Steig ab vom Thron, o du, der Macht spielt,
und folge still dem Klang hinab zur Tiefe,
dorthin, wo Eitelkeit wie schwarzes Wasser
in dunkler Starre lautlos treibt,
wo selbst Sirenen schweigend ruhn.
Dein Ruf, der fern wie dumpfes Dröhnen hallt,
verweht in leeren Hallen müder Götter,
die deinen Namen nicht mehr kennen,
da er weder Widerhall noch Schatten wirft,
und selbst die Stille kniet vor deinem Schweigen.
Sieh dort den Fluss, der lautlos vor dir liegt,
sein Wasser schwer und ohne Wiederkehr.
Der Fährmann steht am Ufer, reglos stumm,
sein Blick verhüllt, als kenne er dich längst
und zähle nur die Schritte, die du gehst.
Kehr dich nicht um, denn wer das Finst're sucht,
verliert das letzte trügerische Licht,
das ihm noch bleibt, um Größe sich zu träumen.
Die dir noch folgen, gehen blind und leer,
verfangen tief im Nebel deiner Worte,
gebunden fest an Echo ohne Klang.
Doch jenseits wiegt das Nichts mit dumpfer Hand,
in dem Reich, das alles überdauert,
entrinnt dein Name leicht wie trockner Staub,
verloren, versunken im sanften Lauf der Zeit.
©Sigrun Al-Badri/ 2026