Zwischen Zeiten ohne Namen
ein Moosübergang,
als hätte die Erde Schwere vergessen.
Ein Wald beginnt
nicht dunkel, sondern durchlässig:
Herz im Holz,
Gedanken in geritzter Rinde.
Irrlichter hängen zwischen Zweigen,
keine Sterne,
nur Erinnerungen,
die ihren Ort gefunden haben.
Auf einer Lichtung,
rund wie ein vergessenes Versprechen,
Wärme
ohne Namen, ohne Ruf.
Feuer aus Stille,
Atem wird Gold.
Brot bricht
Zeit in Teile.
Ein Rand aus Dunkelheit um das Jetzt,
das noch nicht entschieden ist.
Ungewordenes wird Form,
die Nacht hält es innen,
die Welt atmet es aus.
Drinnen weicht alles zurück,
nicht leerer,
nur leiser.
Der Mond steigt,
sein Licht schreibt
ohne Wort, ohne Widerstand.
©Sigrun Al-Badri/ 2026