Die Zeche zahlt der Kranke

Satire zum Thema Politik

von  Saira

Die Kassen klagen: Geld wird knapp,
sie müssten wieder sparen.
Drum baut man Leistungen gleich ab,
das kennt man schon seit Jahren.

 

Der Beitrag steigt, der Anspruch sinkt,
man müsse Kosten senken,
und während man vom Fortschritt singt,
heißt Sparen: neu bedenken.

 

Schon schmiedet man ein Denkmodell
bei endlosen Debatten:
Wie kürzt man möglichst viel und schnell
bei Kranken statt bei Satten?

 

Der Kranke wartet, hofft und fleht
auf Hilfe viele Stunden,
indes sein Antrag weitergeht
durch immer neue Runden.

 

Was gestern noch als nötig galt,
das streicht man ohne Fragen.
Der Kranke zahlt, ob jung, ob alt,
und darf die Folgen tragen.

 

Ein Hilfsmittel wird dir verwehrt,
die Kasse bleibt verbissen.
Obwohl der Arzt die Not erklärt,
will sie davon nichts wissen.

 

Wer privat zahlt, kommt schneller dran,
bekommt die besten Karten.
Der Kassenmensch steht hinten an
und darf geduldig warten.

 

Milliarden gibt die Politik
für vieles ohne Zagen.
Beim Kranken kürzt man Stück für Stück,
der muss die Lasten tragen.

 

Für Panzer ist die Kasse voll,
beim Kranken wird gestrichen.
Wer sagt uns, was noch gelten soll,
wenn Menschlichkeit gewichen?

 

So spart man sich die Kassen voll
am Kranken, der muss leiden.
Er blecht gefälligst, was er soll,
und hat sich zu bescheiden.

 

Ganz sicher zahlt der kleine Mann,
so wie in allen Zeiten,
weil man ihn bestens schröpfen kann
bei Krankheit, Pech und Pleiten.

 

 

©Sigrun Al-Badri

 


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Bild mit Hilfe von KI kreiert


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