Blue Piano, du stehst ganz frei in einem hohen, weiten, weißen Saal. An den Wänden ein paar Bilder: Chagall, Picasso und Klee. Letzte Sonnenstrahlen lassen dein Kobaltblau aufleuchten.
Ich sitze in einem Sessel in der Ecke. Jemand betritt den Raum und malt mit deinen reinen Tönen: The blue tango, Red Roses for a blue Lady. Aber das ist nur Vorspiel, und dann erklingt sie, die Rhapsody in Blue von Gershwin.
Ich schließe die Augen und spüre, wie die Farben zu tanzen beginnen, wie sie wirbeln, der Raum schwingt. Und du wirst mitgenommen, du verlierst die Schwerkraft, Blue Piano, hebst ab, wirst in den Sog der Farben gerissen und tanzt mit.
Marc Chagall sieht es, er hat es nicht anders erwartet. Die letzten Töne verklingen. Ich öffne die Augen. Du stehst wieder an deinem Platz.
Anmerkung von EkkehartMittelberg:
Bildquelle: Pixabay, deedee51-blue-1713-283_1920
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