Die Prinzessin, muss man wissen,
hatte öfter Lust aufs Küssen -
doch rundum gabs nur noch Frösche.
Lässt man so was an die Wäsche?
Diese Glubscher, dieser Glibber -
nein, ein Prinz wär mir viel lieber,
sprach sie und verzog die Gosch,
danach sah sie forsch zum Frosch
der verzaubert zu ihr starrte.
Schönste Jungfer, warte, warte -
trag kein Outfit zwar aus Chintz,
doch im Innern bin ich Prinz,
log, dank hormoneller Nöte,
ihr die maskuline Kröte
vor und spitzte ihre Lippen.
An dir, Grünzeug, soll ich nippen?
Rief die Jungfer, ziemlich sauer -
Bumms! Da klebte an der Mauer,
zwischen Wald und schönster Flur,
eine arme Kreatur.
Kam ein Prinz des Wegs vorbei,
sprach: Bevor ich dich mal frei,
dich, für die kein Leben zählt,
bleib ich lebtags unvermählt!
Du, die weiß wie so was geht,
hast dem Frosch den Kopf verdreht,
nicht gescheut sei Sein zu nehmen,
schämen solltest du dich, schämen -
niemals könnt ich so was lieben!
Jungfer ist die Maid geblieben ...