Du ahnst es nicht

Kurzgedicht zum Thema Wehmut

von  GastIltis


Du spürst nicht, wenn ich dich umschwirre,

so wie ein Falter, den das Licht

verbrennen wird. Mich macht es irre.

Du bist das Licht und ahnst es nicht.


Dich stört nicht, wenn ich von dir reise,

so wie ein Tag, der von der Zeit

vergessen wird. Mich macht es leise.

Nur weise nicht, doch fast bereit …




Anmerkung von GastIltis:

Empfohlen von: BeBa, obar75, Teolein, Agnete, TassoTuwas, Terminator, Tula, plotzn, Jo-W., EkkehartMittelberg, diestelzie, AZU20, Browiak, Pfeiffer, IsoldeEhrlich, franky, Taina.

Ich habs geahnt!

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Kommentare zu diesem Text


 Taina (27.04.22, 06:09)
Sehr poetisch,

fast bereit wofür? Das darf sich der Leser aussuchen,
ich nehme ein Liebesgeständnis

LG Tainal

 GastIltis meinte dazu am 04.05.22 um 15:13:
Danke Taina,

nun, zehn Tage nach dem Einstellen der Zeilen „Du ahnst es nicht“ bin ich wieder da. Etwas angeschlagen, aber nicht, so hoffe ich wenigstens, von der Zeit vergessen. Ich danke dir, und eigentlich allen, weil ich die Kommentare ja über das Smartphone teilweise verfolgen konnte, für die wunderschönen Beiträge. Man kann sich als Leser vieles aussuchen, aber eben nicht alles. Vor allem nicht die Zukunft. Da ist man vor Überraschungen nie sicher. Deine Frage will ich unbeantwortet lassen. Sei mir nicht böse.

Liebe Grüße von Gil.

 Taina antwortete darauf am 04.05.22 um 15:41:
lieber Gil,

wie schön dass du wieder an deck bist :)
natürlich nicht vergessen.
Und schon gar nicht böse, eine Frage im reich der poesie darf man bedenkenlos offen lassen ...

LG Tanne

 franky (27.04.22, 08:46)
so wie ein Tag, der von der Zeit
vergessen wird. Mich macht es leise.
Tiefsinnige Gedanken.
 
LG Franky

 GastIltis schrieb daraufhin am 04.05.22 um 15:23:
Danke Franky,

so ist es wohl! Du, der sowohl die lauten als auch vielmehr die leisen Töne beherrschst, die tiefsinnigen Gedanken, sieht es richtig. „Es kommt auf das an, das von den wenigsten wahrgenommen wird!“

Sei ganz herzlich, wenn auch aus bei Taina angedeuteten Gründen etwas spät gegrüßt, von Gil.
Browiak (67)
(27.04.22, 14:30)
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 GastIltis äußerte darauf am 04.05.22 um 15:37:
Hallo Browi,

danke für dein „Schön!“ Weißt du, wenn man gerade ein wenig gelitten hat, ich betone ein wenig, dann kommt man auch ohne das besitzergreifende mein aus. Aber das ist sicher Ansichtssache.

Dennoch: sei herzlich gegrüßt von Gil.

 EkkehartMittelberg (27.04.22, 16:42)
Hallo Gil,
die Falter, die bereit waren, ins Licht zu fliegen, können nicht mehr erzählen und das Licht schweigt auch.
Eine alte Metapher attraktiv in neuem Licht dargeboten.
Herzliche Grüße
Ekki

 GastIltis ergänzte dazu am 04.05.22 um 17:16:
Lieber Ekki,

manchmal fällt es schwer, zu jedem Kommentar die passenden Worte zu finden, Vor allem, wenn man ein paar Tage abwesend war. Eigentlich wäre ich heute in Moritzburg mit meinen Studienkollegen zusammen gewesen, um dort drei Tage zu feiern. Aber manche Lenkungsmanöver werden anderweitig beeinflusst. Metaphern hin oder her!

Sei mit alter Herzlichkeit gegrüßt von Gil.

 Jo-W. (27.04.22, 17:05)
wie schön,lieber Gil-dich so träumend zu erleben-weise muß man ja nicht dazu sein-doch sicherlich macht es auch eine Weisheit aus,Wehmut zuzulassen und sie zu formulieren-einen lieben Gruß,dein Freund Jo

 GastIltis meinte dazu am 04.05.22 um 17:19:
Lieber Freund Jo,
lass mich der persönlichen Nachricht in diesem Fall nur ein sehr herzliches Danke hinzufügen. Ich meine, dass damit alles gesagt ist.
Herzlich Gil.

 plotzn (27.04.22, 18:35)
Lieber Gil,

wie sollte ich es auch vor diesem Gedicht ahnen?
Ich dachte immer Kaiserl Franzl wäre die Lichtgestalt, aber gut...

Herzlichen Dank für Dein öffentliches Outing!
Stefan

 GastIltis meinte dazu am 04.05.22 um 17:28:
Danke Stefan für deine erhebenden Zeilen (dreieinhalb, um genau zu sein!)

Aber man kann sich nicht satt sehen daran. Obwohl der Begriff Outing schon lange etwas Rückgewandtes hat, wobei ich die modernere Bezeichnung sicher nicht kenne. Und auch nicht mehr kennen lernen muss. Was sonst noch ist?

Wirst du noch lesen.
Herzlich grüßt dich Gil.

 AZU20 (27.04.22, 20:41)
Die Wehmut kommt deutlich herüber. Gern gelesen. LG

 GastIltis meinte dazu am 04.05.22 um 17:39:
Lieber Armin,
mit einigem Abstand lese ich deinen wunderbaren Beitrag. Glaub mir, meine Freude ist sehr groß.
Herzlich Gil.

 Terminator (28.04.22, 03:14)
Werther im mittleren Alter (falls er dieses erreicht hätte).

 GastIltis meinte dazu am 04.05.22 um 17:45:
Hallo Terminator,
ist für mich nur sehr schwer zu beurteilen, da ich den besagten Lebensabschnitt viel zu schnell übersprungen habe. Und das, was jetzt läuft, wird leider von Dingen beeinträchtigt, die dieser Sache nicht würdig sind. Dennoch: sehr interessant!
Danke und viele Grüße von Gil.

 TassoTuwas (28.04.22, 08:12)
Hallo Gil, schön zeitlos.

Gilt also auch für alte Falter!

Herzliche Grüße
TT

 GastIltis meinte dazu am 04.05.22 um 17:53:
Vielen herzlichen Dank Tasso,

wenn ich es jetzt so mit einigen Tagen Verzug lese, meine ich doch eher „zeitlos schön“! Warum? Haben die Zeilen gelitten? Noch nicht. Sind die alten Falter gealtert? Nicht wesentlich! Von mir einmal kurz abgesehen. Denn wie sagt man so schön? Der Protagonist zählt nicht mit!

Sei deshalb von Herzen gegrüßt von Gil.

 Agnete (28.04.22, 10:47)
manchmnal ist das Leben selbst die reinste Poesie, lieber Gil.
Wunderschön und wehmütig. Doch ich würde dem Prot zurufen: Bleib doch ...
LG von Agnete

Kommentar geändert am 28.04.2022 um 10:48 Uhr

 GastIltis meinte dazu am 04.05.22 um 18:44:
Liebe Agnete,
manchmal, um bei deinem Wort zu bleiben, ist es eine Freude, wenn die ausgesprochene Hoffnung eben zur Realität wird. In der Poesie ist der Unterschied zwischen dem Gehen und dem Bleiben oft nur eine Kleinigkeit, im Leben (auch wieder dein Begriff) viel viel mehr. Wenn man das richtig erfasst hat, sieht man vieles deutlicher. Auch eben das Bleiben …
Viele herzliche Grüße von Gil.
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