Es ist nicht immer alles so, wie es scheint

Betrachtung zum Thema Glaube

von  Bluebird

Was aber ist mit denen, die sehr wohl über das Übernatürliche Bescheid wissen? Die sich wie seinerzeit Heinrich Faust, des wissenschaftlichen Studierens überdrüssig, der Magie ergeben haben. Auf diesem Wege nach Erkenntnis und Glück suchen? 1

Aus christlicher Sicht sind sie in großer Gefahr, denn gemäß der Bibel haben sie sich in den Wirkungsbereich dämonische Mächte begeben.

Sind vielleicht, ohne es zu ahnen, deren Werkzeuge geworden. Wie jener Magier aus der Apostelgeschichte:

Es war aber ein Mann mit Namen Simon, der zuvor in der Stadt Zauberei trieb und das Volk von Samarien in seinen Bann zog, weil er vorgab, er wäre etwas Großes. Und alle hingen ihm an, Klein und Groß, und sprachen: Dieser ist die Kraft Gottes, die die Große genannt wird. Sie hingen ihm an, weil er sie lange Zeit mit den Magierkünsten außer sich gebracht hatte. 2


Menschen lassen sich leicht täuschen. Da vollbringt jemand Übernatürliches und die Leute denken, derjenige müsse mit ein Diener Gottes sein.

Dieses Deutungsmuster habe ich so oft gesehen, besonders auch im Zusammenhang mit Heilungswundern. Wie könnte denn so etwas Gutes vom Teufel gewirkt sein? fragen sich die Leute.

Aber mundet der Maus nicht auch der Käse, während hinter ihr die Falle zugeschnappt hat?

Male ich jetzt hier grundlos den Teufel an die Wand? Leider nicht! Ich glaube meine These sehr nachhaltig untermauern zu können. Es geschehen Dinge auf der Erde, die wirklich nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollten.




Anmerkung von Bluebird:

1  Faust 1 /Goethe
2  Apostelgeschichte 8, 9-11

Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 DanceWith1Life (12.01.26, 15:34)
Nein, Du malst nicht den Teufel an die Wand, Du bastelst eine Schublade und schreibst teuflisch drauf, und bastelst eine andere Schublade und schreibst Glaube drauf. Wie bereits erwähnt, sind natürlich und übernatürlich, von Menschen ausgedachte Klassifizierungen, von Menschen, die noch nicht mal richtig verstanden haben, was alles dazu notwendig war, dass sie überhaupt existieren.

Kommentar geändert am 12.01.2026 um 15:34 Uhr

 Bluebird meinte dazu am 12.01.26 um 15:38:
Na ja, das ist ja eine Artikelserie. Und da werde ich schon noch etwas differenzierter und erklärender werden.

 DanceWith1Life antwortete darauf am 12.01.26 um 15:41:
Also eine schön verzierte Schublade, viel Erfolg

 Tula schrieb daraufhin am 12.01.26 um 21:50:
Hallo blue
Wie steht es eigentlich mit dem Unternatürlichen? Darüber schreibt keiner. 

Ernste Frage: Verstehst du diese white supremacy MAGA Fanatiker als echte Christen? 

LG Tula

 Alabanda äußerte darauf am 12.01.26 um 22:06:
Eine heikle Frage. Wenn es um Christen geht scheint es ok. Wie wäre das unter anderen Vorzeichen, zb. wenn ein Muslim unpolitisch über Ramadan schreibt und daraufhin Fragen über den IS beantworten soll, wäre das auch ok?

Antwort geändert am 12.01.2026 um 22:33 Uhr

 Tula ergänzte dazu am 12.01.26 um 22:20:
Es geht ja darum was einen Christen tatsächlich auszeichnet. Irgendwo las ich eine treffliche Beschreibung: MAGA ist nicht mehr als die amerikanische Variante der Taliban   ;)
Sind die Taliban oder IS "echte Muslims"? 

LG Tula

 LotharAtzert meinte dazu am 12.01.26 um 22:23:
@ Alabanda

Ramafan = Fan vom Hindugott Rama?

 Tula meinte dazu am 12.01.26 um 22:26:
Nee, Rama is ne Butter  :D

 Alabanda meinte dazu am 12.01.26 um 22:41:
Irgendwo las ich eine treffliche Beschreibung: MAGA ist nicht mehr als die amerikanische Variante der Taliban  

Ist das so?
Sperren die MAGAs alleinstehende Wiwen in den Häusern ein? Verbieten sie Mädchen den Schulbesuch? Usw.
Bitte nicht falsch verstehen, ich will die MAGAs nicht reinwaschen, aber diese 1:1  Gleichsetzung ist doch ein bisschen oberflächlich.



Hast du Lothar unter einem seiner vielen buddhistischen Texte schon mal gefragt, ob das echte Buddhisten sind, die die Rohinjas vertreiben?


Antwort geändert am 12.01.2026 um 22:59 Uhr

 Tula meinte dazu am 12.01.26 um 23:07:
Es ist satirischer Humor, der mittels Übertreibung auf einen Kern hinweist, den der Intoleranz. 
Der Vergleich hinkt schon aus einem anderen Grunde. MAGA, im Sinne ihrer 'white christian supremacy ideology' ist im Kern rassistisch. Amerika ist 'ihr Land', das der Nachkommem europäischer Einwanderer, dabei vergessend, dass die Urväter nicht weniger Farbiger als Sklaven bereits vor den genannten Einwanderern kamen. Von den Ureinwohnern ganz zu schweigen.

Die Taliban sind es nicht (verkappte Rassisten) aber grausame Fanatiker. 

Tula

 Tula meinte dazu am 12.01.26 um 23:14:
PS:
Zur letzten Frage: Wer andere Menschen vertreibt, ist weder Christ, noch Muslim, Buddhist oder sonstwas, sondern einfach nur ein fanatisches Arschloch, der den Glauben als Argument missbraucht.

 Alabanda meinte dazu am 12.01.26 um 23:21:
... ja, siehst du, du hast eine Antwort für dich gefunden, ohne Lother zu bemühen.

Warum ist das beim Thema MAGA anders, warum soll bluebird dafür zuständig sein?

 LotharAtzert meinte dazu am 12.01.26 um 23:28:
Hast du Lothar unter einem seiner vielen buddhistischen Texte schon mal gefragt, ob das echte Buddhisten sind, die die Rohinjas vertreiben?
Nein, weil es in die falsche Richtung führt. Unter allen Kollektiven gibt es Verbrecher und Abweichler von der Lehre.

Das ist aber - in dem Fall - nicht die Schuld des Buddhas, der eindeutig sagt, daß die Wurzelursache aus Gier, Haß und Unwissenheit in Mitgefühl,Güte und Weisheit umzuwandeln ist. Daran orientiere ich mich und nicht an falschen Anschauungen von Irren und deren tragischen Auswirkungen.

 Tula meinte dazu am 12.01.26 um 23:30:
Deine Frage war ja an mich gerichtet, also habe ich sie beantwortet. Lothar kann ja seine Sicht hinzufügen.

Aber eigentlich ging es mir um unseren Bluebird, der hier tapfer seinen Glauben verteidigt, aber so selten (oder nie) auf konkrete Glaubensfragen der Gegenwart eingeht. Denn auch Apostelgeschichten und das Volk von Samarien müssen doch eine Art 'Botschaft' für den Gläubigen von heute darstellen, um sich in dieser Welt voller Dämonen einigermaßen zu orientieren ... ?
DAS war meine Absicht.

LG Tula

 DanceWith1Life meinte dazu am 12.01.26 um 23:34:
Hat sich erledigt, lach

Antwort geändert am 12.01.2026 um 23:40 Uhr

 LotharAtzert meinte dazu am 12.01.26 um 23:49:
Nix ist erledigt. 
Es ist nicht immer alles so, wie es scheint
Die Erscheinung, so schrieb ich mehr, als zwei Dutzend mal, erscheint einem Bewußtsein; der Erscheinungsbewirker erscheint nie. Den Schein der Taschenlampe zb. kann jeder nachts sehen, der nah genug ist, aber der oder die die Taschenlampe hält, bleibt im Dunkeln, - immer. Das ist ein wichtiger Punkt, den man regelmäßig vergißt.

 Alabanda meinte dazu am 13.01.26 um 00:00:
, weil es in die falsche Richtung führt. Unter allen Kollektiven gibt es Verbrecher und Abweichler von der Lehre.

Ein Christ wird als solcher ohne weiteren Zusammenhang für ein Kollektiv herangezogen, ein Buddhist nicht. Es werden unterschiedliche Maßstäbe angesetzt.

 DanceWith1Life meinte dazu am 13.01.26 um 00:13:
@Ätzlothrien
Wenn du dich weiter mit Trickkisten rumtreiben willst, deine Sache.

Antwort geändert am 13.01.2026 um 00:14 Uhr

 Bluebird meinte dazu am 13.01.26 um 09:52:
Ernste Frage: Verstehst du diese white supremacy MAGA Fanatiker als echte Christen? (tula)
1. Ich halte die Verquickung von Glauben und Politik für einen Irrweg ("Mein Reich ist nicht von dieser Welt!")
2. Über die Echtheit des Glauben dieser Leute vermag ich nicht zu urteilen. 
3. Grundsätzlich bin ich aber der Ansicht, das richtiger Glaube nicht automatisch Irrtumslosigkeit bedeutet. Da gilt es auch immer bei sich selber auf der Hut zu sein!

 LotharAtzert meinte dazu am 13.01.26 um 09:58:
Ob Christ, Buddhist, Stoist oder sonstwas: solange du dich weigerst, Anhaftung in Mitgefühl usw. umzuwandeln, bist du nur der äußeren Gestalt nach ein Mensch, bleibst aber inwendig ein tierähnliches, deinen Emotionen erliegendes Wesen. Insofern spielt es keine Rolle, welchem Glauben du anhängst.
Nur wenn ich glaube: "Der Papa macht das alles", bleibe ich ein Leben lang ein Kindskopf. Jeder anständige Papa will, daß aus seinem Sohn ein eigenständiges Wesen wird, und um wieviel mehr der Vater im Himmel. Und da sehe ich die Weigerung Bluebirds, und nicht bloß die Weigerung, - er will auch noch, daß andere seiner "Überzeugung" nacheifern und das ist mein Kritikansatz, sonst nichts. Politik hat da zunächst nichts zu suchen.

@ Dance - was soll das? Wenn ich direkt mit dem Fließenden komme, verstehst Du doch aus welchen Gründen auch immer rein gar nichts mehr. Ein sachbezogenes Gespräch ist mit Dir leider nicht möglich.
1. Ich halte die Verquickung von Glauben und Politik für einen Irrweg ("Mein Reich ist nicht von dieser Welt!")
Bluebird - in dem Punkt sind wir uns einig.
Punkt 3 ist dagegen a Schmarren, aus Gründen, die ich genannt habe.

Antwort geändert am 13.01.2026 um 10:02 Uhr

 Bluebird meinte dazu am 13.01.26 um 10:00:
 aber der oder die die Taschenlampe hält, bleibt im Dunkeln, - immer. Das ist ein wichtiger Punkt, den man regelmäßig vergißt. (Zitat Lothar )
Ja, ein guter Punkt! Und da gilt es herauszufinden, wer den Lichtstrahl denn sendet.
Dann versteht man vielleicht auch, in wessen Lichte Sai Baba erstrahlte. Oder auch manch anderer Hinduheiliger?  :(

 LotharAtzert meinte dazu am 13.01.26 um 10:06:
Und da gilt es herauszufinden, wer den Lichtstrahl denn sendet
Lassen wirs offen. Es gibt dazu viele Ansätze.

 Bluebird meinte dazu am 13.01.26 um 10:55:
Ja, gut!
Aber da ich mir schon mal die Mühe gemacht habe:

Im Zentrum, wo die drei Hallen aufeinanderstoßen, steht ein fantastischer goldener Pfauenton auf einer Empore. Der Thron steht leer da im gleißenden Scheinwerferlicht  ...
Er (Sai Baba) kommt  nicht wie ich erwartet habe zu Fuß. sondern er wird mit einem großen knallroten Mercedes hineingefahren und hält zwischen meiner Reihe und dem Thron.
Der Schlag wird geöffnet, der Gesang aus 
180 000 Kehlen lässt die Halle zittern ...

Er beendet seinen Rundgang, geht die drei Stufen zu seinem Thron hinauf und setzt sich (Clemens Kuby, dem Übernatürlichen auf der Spur)

Nun will ich nicht behaupten, dass es solche Dinge nicht auch im christlichen Kontext gibt. Aber schon bedenklich, so ein Personenkult, oder? 

Antwort geändert am 13.01.2026 um 11:01 Uhr

 LotharAtzert meinte dazu am 13.01.26 um 15:44:
Ja, da hast Du vermutlich recht. Ich gebe jedoch zu bedenken, daß es auch eine bewußt komödiantische Vorstellung sein könnte, denn schon bei durchschnittlicher Geistesverfassung muß doch klar sein, wie idiotisch das ist.

Das waren ja einige, die das zu der Zeit machten, Bhagwan usw.

 Bluebird meinte dazu am 13.01.26 um 16:38:
Ja, wobei ich schon glaube, dass bei ihm übernatürliche Dinge geschehen sind. Dazu später aber vielleicht mehr!

 LotharAtzert meinte dazu am 13.01.26 um 20:05:
Wie gefällt Dir das:

Das Testament von Garab Dorje (8. Jh.)
Zum Zeitpunkt seines Todes soll Garab Dorje, nach der Überlieferung, das Resultat der Dzogchen-Praxis demonstriert haben, indem er seinen Körper auf wundersame Weise in seine energetischen Bestandteile (Licht) auflöste. Er hinterließ sein spirituelles Vermächtnis, in welchem er die Essenz seiner Lehre in drei kurzen Versen zusammenfasste. Diese Verse sind auch unter dem Titel Die drei   Vajra-Verse bekannt.



    • Die direkte Einführung in den Urzustand […]

    • Der Schüler […] hat keinerlei Zweifel mehr darüber, was das ist.

    • Der Schüler bleibt in diesem Zustand[…]
(aus Namkhai Norbu, Dzogchen der Weg des Lichts, S. 43)

 Tula meinte dazu am 13.01.26 um 21:38:
Hallo Bluebird
Danke für deine Antwort. Bei Punkt 1. stimme ich gern zu, dass Religion als politisches Instrument in der Regel nichts Gutes hervorbringt. Was MAGA betrifft, müssen wir auch einsehen, dass die Amerikaner ohnehin anders ticken als wir, d.h. schon immer.
Worauf ich hinaus wollte, ist aber eher der andere Aspekt, d.h. der 'ethischen' Bewertung politischer Handlung durch den Gläubigen. Denn der kann die tatsächlichen Dämonen dieser Welt ja nicht einfach ignorieren. 
Ich spreche den Fanatikern generell nicht ab, dass sie an ihren Gott glauben. Natürlich glauben sie. Die Frage ist, ob sie die Ethik ihrer Religion selbst verstehen bzw. den Glauben als politisches Argument einfach nur vorschieben, um Hass und Verachtung anderer zu rechtfertigen. 

LG Tula

Antwort geändert am 13.01.2026 um 21:39 Uhr

 Bluebird meinte dazu am 13.01.26 um 22:45:
Also, Tula, die Gefahr über das Diesseitige das Ewige aus den Augen zu verlieren, sehe ich sehr wohl.
Einen Trump als eine Art "Lichtgestalt"/Heilsbringer zu betrachten, kann man eigentlich nur äußerst kritisch sehen.
Aber, ich alte mich daraus!

 Bluebird meinte dazu am 13.01.26 um 22:45:
Also, Tula, die Gefahr über das Diesseitige das Ewige aus den Augen zu verlieren, sehe ich sehr wohl.
Einen Trump als eine Art "Lichtgestalt"/Heilsbringer zu betrachten, kann man eigentlich nur äußerst kritisch sehen.
Aber, ich alte mich daraus!
Zur Zeit online: