Der Weg hin und zurück

Text zum Thema Aufwachen

von  LotharAtzert

… wird heute überbrückt und untertunnelt von  Gigadaten- und anderen Autobahnen.

 

 

Du sollst ja auch nicht an die Reinkarnation glauben, sondern  Wiedergeburt  entdecken, wie alle Entdecker des Weltinnenraums sie entdeckt haben. Glauben kann man erst, wenn man mit Teilen des Unteilbaren konfrontiert wird und die eigene Ohnmacht erkennt, aber was red ich.

Das Währende ist zeitlos, wäre es anders, währte es ja nicht. Wo Zeit ist, mithin Leben und Sterben, ist keine Dauer, aber das Wahre währt, weil zeitlos, nur das allgegenwärtige Währen mit seiner Datenbank währt. Das seitenfrei Währende währt dir für kurz im unwiederbringlichen Moment.

Unsereins währt ein Weilchen, sofern man für eine gewisse Zeit gegenwärtig ist.  Dann ists auch vorbei. Das könnte man aber nicht, wär nicht allgegenwärtig Allgegenwart. Wie ein Blitzt mit verzögertem Donner in der Bewußtheit.

 

Das von jedem von uns Verdrängte: die Wölfische Natur im Domestizierten kann zum Beispiel nicht mehr artentsprechend dreissig Kilometer rumlaufen, hier mal schnuppern an der Reviergrenze, dort was zum Schnuppern zurücklassend usw. Kurzform: wir können alle nicht mehr dem eigenen Ursprungsblitz gemäß leben, sind, wie es Döbereiner nennt, „staatsdomestiziert“, sozialdomestiziert“ und wir sind weltweit gezwungen, Zeichen einer Neurose zu sein – als ortlose Funktion des Wissenschaftssystems.

 

Das von jedem ins persönliche Unterbewußte Verdrängte ist zwar aus der Wahrnehmung, aber damit nicht aus der Welt. Als Energie ist es noch da, nur ohne Zeit, also zeitlos und hat Forderungen, nämlich am Leben teilzuhaben, wie es vorgesehen war, um erlöst zu werden, und wenn es sein muß, dh. bei chronischem Verdrängen kann sie sich nur im Zeichen des Verdrängten bemerkbar machen, zB. Magenkrebs als Folge der lebenslangen verdrängten Empfindungen, die nie artikuliert wurden.

 

Mußt Du mir glauben? – Nein, natürlich nicht. Jeder hole sich in der Futterkrippe, was ihm karmisch zusteht.

Er oder sie bekommt es, das ist zur Gänze neutral, das karmische Prinzip, das sind die Irrfahrten zur Erfahrung, auch leere Futterkrippen gehören dazu.

Das alles wird verhindert. Man wird selbst zum Zeichen des Nichtangenommenen, also dem, was man verweigert - Muß man alles nicht glauben. Glauben ist Vorstellen. Und die Mächte der Finsternis suggerieren zur Zwangsvorstellung. Von mir aus auch Neurose. Ich jedenfalls glaube an die Kraft der gefügten Gestalt, wie Mars, dem kein Widerstand zu hoch ist, um ihn dauerhaft verdrängen zu können. Mars steht in Diensten Neptuns im Sinne der Bereinigung. Etwa ab 21. März treibt er viele lebendigen Samen aus dem Winterschlaf, sprengt dem Keimenden die Schutzschale auf, das ist sein Job.

 

2

Ich entsinne mich, daß ein Schüler zu Rinpoche sinngemäß sagte: „Ich glaube meinem Lehrer, weil er mich Dummkopf den Dharma lehrt und das ehrt ihn.

(Voran ging die Belehrung darum, daß zuletzt aller Glaube losgelassen werden muß, um wirklich frei von Anhaftung zu sein, dh. die verdrängte Buddhanatur in sich gleich bei anderen zu erkennen. Woanders ist sie unauffindbar)

Darauf schmunzelten alle Anwesenden und Rinpoche sprach, daß zuletzt auch die Unterscheidung in Lehrer und Schüler sich auflöst. Bis dahin solle er ihn, seinen Lehrer unbesorgt weiter verehren und an ihn glauben, denn er lehre die autenthische Lehre des Buddha, die Verdienste daraus seien unermesslich und für alle befreiend. Und es lag an diesem Nachmittag eine losgelöste Heiterkeit über der Gompa in Rödby.

Doch als ich am nächsten Tag nachhause fuhr, saß die Melancholie schon wieder neben mir. „Schnall dich an, bitte“.

Wie mir das auf den Senkel geht.

 

„Ort“ ist auch der AC, - die Veranlagung:-vom Orte ausgehend zur Gestalt werden, fast wie ein Baum – das ist wichtig zu wissen für die Bedeutung: wer seine wie auch immer geartete Anlage fürs Wissenschaftskollektiv um des Status Willen, oder Geld, oder Macht oder Eitelkeit opfert, ist ortlos. Kollektive haben nur Funktionen, aber keinen Ort. Den hat man tief in sich begraben. Sie, die Ortlosen, und wir als Betroffene mit ihnen, sind gezwungen, Zeichen der weltumspannenden Neurose zu sein, ortlose Funktion des Wissenschaftssystems.

 

Nicht dagegen kämpfen, sagte Döbedreiner immer wieder einmal, (man kann auch sagen, er bleute (nicht bläute) es uns ein), sondern artikulieren – durch Wort, Satz und Sinn Denkwege verfügar machen. Wort und Ort und fort …. Na gut. Dieses Artikulieren bildet wieder, nämlich den Verstand an der gefügten Gestalt, das Empfinden wacht auf, findet wieder und will in die Bewußtheit  ausgedrückt sein.


 





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