Alles schonmal dagewesen und niemals geworden … außerdem: nichts geringeres als die Mutter aller Antworten

Gedanke zum Thema Philosophie

von  S4SCH4

Wenn jemand „Ja“ sagt, und jemand anderen animierte oder inspirierte auch „Ja“ zu sagen, meinen sie noch lange nicht „Ja“.

Das heißt: alles bleibt auf ewig notwendigerweise unvollständig.
Es gibt in der Menschheit kein erschöpfendes Potential.
(siehe auch Sartre: erst durch sein Handeln und seine Entscheidungen bestimmt der Mensch, wer er ist)


Doppeltes Paradoxon: Vollständig empfindet der Mensch sich oft mit einem Gedanken allein (ein einzelnes „Ja“) und er wird notwendigerweise unvollständig, sobald er diesen mit anderen teilt. (wie gerade ausgeführt)
Jedoch, der Mensch findet sich mit sich allein immer unvollständig vor und es braucht andere, damit er sich erst vervollständigen kann. (siehe auch Martin Buber: Das Ich erwacht erst am Du)

 

Ergo:
Menschsein macht weder rational Sinn noch sollte man es an einem solchen messen.


Der Sinn der Lebens ist am ehesten ein Äpfel und ein Birnenbaum Vergleich.
Sinn als Apfel, Leben als Birnenbaum.



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Kommentare zu diesem Text


 Schtzngrrrrm (03.10.26, 22:10)
Das heißt: alles bleibt auf ewig notwendigerweise unvollständig.
SO IST ES. 

 EVdR (03.10.26, 23:37)
Was ist mit sich selbstzufrieden Momenten?

Wenn man sich selbst genügt?

Wenn das Leben ein Selbstzweck ist?

Der Weg das Ziel ist?


Der Traum von Liebe:
Unter des anderen Haut können.
Isse nich!
Geht nur Haut auf Haut

 S4SCH4 meinte dazu am 04.10.26 um 00:59:
Momente sind kostbar. Und kosten meist Bares.
Selbst mit sich selbst ist der Mensch allein.
Selbstzweck? Hängt ein Nagel in der Luft.

Der Weg ist das Ziel. Schöner Gedanke dazu.

Ja, unter die Haut geht die Angst und Liebe. 
Der Körper trennt und weiß mit beidem umzugehen.
Daher: Ohne ihn keine Liebe, mit ihm eine Menge Ärger.

 EkkehartMittelberg antwortete darauf am 04.10.26 um 13:52:
Hallo Sascha,
man kann die von dir beschriebene Paradoxie auch sinnhaft interpretieren:
Der Mensch muss die von dir beschriebene Paradoxie bejahen so wie Sisyphus sein Schicksal. Dann mach sie Sinn.
LG
Ekki

 S4SCH4 schrieb daraufhin am 04.10.26 um 14:33:
Hallo Ekki,
 
dein geschickter Winkelzug mit dem Sisyphos, und damit das Sinnlose als ein Sinnbild für menschliches Schicksal zu bejahen, um dann wiederum von einem Sinn zu sprechen erinnert mich ein bisschen an das Kindergartenspiel, bei dem mindestens zwei Kinder immer Hand auf Hand legten, dabei einer niemals beide Hände hintereinander, eine Hand blieb immer hinter dem Rücken versteckt, sobald man die andere draufgelegt hatte.
 
Genau genommen wäre die Konsequenz deines Winkelzuges jedoch etwas anderes:
Du sagst ja: Wird Sisyphos Sinnlosigkeit sinnbildlich bejaht, verliert es seine übergeordnete Sinnlosigkeit und wird zum Sinn (des Lebens).
das bedeutet mir: Damit dieser Sinn aber stets aufginge und bestätigt wird, muss alles was man täte zwingend sinnlos sein. Die Konsequenz dieses alles-muss-sinnlos sein, wäre praktisch nicht auszuhalten, es gäbe schlichtweg weder Vernunft, noch Verstand und falls doch, dann nur damit er immer wieder fehlgehe und sich von der Sinnlosigkeit überzeugte. Das wäre nicht nur ein gottloses Schicksal, sondern auch ein verdammtes -. Ich meine dich soweit zu kennen, um sagen zu können, dass dies nicht in deinem Sinn sei.
 
Vielleicht bleiben wir lieber bei dem Beispiel mit dem Spiel der (Kinder)Hände und akzeptieren dieses ´Schicksal´, und wie wir im Leben aktiv am Ball bleiben müssen - mit Auge auf andere - und mit anderen Menschen im Verbund, eher, als das Elend der Konsequenz des bejahten Sinnbildes vom Sisyphus. 
 
LG Sascha

Antwort geändert am 04.10.2026 um 14:38 Uhr

 EkkehartMittelberg äußerte darauf am 04.10.26 um 14:58:
Wenn ich es mir aussuchen darf, übernehme ich deinen Vorschlag gern.

LG
Ekki
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