Ein großer See.
Von Horizont zu Horizont.
Wind in den Segeln.
Der Baum schwingt herüber.
Köpfe ducken sich.
Gelächter.
Ein paar Wendungen später
finden Hände ihren Weg.
Zu viel Schräglage.
Ein wenig Leine.
Das Wasser trägt wieder.
Oben am Mast
der kleine Pfeil.
Solange er im Dreieck bleibt,
geht die Fahrt weiter.
Wenn nicht, ein neuer Kurs.
Manchmal genügt eine Bucht.
Der Anker.
Abendlicht.
Dann dieses helle Lachen,
das niemandem gehört
und alles leichter macht.
Ufergrün.
Sommergras.
Farben.
Tiere mit Fell und Federn.
Die Welt rückt näher.
Eine Melodie,
deren Name nicht wichtig ist.
Später wird es still.
Sorgen verlieren ihre Stimmen.
Der Wind legt sich.
Und noch lange
zieht die kleine Bugwelle
ihre schmale Spur
durch das dunkler werdende Wasser.
©Sigrun Al-Badri/ 2026