!
Wenn Herzblut die Verse in Röte mir taucht,
beginne ich selbst an zu bluten.
Ich spür, dass mein Herz dann nichts anderes braucht,
verschont mich mit allem, seis noch so erlaucht -
das soll meine Seele nicht fluten!
Ich lieb Euer Weh und verehre das Ach -
kommt, perlt mir die Tränen auf Schnüre,
ihr Dichter, so bleibe ich ewiglich wach,
für brechende Herzen und brennende Schmach,
Kommt, öffnet hierzu mir die Türe!