Gegenüberstellung

Sonett zum Thema Erwartung

von  Ralf_Renkking

Die Sonne verblutet,
von schimmernden Wolken aus Schwefel umweht,
der Welten im Flug durch den Raum überflutet.

Entfesselt gerät
ein Funke ins Muster der Zeit, unvermutet
erblasst sie, erstarrt im Gestirn und vergeht.

Ein Nebelhorn tutet. Zu spät.


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Kommentare zu diesem Text


 AchterZwerg (24.09.22, 05:16)
Sehr schöne, ausdrucksstarke Sprache. Und ein passendes Finale. :)

 Ralf_Renkking meinte dazu am 24.09.22 um 06:34:
Danke, aber es ist, wie es ist, nämlich alles nur geklaut: ein bisschen Friedrich Rückert, ein wenig Gottfried Benn, etwas Christa Reinig und nicht zuletzt auch ein Stritz Claus Bremer, angeregt durch Quoths Distichon "Der Vater", das von der Form her schon hermetische Eigenschaften mitbringt, ich habe ähnliches nach Art einer Ritornelle versucht, vll. kommt da ja noch mehr. 

Ciao, Frank
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