Am Dang - (History)

Text zum Thema Meer

von  Gabyi


Die Kinder der Nachkriegszeit spielten Fangen und Verstecken am Dang. Es waren viele Flüchtlingskinder darunter, deren Namen sie verriet durch Endungen mit …kowski oder …reit. Der Dang war ein kleines Stück Freistrand, an dem keine Strandkörbe standen und wo kein Strandwärter Eintritt verlangte. Ansonsten war es genau dasselbe Meer, nämlich die Ostsee und exakt derselbe feine Strandsand. Die Mutter sagte immer zu ihren Söhnen, spielt nicht mit den Labandowski-Kindern, die sind primitiv und nicht gut für euch. Ihre Tochter wurde von ihnen geschlagen, wenn sie an deren Haus vorbeigehen musste. Sie trug eine Schmetterlins-Brille und wurde deswegen gehänselt und war ein leichtes Opfer von Übergriffen. Die Beschwerde des Vaters wegen Schadensersatz für die kaputt geschlagene Brille bei der Unosel-Familie schlug fehl, weil er sich durch ihr Mitleidsgejammer einwickeln ließ.
Am Dang lag viel Seegras und eine Menge schwarzen Seetangs im Sand. Der Strand wirkte wesentlich ungepflegter als der Strand am Kurpark. Die Grenze bildete der Schlachthof, von dem das frische Tierblut direkt ins Meer geleitet wurde und hier ungehindert hineinfloss.



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